Warum ist der Wahlkampf so lahm, Herr Riegel?
Der Europawahlkampf ist in der heißen Phase angekommen, aber außer Plakaten und Werbespots kommt bei vielen Leuten nichts an. Woran liegt das? Warum sehen wir keine Streitgespräche zwischen den Spitzenkandidatinnen? Und warum sind die Grünen immer nur zwischen Wahlen so stark? Fragen an Kommunikationsberater Matthias Riegel, der viele Jahre Wahlkämpfe für die Grünen konzipiert hat.
Bundeskanzler Scholz warnt Ursula von der Leyen: „Eine Kommissionspräsidentin muss sich immer auf die demokratischen Parteien stützen“, sagte Scholz am Abend mahnend. Es dürften „keine rechtsextremen und keine rechtspopulistischen Parteien dabei sein“. Scholz: „Das ist mein bitterer Ernst – dieses Prinzip dürfen wir nicht zur Disposition stellen.“
EU-Kommission: Debatte um mögliche Grünen-Kandidaten. Ursula von der Leyen hat gute Aussichten, wieder EU-Kommissionspräsidentin zu werden. Sollte sie jedoch scheitern, sind in Berlin die Grünen am Zuge. Sie haben sich im Ampel-Koalitionsvertrag das Recht festschreiben lassen, für diesen Fall den neuen deutschen Kommissar vorzuschlagen. Die Grünen wollen über Personalfragen noch nicht sprechen. Wie man aber hört, wird Franziska Brantner hoch gehandelt, Parlamentarische Staatssekretärin bei Wirtschaftsminister Robert Habeck. Für Habeck wäre das ein Verlust, Brantner wird im grünen Bundestagswahlkampf eine prominente Rolle zugeschrieben. In ihrem Umfeld werden Ambitionen auf den Brüssel-Posten bestritten. Im Gespräch ist auch Tarek Al-Wazir, der langjährige hessische Wirtschaftsminister. An dem Gerücht, dass Annalena Baerbock nach Brüssel gehen will, ist dem Vernehmen nach nichts dran. Zumindest jetzt nicht
Der Rüstungssektor gewinnt bei der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung ILA an Bedeutung. Am Mittwochmorgen eröffnet Olaf Scholz die Messe beim Flughafen BER mit einem Rundgang mit Volker Wissing. Am Nachmittag besuchen Robert Habeck und Boris Pistorius gemeinsam die Waffenbauer, die den europäischen Luftraum schützen wollen.
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Transkript
Sprecher 1: Table Today mit Michael Bröker und Helene Bubrowski.
Sprecher 2: Michael, noch leicht beschwingt von einer Spargelfahrt über den Tegeler See, sind wir jetzt wieder am Tisch. Am Tisch der Möglichkeiten, am Tisch der Fakten und am Tisch vielleicht auch der Kontroverse. Man weiß es nicht. Geht's dir gut?
Sprecher 3: Sehr gut, Helene, danke, dass ich dabei sein darf.
Sprecher 2: Ja, immer gerne, mein Lieber, immer gerne. So, was für ein Thema hast du denn dabei?
Sprecher 3: Ich bringe mal die aktuellste Personalspekulation in Europa mit. Und die lautet, Ursula von der Leyen wird gar nicht wieder Kommissionspräsidentin, sondern Annalena Baerbock geht als Kommissarin nach Brüssel. Darüber müssen wir mal reden.
Sprecher 2: Diesen Spekulatius, in Klammern, ich glaube nicht, dass Annalena Baerbock jetzt nach Brüssel geht, vielleicht irgendwann mal, aber jetzt glaube ich das nicht, bringt Michael mit, ich bringe schweres Gerät mit. Heute beginnt die ILA, die Internationale Luft- und Raumfahrtsausstellung am BER. Dort sind Patriots, Iris T. Und viele andere Großgeräte zu sehen. Es geht um die Luftverteidigung und darüber spreche ich, Michael, nicht mit dir, denn da geht es wirklich nicht um Spekulationen, sondern um Fakten und um viel Geld, sondern mit Gabriel Bub, unserem Redakteur vom Security Table. Zu unserem Tischgespräch kommt Matthias Riegel, der sich selbst als Kommunikationsdramaturg beschreibt. Er ist Berater, hat lange die Grünen beraten und wird uns erklären, warum der Wahlkampf eigentlich so mau ist. Und im Nachtisch, Michael. Berichten wir ein bisschen von und über die Spargelfahrt und was es da so zu essen gab.
Sprecher 4: Hey, kennst du schon den Podcast-Hon? Das größte Charity-Event der Welt ermöglicht durch Podcasts. Jeden März geben tausende Podcasterinnen und Podcaster gemeinnützigen Organisationen eine Stimme und gemeinsam entsteht eine riesige Welle inspirierender Geschichten. Kein Fundraising, kein Druck, nur die Kraft des Podcasts. Im Einsatz von Projekten und Initiativen, die mehr Sichtbarkeit verdienen. Besuche jetzt podcasthohn.org und sei dabei. Podcast HON.org
Sprecher 5: Für mich ist es einfach so, es ist wie wenn man seine Wäsche wascht. Da kommt man auch die Idee zu sagen, uns gefällt das Waschmittelangebot aber nicht. Jetzt waschen wir gar nicht mehr, weil dann wird es dreckig und dann stimmt. Und genau so ist es in einer Demokratie. Wenn man nicht wählen geht, dann tot ist dreckig zu werden. Dann stinkt es und dann wird es braun. Und deswegen gehen Sie wählen. Am 9. Juni wählen Sie demokratisch. Und wenn Ihnen unser Angebot gefällt, dann wählen Sie Bündnis 90, die Grünen. Herzlichen Dank.
Sprecher 2: Michael, du willst über Spekulationen reden, dann erzähl mal, was du so hörst.
Sprecher 3: Es wird in der Ampel heiß spekuliert, warum sollte ausgerechnet die rot-grün-gelb regierte Bundesregierung einer CDU-Politikerin erneut ins Amt helfen, nämlich ins wichtigste europäische Amt, nämlich das der Kommissionspräsidentin. Diese grundlegenden Zweifel sind ja schon mal da, aber Ursula von der Leyen hat eigentlich die Zusage von Olaf Scholz, auch von Emmanuel Macron und nun spekulieren einige darüber, ob man nicht doch Annalena Baerbock in die Kommission schicken könnte, weil Ursula von der Leyen ganz rausfliegt.
Sprecher 2: Ja, da gibt es mehrere Fragen, die man, glaube ich, mal auseinander dröseln muss. Das eine ist, hat Ursula von der Leyen eine Mehrheit? Das liegt ja am Ende nicht daran, was die Ampel will und denkt, sondern ob es eine qualifizierte Mehrheit im Rat und im Europäischen Parlament gibt. Und das liegt nicht nur am Willen von Olaf Scholz, sondern vor allem natürlich daran, was die christlich-konservativen Staats- und Regierungschefs denken. Und da hat tatsächlich Macron, der ja von der Leyen ist, vor fünf Jahren Ursula von der Leyen überhaupt aufs Tableau gehoben hat, nun sich positiv geäußert über Mario Draghi, den ehemaligen EZB-Präsidenten. Also tatsächlich hat man das Gefühl, Ursula von der Leyen hat jedenfalls mal keine stabile Mehrheit mehr.
Sprecher 3: Also im Umfeld von von der Leyen ist die Sachlage natürlich etwas anders. Sie geht fest davon aus, dass sowohl Olaf Scholz als auch Emmanuel Macron hinter ihr stehen. Das wäre ja das erste Votum, das im Europäischen Rat, also in dem Rat der Staats- und Regierungschefs. Danach muss sie aber noch ins Parlament und dann, Helene, kommt es natürlich auf das Wahlergebnis an. Aber dass die Konservativen, auch die rechtspopulistischen Parteien, sie nicht bestätigen oder nicht wählen, dann muss schon ein anderer Kandidat noch konservativer und vielleicht auch in der Migrationsfrage härter sein und eine echte Alternative sein. Und den sehe ich gerade nicht. Warum sollte Meloni ihren italienischen Konkurrenten Draghi ins wichtigste EU-Amt verhelfen, während sie gerade Best Buddies mit Ursula von der Leyen macht? Also da gibt es noch ein paar Unwägbarkeiten, glaube ich.
Sprecher 2: Das ist auch ganz genau der Grund, warum Annalena Baerbock nach meiner Meinung nicht Kommissionspräsidentin wird, weil wo gibt es in Europa unter den Staats- und Regierungschefs und im Europäischen Parlament eine Mehrheit für eine Grüne, die dann auch noch aus Deutschland kommt wie die vorherige Kommissionspräsidentin. Also das ist ehrlich gesagt ziemlicher Quatsch. Die Bild-Zeitung hat es diese Woche aufgeschrieben. Ich glaube das nicht. Ich sehe einfach die Mehrheit nicht und ich glaube auch, dass Annalena Baerbock jetzt erstmal in Berlin weiter regieren möchte als Außenministerin. Möglicherweise irgendwann noch mehr, dass sie irgendwann mal Außenbeauftragte auch auf der auf EU-Ebene werden will, das ist natürlich überhaupt nicht auszuschließen. Aber ich glaube, Stand jetzt stimmt es einfach nicht. Aber ganz falsch ist natürlich nicht, dass die Grünen am Zug sind, denn im Koalitionsvertrag von 2021 hat sich die Ampel darauf geeinigt, dass das Vorschlagsrecht für einen Kommissar bei den Grünen liegt, wenn nicht eine Deutsche in Klammern von der Leyen Kommissionspräsidentin wird. Jetzt also geht es um die Frage, wer, welcher Grüne, welche Grüne könnte Kommissar, Kommissarin in Brüssel werden?
Sprecher 3: Toni Hofreiter hat ja schon mal aufgezeigt intern und hätte Interesse daran, aber warum sollte man diesen Top-Posten dann dem geben, den sie nicht mal mehr als Minister haben wollten? Also ich finde, wenn es dazu käme, dass diese Bundesregierung einen Kommissar oder eine Kommissarin stellt, dann ist sie eine mögliche, natürliche Kandidatur. Aber nur ein Satz noch zu von der Leyen, Helene. Ich war ja in Bukarest beim EVB-Kongress. Also sie ist nicht wirklich beliebt bei den europäischen Konservativen, das muss man ja klar sagen. Der ein Drittel der Delegierten war gar nicht im Saal, als sie gewählt wurde. Dann hat sie 400 von 500 Stimmen bekommen. Also man zwingt sich schon so ein bisschen zur eigenen konservativen Spitzenkandidatin. Es kann schon eine Gemengelage entstehen im Europäischen Rat, je nachdem, was man dem anderen so verspricht. Du kriegst einen super Vizekommissionspräsidenten, du kriegst den, man weiß es nicht.
Sprecher 2: Ja, in der Tat, in Europa läuft das alles ziemlich intransparent. Am Ende gibt es ein großes Paket, das geschnürt wird und die großen Staaten lobbyieren mehr als die kleinen. Ursula von der Leyen ist natürlich durch ihre Klimapolitik und so weiter in der Tat nicht besonders beliebt, auch bei deutschen Konservativen durch Elterngeld und anderes auch. Nicht, die FDP lässt da sowieso über sie in Klammern Vorname von Bürokratie in Europa heißt Ursula. Aber nochmal ein Wort zu den Grünen, also Baerbock nein. Ansonsten werden gehandelt, Franziska Brandner, ehemalige Europaabgeordnete, jetzt bei Robert Habeck, parlamentarische Staatssekretärin, gilt als wahnsinnig gut vernetzt in Brüssel. Allerdings will Robert Habeck vielleicht auch nicht auf sie verzichten, weil sie im Wahlkampf eine wichtige Rolle spielen soll, so hört man. Sven Giegold, Amtschef im BMWK, gilt als Einzelkämpfer wohl auch nicht. Terry Reinke, Spitzenkandidatin, gibt es auch viele, die die Augen verdrehen. Bleibt Tarek Al-Wazir, ehemaliger hessischer Vizeministerpräsident, der jetzt ohne Amt ist. Das würde allerdings den Grünen den Ruf eintragen, dass sie nach dem Motto, hast du einen Opa, schick ihn nach Europa, ihre Altlasten in Brüssel entsorgen. Das wollen sie sicherlich auch nicht. Also ganz einfach wird es nicht für diesen Top-Job jemanden zu finden. Und jetzt kommen wir zu meinem Thema des Tages, nämlich der ILA. Und darüber möchte ich reden mit Gabriel Bub, Redakteur im Security Table. Und gerade auf dem Sprung zum BER, zum Messegelände am BER. Gabriel, du wirst da die nächsten drei Tage dich rumtreiben. Ihr werdet vom Security Table auch einige Spezialausgaben machen, eine riesengroße Messe. Und die erste Messe, die ja nur alle zwei Jahre stattfindet, wo man die Zeitenwende, wenn es sie denn gibt, ablesen könnte. Wie ist da dein Eindruck? Was hörst du im Vorfeld?
Sprecher 6: Man merkt die Zeitenwende schon deutlich. Die Bundeswehr ist der größte Aussteller und Olaf Scholz wird einen Rundgang machen, wird am Stand von MBDA vielleicht vorbeikommen, wo ein Taurus steht. Da wird er sich, falls er dorthin geht, unbequeme Fragen stellen müssen. Verteidigungsminister Pistorius wird einen Rundgang machen, gemeinsam mit Wirtschaftsminister Habeck, der sich immer mehr zum Rüstungsindustrie-Minister macht.
Sprecher 2: Naja, also viel politische Prominenz. Gibt es denn irgendwas, was eine Art von Überraschung ist, jetzt für diejenigen, die nicht wie du dort drei Tage verbringen?
Sprecher 6: Überraschend ist zum Beispiel, dass Rheinmetall einfach en passant eine bewaffnete Drohne präsentieren wird, die Luna. Wir erinnern uns, es wurde lange darüber gestritten, ob die Bundeswehr bewaffnungsfähige Drohnen bekommen soll. Vor kurzem, Mitte Mai, hat die Heron-TP-Drohne ihren Erstflug gemacht für die Bundeswehr. Das wäre vorher nicht denkbar gewesen, dass das einfach so schnell... und geräuschlos geschehen kann.
Sprecher 2: Ja, ich erinnere mich auch an die jahrelange Diskussion damals in der Großen Koalition. Die SPD war strikt dagegen. Insofern ist auch interessant, was der Kanzler dann dazu sagt, wenn er über das Messegelände läuft. Noch eine letzte Frage. Die Europäer versuchen ja in der Luftverteidigung enger zusammenzuarbeiten. Die Luftverteidigung, die ja wie der Ukraine-Krieg zeigt, sehr, sehr wichtig geworden ist in diesen Zeiten. Es geht um die European Sky Shield Initiative. Wie weit ist man dabei gekommen und wie weit ist der Weg noch, den man noch gehen muss?
Sprecher 6: Bei der Luftverteidigung, die ist das große Thema, die wird auch beim NATO-Gipfel in Washington ein großes Thema sein. Bei einer Messe wie der ILA kommt man nicht drum rum. Die Luftwaffe hat einen großen Defense Park genannt aufgebaut, wo verschiedene Systeme zusammenspielen, die quasi die verschiedenen Höhenlagen schützen sollen. Da steht dann ein Patriot-System, da steht eine Arrow-3-Rakete und da wird auch Iris-T von Diel stehen, was an die Ukraine geliefert wurde, was zur Raketenabwehr dient. Die European Sky Shield Initiative ist ein Beschaffungsprojekt, wo halt... Länder sich zusammenschließen, um diese Systeme günstiger zu kaufen, weil je höher die Stückzahl, desto günstiger werden auch die Bestellungen. Das ist im Prinzip, was man dort sehen kann.
Sprecher 2: Auch nicht ganz unkompliziert, weil wir ja wissen, dass die Franzosen sich dieser European Sky Shield Initiative nicht angeschlossen haben. Also insofern gibt es da auch Konfliktpotenzial mit unseren direkten Nachbarn. Vielen Dank, Gabriel, dass du uns das erläutert hast. Und alles andere, liebe Hörerinnen und Hörer, können Sie dann nachlesen in unserem Security Table, den wir Ihnen immer, aber dieser Tage ganz besonders ans Herz legen. Und zu unserem Tischgespräch kommt nun Matthias Riegel. Er ist Kommunikationsberater, hat die Grünen jahrelang im Wahlkampf beraten. Und jetzt wollen wir mit ihm darüber sprechen, warum dieser Europawahlkampf, der ja jetzt in seiner heißen Phase angekommen ist, eigentlich so wahnsinnig lahm und langweilig ist. Toll, dass du da bist. Hallo Matthias.
Sprecher 7: Hallo Helena.
Sprecher 2: Ja, sag mal, du nennst dich ja selber gar nicht Kommunikationsberater, sondern Kommunikationsdramaturg. Was soll das sein?
Sprecher 7: Ich fand einfach daran total spannend, dass man so analysiert, was sind gerade gesellschaftliche Phänomene, wann passt was wie, warum. Sage ich gerade etwas nicht oder warum betone ich irgendetwas? Und Wahlkampf, politische Kommunikation war immer für mich diese Form von, welche Inszenierung braucht es, welches Bild braucht es, welche Sprache braucht es und warum jetzt? Und Dramaturgie umschreibt für mich vielmehr, die richtigen Zeitpunkte, die richtigen Wörter, die richtigen Zielgruppen, das richtige Bild.
Sprecher 2: Die richtige Zeit, das richtige Bild, das sind auch alles Fragen, über die sich jetzt die Parteien im Europawahlkampf Gedanken machen müssten, sage ich mal. Der Wahlkampf ist auf einem Höhepunkt angelangt. In Kürze sind wir aufgerufen, wählen zu gehen. Und man merkt davon, würde ich sagen, selbst im politischen Berlin fast nichts, abgesehen von ein paar meistens relativ lieblosen bis langweiligen Plakaten. Ist das ein falscher Eindruck? Wie siehst du es?
Sprecher 7: Erstaunlich unaufgeregt, finde ich.
Sprecher 2: Ist das gut oder schlecht?
Sprecher 7: Ich würde sagen schlecht. Es hat sich kein hundertprozentiges Thema gefunden. Es ist keine... Man hat jetzt nicht so einen Drive rund um diese Wahl, habe ich das Gefühl.
Sprecher 2: Aber es kommt ja nichts an bei den Leuten. Also die Rüden und Rüden und Rüden.
Sprecher 7: Also das würde ich nicht sagen, dass nichts ankommt. Aber ich glaube, es kommt erstmal eine Beliebigkeit an. Also weil Einwortplakate von SPD und CDU und... Also alle benutzen Frieden, Sicherheit, Gerechtigkeit, Wohlstand und dann noch Klimaschutz vielleicht. Das gibt es nur einmal, aber es hat keine richtige Schärfe. Es ist keine richtige Auseinandersetzung. Wenn man jetzt wirklich in die etablierten demokratischen Parteien guckt, finde ich erstaunlich wenig Mut. Also auch Kampagne oder Kreation in so einem Wahlkampf ist ja auch oftmals einfach gedacht, hey, jetzt... Spitzen wir mal zu, jetzt zeigen wir mal, was wir können. Und eigentlich macht das, dass ich das mal sage, aber so die FDP, ich finde, dass Strack-Zimmermann wahnsinnig gut fotografiert ist. Es schafft so eine Nähe, dass man sie auch so, wenn ich das so sagen darf, auch so richtig, dass man sie als Frau wahrnimmt und dass man sie so, dass dieses ganze Bushikose, ihre ganzen Stärken, dieses Nervende zum Beispiel an ihr vielleicht, dass das Teil der Kampagne ist. Das haben wir mal vorgeschlagen damals bei Renate Künast hier in Berlin, aber das hätten die Grünen sich nie getraut. Aber das ist so eine 2017er-Kampagne wie bei Lindner. Also alles schwarz-weiß, gute Sprüche.
Sprecher 2: Ja, du sagst jetzt keine Schärfe. Jetzt fragt man sich ja in unserer polarisierten, aufgeheizten Gesellschaft, ist das dann nicht vielleicht auch gut, dass man sagt, jetzt zerfleischen wir uns im Wahlkampf nicht, sondern sind ein bisschen ruhiger?
Sprecher 7: Ja, mit Schärfe meine ich aber eher Genauigkeit und Klarheit. Also Schärfe als Kriterium für, ich sage, was es gibt, wenn ich das mache. Oder wenn ihr mir eine Stimme gebt, dann gibt es das.
Sprecher 2: Wie wichtig ist Social Media? Man sagt ja immer der AfD nach, sie haben eine ganze Armada von eigenen Leuten. Vielleicht sind es aber auch nur Trolle, die irgendwo in irgendeinem Rechenzentrum auf der Welt sitzen. Man weiß es nicht, aber überschätzen wir das vielleicht auch manchmal?
Sprecher 7: Nee, überschätzen nicht. Unterschätzen immer noch. Das Leben ist digital und dadurch ist Wahlkampf digital. Oder Demokratie digital? Ich mag diese Fragen zum Beispiel nicht, muss man jetzt auf TikTok sein oder muss das jetzt so und so sein, sondern das Problem ist immer noch, dass in Kanälen gedacht wird. Also es geht ja eher eigentlich um das Messaging. Und das zum Beispiel beherrschen rechte Gruppierungen viel stärker. Die sind einfach vorbereitet und wissen, wenn irgendwo irgendwas Kleines hochpoppt, dann hauen sie es raus und nehmen mit all eyes on. Also dann machen sie sozusagen den ganzen Fokus, das ganze Budget auf das eine Thema und wissen, dass sie es dadurch in den Mainstream kriegen.
Sprecher 2: Ja, manche Politiker tun sich ja sehr schwer mit diesen lockeren Auftritten auf Social Media. Wir haben das erlebt damals in der Antwort, die die CDU versucht hat auf Rezo zu geben, die dann so peinlich war, dass sie gar nicht veröffentlicht wurde. Aber auch die TikTok-Videos des Kanzlers werden ja durchaus kritisiert und viele ältere Abgeordnete sagen, ich weiß gar nicht, wie ich das machen soll. Was wäre da deine Empfehlung? Einfach trotzdem machen, auch wenn es peinlich ist? Oder kann das irgendwie jeder, wenn er nur den richtigen Berater hat?
Sprecher 7: Nein. Also da gibt es ja ganz schmale Grenzen. Ich glaube, das größte Problem ist, dass es überhaupt keinen Umgang damit gibt. Aber den gibt es ja schon nicht mal gegenüber Privatfernsehen zum Beispiel. Oder gegenüber Podcasts. Also jetzt wirklich einen großen, also Mainstream-Podcast, wo Spitzenpolitikerinnen... Gar nicht bekannt ist, dass da irgendwie Leute mit einer Millionenreichweite sozusagen ganze wirkliche Welten aufgebaut haben. Und du kannst dich da nicht rausnehmen. Der Vorteil der AfD war, sie waren einfach immer da bei TikTok. Und die mussten gar nicht. gut sein, sondern sie waren einfach da. Jetzt versuchen alle mit aufzuspringen und ich finde dieses krankhafte Jungsein und krankhaftes so witzig und Content leicht aufbereiten oder so, das finde ich auch irgendwie falsch. Es wird immer noch unterschätzt, die Erklärung von Politik, also die Bedeutung von Erklärung von Politik und auch die, es wird auch immer noch unterschätzt, wie stark es eigentlich so eine Orientierung braucht, beziehungsweise man merkt das in so Momenten wie bei der, ich muss nur sagen, die Rede von Robert Habeck, also diese Israel-Rede, die gegen alle Medienregeln, also neun Minuten zu einem Thema, was irgendwie, wie viele? Jahrzehnte Gewalt mit sich bringt und wo alle Begriffe verbrannt sind, oder Positionen und Perspektiven total schwierig sind, aber sie hängen an den Lippen, egal ob sie jetzt Grün, Robert Habeck oder wen auch immer gut oder schlecht finden, weil sie eine gewisse Orientierung brauchen und das Video funktioniert dann auch oder Snippets davon funktionieren auch über diese Kanäle, aber das meine ich damit, wir dürfen nicht oder man sollte nicht in diesen Mache ich TikTok oder nicht? Mache ich Instagram oder nicht? Oder mache ich das oder das nicht oder doch? Sondern eher, was ist meine Message und wo findet die wen wie?
Sprecher 2: Ja, interessant. In dem Fall ist es Robert Habeck gelungen. Und jetzt reden wir mal über die Grünen. Deren Erfahrung ist es ja, dass es ihnen immer gelingt oder häufig gelingt, Zwischenwahlen, da gibt es immer einen Peak. Zuletzt Anfang 2021 gab es mal eine Umfrage, wo die Grünen bei 28 Prozent Und dann ist eine fast schon kollektiv traumatische Erfahrung der Partei, dass es vor den Wahlen runterrauscht. Du hast es zwölf Jahre lang mitbetreut, mitbegleitet. Was ist das Problem?
Sprecher 7: Wenn es eins gäbe, dann... Hättest du schon gelöst. Ja, und ich glaube, das klären wir auch nicht nur unter uns.
Sprecher 2: Naja, aber es ist ja offensichtlich was anderes als ein Zufall. Dafür ist es einfach schon zu oft passiert.
Sprecher 7: Also welche Argumente zählen am Ende? Zum Beispiel in 21 kann ich sagen, die Leute, denen waren eigentlich Annalenas Skandale und das Buch oder irgendwelche falschen Einkunftsauskünfte, das war eigentlich nebensächlich, weil am Ende, ich spitze es jetzt mal zu, hatte sie keine Führungsqualität und sie war zu jung. Und unter vorgehaltener Hand haben sie damit die Leute gesagt, sie ist halt in dem Moment zu weiblich. Also wir leben leider immer noch in diesen patriarchalen Strukturen und in diesem Politikbusiness ist es nochmal on top gesetzt, würde ich sagen. Darin dann sozusagen diese wirkliche Frage auseinanderzusetzen, wer führt dieses Land oder wer übernimmt diese Aufgabe, diese Führungsaufgabe, da assoziiert man nicht zuerst die Grünen. Sie sind sehr anfällig für... Negativ-Campaigning, also sie sind nicht darauf vorbereitet, wie gegen sie Wahlkampf geführt wird. Also sie haben einen großen Plan davon, wie sie selbst Wahlkampf führen wollen und wofür sie stehen wollen. Aber sie beschäftigen sich wenig damit, wie gegen sie Wahlkampf geführt wird.
Sprecher 2: Also sind auch die Härten nicht eingestellt gekommen?
Sprecher 7: Vielleicht sogar, Genasia oder so kann man es auch sehen. Und die SPD und die CDU können aber genau das wiederum extremst gut. Also sozusagen sich gegen etwas firmieren oder zusammenschließen.
Sprecher 2: Hat es nicht auch mit der strukturellen Aufstellung der Grünen zu tun, dass man eben überall Sechsergruppen, Achtergruppen, Zehnergruppen hat, mindestens mal eine Doppelspitze, immer dann doch noch der Proporz berücksichtigt wird und eben nicht eine Person sagt, da geht es jetzt lang, sondern immer sich noch absprechen muss. Also sprich, leidet nicht darunter auch die Kampagnenfähigkeit der Partei.
Sprecher 7: Ich glaube, übergeordnet, man hat es jetzt ja auch wieder bei diesem CDU-Verbrenner-aus-Kampagnen-Ding gesehen, es ist noch keine professionalisierte Wahlkampfstruktur bei Parteien in Deutschland so in Gänze, wie wir das aus Amerika, wie wir das aus anderen Ländern, wo es wirklich Maschinerien sind. Das haben wir hier nicht, weil sie immer noch versuchen, also sie machen ja immer noch die inhaltliche Auseinandersetzung, aber in der Kampagne geht es oftmals um den authentischen, den nahen, den ehrlichen Moment. Und die Momente kreierst du nicht, indem du nur... debattierst, sondern indem du erstens da bist, wie ich vorhin auf diese TikTok-Nummer bezogen habe, aber zweitens so ein Gespür hast dafür, was brauchst du jetzt, deswegen auch da schließt sich für mich der Kreis zu diesem Dramaturgie-Begriff und da brauchst du dann aber, und das kann man zum Beispiel, habe ich schmerzvoll erfahren oder mit viel Schmerz immer. wieder erfahren, dass man das zum Beispiel als außenstehender Berater total schwer in jedwede Struktur reinkriegt. Und da sind die Grünen für mich nicht schlimmer als alle anderen, aber sie haben natürlich, diese Strukturen helfen nicht unbedingt immer.
Sprecher 2: Wir sind gespannt. Vielen Dank, dass du heute bei uns warst, Matthias.
Sprecher 7: Vielen Dank.
Sprecher 2: Parteigut, Fraktion gut, Glück auf. Von wem stammen diese Worte? Natürlich von Franz Müntefering. Und er ist hier der Stargast auf der MSH-Will, die diesmal nicht über den Wannsee, sondern über den Tegeler See tuckert. Und hier in der Abendsonne stehe ich mit Michael Bröker. Und wir haben gerade eine Riesenportion Spargel gegessen.
Sprecher 3: Genau, unter anderem mit dem Kanzleramtschef. Und wir haben dabei gelauscht, den wahnsinnig spannenden europapolitischen Wahlkampfreden, unter anderem von Katharina Barley, wo leider ein Sozialdemokrat mir danach sagte, okay, das hätte auch Chad GBT halten können, diese Rede, eine typische europäische Wahlkampfrede, Frieden, Sicherheit, wir sind die SPD. Zu viel Wahlkampf und zu wenig Spontanität, finde ich, an diesem Abend.
Sprecher 2: Ja, also deswegen bleibe ich dabei. Die Herzen hat erobert Franz Müntefering, der sich selbst als Stubenältester bezeichnet hat. Hier bei den Seeheimern, das ist der konservative Flügel der SPD, der einmal im Jahr, jetzt schon seit 63 Jahren, die traditionelle Spargelfahrt. veranstaltet, wo auch jede Menge Politprominenz an Bord ist, also unter anderem Otto Schilly, der ehemalige Bundesinnenminister, aber natürlich auch Lars Klingbeil und Franziska Giffey, die Wirtschaftssenatorin von Berlin und viele andere mehr. Natürlich der Kanzleramtschef Wolfgang Schmidt. Und Franz Müntefering hat wirklich die richtigen Worte gefunden, hat zu seiner Partei gesagt, dass er stolz auf die Sozialdemokraten sei. Und das hat den Ton gesetzt, denn das ist ja mein Petitum seit langem. Es braucht mehr Emotionalität in der Politik.
Sprecher 3: Ja, Emotion, das haben die Seeheimer immer, weil die Spagelfahrt gilt ja auch als das beste Fest der Sozialdemokratie im Jahr. Aber wir müssen auch über Olaf Scholz kurz reden, denn der hat auch geredet und eine Botschaft war schon eindeutig. Er warnt Ursula von der Leyen davor, sich von rechtspopulistischen Kräften wählen zu lassen. Und was die Rechtspopulisten genau sind, ob zum Beispiel die Meloni-Partei dazugehört oder nicht, das blieb hier offen. Aber da wurde eine kleine Tür aufgemacht, ob dieser Olaf Scholz am Ende vielleicht Ursula von der Leyen nicht unterstützt.
Sprecher 8: Eins muss klar sein. Eine Kommissionspräsidentin und ein Kommissionspräsident muss sich immer auf die demokratischen Parteien Europas stützen, auf eine Plattform, in der die Sozialdemokraten, die Konservativen, die Liberalen und wenn sie wollen, die Grünen dabei sind. Aber es dürfen keine rechtsextremen und rechtspopulistischen Parteien dabei sein.
Sprecher 2: Ja, und über diese Gefahr für Ursula von der Leyen haben wir ja schon gesprochen. Am Ende muss ein Sozialdemokrat für sie kämpfen oder auch nicht. Denn auch das wissen wir, die Union wirft sich für Ursula. Sogar von der Leyen nicht besonders in die Bresche.
Sprecher 3: Er war leidenschaftlich bei der Ukraine, muss man sagen. Olaf Scholz ohne Skript, sehr klar gesprochen. Also Wahlkampf pur hier auf der Spagelfahrt. Wir trinken jetzt noch einen Grauburgrunder, Helene, und schauen uns mal an, was die SPD-Abgeordneten der zweiten und dritten Reihe noch zu sagen haben. Denn Olaf Scholz ist bereits bei der NRW-Landesvertretung.
Sprecher 2: Auch da werden wir nachher sein. Wir machen Partyhopping, aber natürlich nur im Auftrag unserer Hörerinnen und Hörer, um da die News abzugreifen, was sich tut im Wüstlager. Aber Michael, wir haben noch zwei Menschen hier an Bord gefragt, wie sie diese Spargelfahrt eigentlich finden.
Sprecher 3: Ja, der eine ist der Fraktionsvize Dirk Wiese. Er ist einer der Seeheimer Sprecher. Und ich habe ihn natürlich einfach nur gefragt, was ist die Botschaft dieser Spagelfahrt und warum ist das eigentlich so eine traditionsreiche Veranstaltung geworden? Hier ist das, was er gesagt hat.
Sprecher 9: Die 61. Spagelfahrt, die hat Tradition. Die Spagelfahrt wird seit Ewigkeiten ausgerichtet, früher von den Kanalarbeitern und ist mittlerweile das Event, wo jeder aus der SPD mal sein möchte. Alle Minister sind da, der Bundeskanzler. Und ich kann nur jedem sagen, wenn er noch nicht hier gewesen ist, da muss man einmal im Leben dabei sein.
Sprecher 3: Was war die Botschaft heute Abend für Sie?
Sprecher 9: Die SPD steht zusammen, die SPD ist geschlossen, die SPD will Wahlen gewinnen und wir wollen über 2025 hinaus den Bundeskanzler stellen.
Sprecher 3: Und wieder einmal hat Franz Müntefer die bessere Rede gehalten als die europäische Spitzenkandidatin.
Sprecher 9: Franz Müntefering, erstmal ist es wirklich toll, dass er heute Abend hier gewesen ist. Er hatte auch nicht einfache Zeiten jetzt gehabt und er hat wirklich eine beeindruckende Rede gehalten. Das kann man gar nicht anders sagen.
Sprecher 10: Sauerländer, die können das.
Sprecher 2: Und dann habe ich Konstantin Kuhle gespottet, der FDP-Vizefraktionsvorsitzende, Innenpolitiker und wirklich der Einzige hier an Bord, der nicht Sozialdemokrat ist, vielleicht mal abgesehen von Michael und mir. Und ich habe ihn gefragt, wie sich das so anfühlt unter lauter Sozialdemokraten.
Sprecher 11: Interessant. Diese Spargelfahrt ist ja ein Ereignis der Zeitgeschichte. Und ich weiß schon lange, dass es das gibt. Und wir versuchen ja gerade in der Koalition alles dafür zu tun, damit sich in Sachen Wirtschaftswachstum mal was tut. Und da schadet es nicht, wenn Liberale in Austausch mit Sozialdemokraten treten, die was von Wirtschaft verstehen. Und da habe ich hier schon ein paar gesehen auf diesem Schiff. Und insofern ist das ein interessanter Abend.
Sprecher 2: Wirtschaftswende durch Spargelanbau.
Sprecher 11: Ja, das ist der Plan. Ich mache ja auch so ein bisschen Innenpolitik und verstehe mich deswegen ganz gut mit verschiedenen Seeheimern. Dirk Wiese, Maja Lisa Völlers, das sind Kolleginnen und Kollegen aus dem Bereich der Innenpolitik. Wir haben nicht immer dieselbe Meinung, aber wir teilen doch das Interesse für bestimmte Themen. Und wenn man dann hier sitzt und Leute wie Otto Schilly an einem vorbeilaufen, der ehemalige Bundesinnenminister, dann ist das einfach interessant. Und ich finde es in diesen Zeiten auch nicht verkehrt, wenn Demokraten miteinander reden.
Sprecher 2: Schön, dass sich die Ampelparteien zumindest noch interessant finden. Das freut uns doch.
Sprecher 3: Ja, und einen Journalist haben wir auch getroffen, der schon sehr lange auf diese Spagelfahrt geht. Es ist Gordon Repinski von unserem befreundeten Mitbewerber Politico. Gordon Repinski, was ist die Botschaft dieser Spagelfahrt?
Sprecher 10: Naja, also die Botschaft dieser Spargel-Fahrt ist natürlich,
Sprecher 12: Dass ich mich sehr freue. Es sind jetzt 20 Jahre, die ich hier bin. Wir können das auch nochmal genau nachlesen im Politico Berlin Playbook. Wer es nicht ganz schafft, in 15 Minuten gibt es jeden Morgen die Alternative. Wir freuen uns, Michael. Und du kommst sogar auch drin vor.
Sprecher 13: Tiefgehende Analysen, wie immer von Gordon Rapinski.
Sprecher 2: Jetzt grüßen wir Sie, liebe Hörerinnen und Hörer, herzlich hier von der MS Havel Queen. Wir tuckern der Abendsonne entgegen und freuen uns, wenn Sie morgen wieder einschalten. Dann sind wir nämlich wieder für Sie da. Dann am Donnerstag um 6 Uhr. Machen Sie es gut. Bis dahin, Ihre Helene Bobrowski.
Sprecher 1: Table Today mit Michael Bröker und Helene Bubrowski.
Sprecher 14: Ich bin völlig blind. Manchmal habe ich das Gefühl, meine Tage und Nächte sind auf den Kopf gestellt, weil ich Schwierigkeiten habe, nachts zu schlafen und tagsüber wach zu bleiben. Ich leide unter 924, einer seltenen Schlaf-Wach-Rhythmus-Störung, die viele völlig blinde Menschen betrifft. Möchtest du mehr über diese Erkrankung in Verbindung mit völliger Erblindung erfahren? Rufe kostenfrei an unter 0800 24 24 005.