Wie klimaschädlich sind Kreuzfahrten, Herr Ebel?
Dauer: 32:03

Wie klimaschädlich sind Kreuzfahrten, Herr Ebel?

Der Vorstandsvorsitzende des Tourismus-Konzerns TUI, Sebastian Ebel, sieht Deutschland in einer sehr schwierigen Situation. “Alles, was ich erlebe, hilft nicht, den Standort zu verbessern. Das Deutschland-Geschäft ist das unattraktivste”, sagt Ebel.


Die TUI wachse nur noch im Ausland, lediglich 20 Prozent des Umsatzes erziele das Unternehmen lediglich noch im Heimatmarkt.

Es gebe eine „schleichende De-Industrialisierung" im Land. Die zahlreichen Regularien und finanziellen Belastungen seien das größte Problem für Unternehmen.  

Zur Klimabilanz der umstrittenen Kreuzfahrtreisen, sagte Ebel: “Es gibt kaum eine ökologisch sinnvollere Form des Reisens als Kreuzfahrten“, sagte Ebel. Die Kreuzfahrt-Flotte

 der TUI sei die effizienteste in der Branche. „Unser Ziel ist es, mit Green Fuel zu fahren. Wir bekommen die ersten Biogas-LNG-Schiffe im nächsten Jahr. Wir werden jedes Schiff nach und nach mit Bio-Methanol ausrüsten.”


  • Tischgespräch: Warum bei der Ampel die Konflikte um den Haushalt noch nicht beendet sind. 
  • Nachtisch: Warum Tierbabys in Italien beim Yoga verboten sind



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Transkript

Sprecher: Table Today mit Michael Bröker und Helene Bubrowski. Heute geht es zur Sache hier bei Table Today, liebe Hörerinnen und Hörer. Und zur Sache heißt im Leben leider viel zu oft, es geht ums Geld. Und mit wem könnte man das besser besprechen als mit ihm? Mit dem Mann, der als Student immer in den Miesen war und oft genug den Papa anrufen muss, der mich gelegentlich da rausgeholfen hat. Ja, so ist es. Und jetzt sucht Christian Lindner jemand, der ihm aus der Patsche hilft. Denn insbesondere die SPD-geführten Ministerien wollen viel zu viel Geld ausgeben. Und nun kann man es völlig ohne Übertreibung sagen, die Ampel steht auf der Kippe. Zu unserem Tischgespräch haben wir heute den CEO von TUI, Sebastian Ebel. Und er wird uns etwas Erstaunliches erklären, nämlich warum Kreuzfahrten in Wahrheit eine nachhaltige Art des Reisens sind. Und da wird Michael Bröker sehr kritisch nachfragen, darauf können Sie sich freuen. Und zum Nachtschiff gibt es noch eine schöne Meldung aus der Welt des Sports. Und zwar diesmal aus meinem Sport, nämlich dem Yoga, das in Italien künftig nicht mehr mit kleinen Hundewelpen gemacht werden darf.Ich bin manchmal ein bisschen zu ehrlich, aber ganz im Ernst, ich mag es einfach klar, ohne Überraschungen. Genau deshalb bin ich bei Frank, dem einfach Mobilfunkanbieter. App runterladen, Tarif bestellen, fertig. 20 GB für 10 Euro. In bester D-Netz-Qualität. Monatlich kündbar, keine versteckten Kosten. Und das Beste ist Frank for Friends. Ich schicke einfach meinen Code an meine FreundInnen. Und jedes Mal, wenn jemand darüber startet, kriegen wir alle dauerhaft Extradatenvolumen. Kein Drama, keine Geheimnisse. Also, probier's mit Frank. Ist ehrlich einfacher.Ja, Michael, gestern Nachmittag haben sich Bundeskanzler Olaf Scholz mit Robert Habeck und Finanzminister Christian Lindner im Kanzleramt getroffen. Es ging zur Sache dabei. Es ging nämlich ums Geld. Lindner hatte das Rentenpaket, das die Ampel schon längst ausgehandelt hatte, gestoppt und nach dem Treffen den Stopp gestoppt. Was allerdings nicht heißt, dass das Treffen einfach gewesen wäre. Im Gegenteil. Das Rentenpaket soll allerdings nun kommen, wie ursprünglich vereinbart. Allerdings ist es nicht an diesem Mittwoch im Kabinett, sondern soll erst in diesem Monat irgendwann auf den Weg gebracht werden. Lindner ist nämlich maximal genervt, vor allem von seinen sozialdemokratischen Amtskollegen. Die Ministerien haben deutlich mehr Ausgabenwünsche, als Lindner ihnen zugestanden hatte. Und deswegen beschwerte sich Lindner auch, dass sie Wünsche hätten wie Weihnachten, Ostern und Geburtstag zusammen. Und auf den ersten vier Plätzen der Spitzenreiter beim Geldausgeben stehen ausgerechnet SPD-Häuser. Und diese vier Häuser wollen zusammen sage und schreibe 24,6 Milliarden Euro mehr, als Lindner ihnen als Obergrenze zugeteilt hatte. Eine ganz schön ordentliche Summe. Ja, man müsste jetzt an Konrad Adenauer denken, die Sozialisten können nicht mit Geld umgehen, hat der Mann immer gesagt. Und es kommt in jedem Wahlkampf immer wieder gerne vor von der anderen politischen Seite, dass die Sozis zu viel Geld ausgeben. In Wahrheit ist das natürlich wirklich ein Affront, Helene, denn es ist der Kanzler, der Christian Lindner angeblich intern versprochen hat, er werde alle...Es tun, damit diese Koalition hält. Jetzt sind es seine Ressorts, die die mittelfristige Finanzplanung und die Vorgaben von Lindner dramatisch reißen. Das ist echt eine Affront. Und nochmal zur Erinnerung, Klintner hatte im März einen Brief geschrieben an alle Ressorts und gesagt, hier ist das euch zugeteilte Geld aufgrund der Anmeldung, die ihr gemacht habt. Aber schon wenn man diese Beträge zusammenrechnet, kommen wir zu einer Lücke von rund 25 Milliarden Euro. Also bitte auf jeden Fall drunter bleiben, unter dieser Obergrenze, die ich euch nenne. Auf keinen Fall drüber, bitte drunter. Und was tun sehr viele Häuser? Sie sind deutlich drüber. Und zwar, ich kann es mal sagen, Bundesinnenministerium ist Spitzenreiter mit sage und schreibe 8,3 Milliarden Euro mehr. Platz 2, das BMAS, das Bundesministerium für Arbeit und Soziales mit 7,4 Milliarden, sowieso schon der größte Etat. Platz 3, BMVG, Boris Pistorius will 6,6 Milliarden mehr. Und Platz 4, BMZ, Ministerium für Entwicklungszusammenarbeit von Svenja Schulze, 2,3 Milliarden. Platz 5 kommt dann das Auswärtige Amt, ist eine Grüne. Aber die ersten vier Plätze, Sozialdemokraten. Und das, so würde ich es auch sehen, ist eine echte Provokation für den Kanzler, der nun sehen muss, wie er zwischen seiner eigenen Truppe und der FDP vermittelt. Die Grünen stehen in der Mitte und sagen, hat mal irgendjemand gesagt, wir können nicht mit Geld umgehen, können wir ziemlich gut. Robert Habeck hat irgendwas mit Nullkomma an Überschreitung. Also am Ende auch absolut gesehen viel Geld, aber im Vergleich sehr wenig.Ich erinnere an den industriellen John D. Rockefeller, der gesagt hat, spare, wenn du kannst und nicht, wenn du musst. Und das hat ja leider die Politik seit 10, 15, 20 Jahren verpasst, mal in strukturelle Reformen anzufangen. Jedes Mal geht es auf diesen Showdown, dann muss dramatische Sparlisten eröffnet werden, dann macht man so Fehler wie mit dem Agrardiesel. Helene, das ist doch das Grundproblem, dass wir, wenn es uns richtig gut geht, nicht mal das ein oder andere Pflänzchen vielleicht zurückstutzen, sondern immer erst dann, wenn wir kurz vor der Wand sind, mit dem Kopf uns nochmal umdrehen und sagen, ach Mist jetzt, ja, was machen wir denn jetzt? Ja, jetzt muss ich natürlich doch mal widersprechen, weil erstens geht es uns natürlich nicht richtig gut. Insofern ist die Frage jetzt... Fast eine Billion Steuereinnahmen. So, zweitens, wenn ich das sagen darf... Ich finde, es geht uns sehr gut. Zweitens, wenn ich das sagen darf, wenn man sich die Ressorts mal anschaut, muss man sagen, das sind natürlich... Also BMAS kann man darüber streiten, ob nicht in Deutschland tatsächlich der Sozialetat aufgebläht ist. Aber BMI und BMVG und auch irgendwo BMZ sind natürlich die Ministerien, bei denen es um die Sicherheit geht, und zwar die innere Sicherheit, die äußere Sicherheit. Ich glaube, bei der Bundeswehr gibt es keine zwei Meinungen, dass die mehr Geld braucht, weil ja auch aus ihrem Etat am Ende die Unterstützung der Ukraine mitfinanziert wird. Beim Bundesinnenministerium geht es auch um den Schutz der inneren Sicherheit. Da haben wir jetzt gesehen, nicht nur die Übergriffe auf Politiker dieser Tage, die sich ja wirklich häufen, sondern auch insgesamt ist das natürlich ein absolut...wichtiges Ressort, wo es um Terrorismusbekämpfung und all das geht. Und auch das BMZ, ich weiß, dass Michael, dass du das in Teilen anders siehst und da auch berechtigte Fragen stellst, aber auch da geht es um Finanzierung von Projekten, die am Ende dazu dienen, zur äußeren Sicherheit einen Beitrag zu leisten. Insofern ist schon die Frage, ist es sinnvoll, bei diesen Ressorts zu sparen? Ja, also ich will jetzt gar nicht über Einzelposten wie Entwicklungshilfe an Indien oder China reden. Trotzdem bin ich der Meinung, bei einer Eins mit neun Nullen, Helene, eine Billion Euro Steuerannahmen in Bund, Ländern und Kommunen könnte es eventuell sein, dass eine Debatte über die Effizienz der Steuermittel durchaus berechtigt ist. Aber gut, wir führen sie hier in diesem Podcast ja immer wieder. Wie geht das jetzt weiter? Weil die Frage dahinter ist ja, scheitert vielleicht die Koalition doch am Haushalt? Wer bewegt sich jetzt? Aus meiner Sicht muss die SPD davon runter, weil Scholz versprochen hat, diese Koalition zu halten. Er ist eigentlich derjenige, Helene, der am ehesten und am meisten ein Interesse hat, dass die Koalition bleibt. Weil wenn er ein konstruktives Misstrauensvotum zum Beispiel verlieren würde, dann regiert am nächsten Tag Schwarz-Grün, Friedrich Merz und Ricarda Lang. Also ich glaube nicht, dass Scholz das durchhält mit den SPD-Forderungen an Herrn Lindner. Naja, und Scholz ist natürlich auch nicht nur lange Finanzminister gewesen, sondern im Herzen natürlich immer noch, denkt er sehr finanzpolitisch. Er findet am Ende auch die Schuldenbremse, so wie sie im Grundgesetz steht, ganz gut, hat sie ja damals auch mit beschlossen. Also er ist eigentlich auch ein Gegner des großen Geldausgebens. Nun muss er seine SPD-Ministerin...Minister ins Gebet nehmen und sie darunter bringen. Trotzdem gibt es natürlich einen Konflikt zwischen SPD und FDP. Nancy Faeser hat schon an Christian Lindner einen bösen Brief geschrieben und so weiter. Für wen ist es richtig gut? Für die Grünen, für Vizekanzler Habeck, der nicht nur sagen kann, also wir wissen erstens, wie man Geld spart und zweitens streiten sich leider wieder. Gelb und Rot und wir sind die einzigen Vernünftigen. So jedenfalls werden die Grünen versuchen, das darzustellen und sich in der Rolle des Vermittlers zu... Inszenieren, die Robert Habeck ja sowieso am liebsten mag. Und ich möchte darauf hinweisen, dass es zusätzlich zum Haushalt, worüber wir ja gerade reden, immer noch 29 Sondervermögen gibt. Das älteste ist übrigens aus den 1950er Jahren. Nicht zu vergessen auch die 100 Milliarden für die Bundeswehr. Also das zählt ja alles gar nicht dazu. Die Sondervermögen sind da und auch darüber müsste man mal reden, ob das eigentlich alles so sein muss. Ja, Michael, du sagst es, die sogenannten Schattenhaushalte, die kommen ja noch zum eigentlichen Haushalt dazu. Alles ein großer Haufen Probleme, vor dem die Ampel steht, vor dem Christian Lindner steht. Wir bleiben dran und werden Sie, liebe Hörerinnen und Hörer, auf dem Laufenden halten, wie es weitergeht mit dem lieben Geld und mit der Ampel.Morgen ist Himmelfahrt und damit ein Feiertag und bald stehen auch schon die Sommerferien an und vielleicht wissen Sie ja noch gar nicht, was Sie machen wollen. Sebastian Ebel ist hier und macht einen Vorschlag. Machen Sie doch mal wieder eine Kreuzfahrt. Da gibt es natürlich einiges, was dagegen spricht und damit wird Michael Bröker ihn konfrontieren, ihn herausfordern und ihn fragen, wie es denn bitte sein kann, dass Kreuzfahrten angeblich umweltfreundlich sind. Hören Sie selbst, was der CEO des größten Reiseanbieters TUI dazu zu sagen hat. Einen schönen guten Tag hier bei uns im Podcast zum ersten Mal, Herr Ebel. Hallo, guten Tag. Lieber Herr Ebel, Deutschland schrumpft, das Wachstum schwächelt. In der Reisebranche scheint das nicht der Fall zu sein. Laut deutschem Reiseverband knapp drei bis vier Prozent Wachstum dieses Jahr erwartet. Gilt der alte Adenauer-Satz vielleicht leicht abgewandelt? Reisen tun die Leute immer. Das ist so und das wird sich auch nicht verändern. Deshalb gehen wir auch davon aus, dass die Nachfrage sicherlich stabil bleibt. Ist sie nach Corona deutlich über dem Vor-Corona-Stand, weil die Leute die Sehnsucht erst recht gespürt haben, die sie in der Corona-Zeit nicht erfüllen konnten? Wir müssen ein bisschen unterscheiden zwischen Umsatz und Teilnehmern, Kunden, die reisen. Es gab durch die Preiserhöhung natürlich einen riesen Umsatzzuwachs. Auf der Teilnehmerseite, auf der Kundenseite ist es stabil im Vergleich zu 2019. Der Standort Deutschland.wird allen Teilen von allen auch Wirtschaftsführern, die wir hier im Podcast haben, kritisiert. Teilen Sie eigentlich diese Klage über die Rahmenbedingungen, über Investitionsmangel und das Unternehmertum, das es zusehends schwer hat? Also ich habe mich ja schon dazu geäußert, als es noch nicht so en vogue war. Ich sehe Deutschland in einer sehr, sehr schwierigen Situation und alles, was ich erlebe, hilft nicht, den Standort zu verbessern. Wir sind in einer kritischen Situation. Was treibt Sie am meisten um in Ihrem Unternehmen, in Ihrem Geschäft? Was die Politik verändern könnte? Naja, es sind mehrere Dinge. Einmal das, was die Politik verändern kann und dann, was wir verändern können, ist in der Regel einfacher, weil es in unseren Händen liegt. Bei der Politik gibt es ganz viele Themen, die die TUI trifft, die die TUI nicht trifft. Wir haben unsere Hauptverwaltung umgebaut. Wenn man das mal so miterlebt hat, dann kann man hier in das Mikrofon beißen. Sie mussten 500 Seiten Papier ausfüllen. Ja, und Brandschutz und unfassbar. Und das bei, glaube ich, wohlwollender Begleitung. Wenn man sieht, neue Investitionen, wie einem dieses schwer gemacht wird, wenn man sich das Tax-Regime anschaut, wenn wir uns ansehen, wie die Branche generell mit Steuern und Lasten, bürokratischen Lasten überhäuft wird. Es ist eigentlich unfassbar, dass wir noch so positiv in Deutschland dastehen, wie wir heute dastehen. Kommen wir mal zum Markt und zu den Urlaubstypen. Das Fliegen wird immer teurer in Deutschland. Wir haben jetzt eine Erhöhung der Ticketpreise erlebt.Die Ampel muss sparen und hat da an die Flugzeuge und die Luftfahrtindustrie gedacht. Zum Vergleich mal ein Airbus A320, wenn der hier startet, kostet der an so einem deutschen Flughafen 4000 Euro, habe ich neulich gelesen. In Madrid oder Barcelona sind es nur 600 Euro. Müssen wir uns darauf einstellen, dass dauerhaft fliegen, gerade innerhalb Europas, deutlich teurer wird? Also erstmal ist die Frage, worin liegt der Sinn? Und das ist für mich ideologisch bedingt. Oder ökologisch bedingt. Ökologisch bedingt wäre es ja dann sinnvoll, wenn damit positiv was erreicht würde. Ich sage immer, wenn wir die Investitionen nicht uns leisten können, in neue Flugzeuge zu investieren, in Umweltschutz zu investieren, dann wird es in diesem, das gilt für viele andere Branchen auch, dann wird es in diesem Land ökologisch nicht vorangehen. Und das ist heute das größte Problem, wenn ich mir die wirtschaftlichen Kennziffern für Unternehmen in ihrem Deutschlandgeschäft anschaue, dann sind die sehr, sehr schwierig, sehr, sehr schlecht. Das gilt für uns genauso. Wir verdienen das überwiegende Geld außerhalb von Deutschland und das Deutschlandgeschäft ist das unattraktivste. Deshalb, die TUI wächst im Ausland. Sagen Sie mal, Umsatzanteil Deutschland und Rest? Also wenn ich sage, wir kommen vielleicht auf ein Viertel, 20 Prozent, was dann ein Fünftel wäre, damit nicht einer sagt, die Mathematik funktioniert nicht. Und Deutschland ist eigentlich der schwerste Markt. Das ist schon ziemlich negativ für das, was hier passiert. Das heißt, Sie investieren auch schrittweise im Ausland? Ja, natürlich, weil sonst könnten wir unser Ergebnisniveau gar nicht halten und weiter verbessern. Wir haben in Deutschland eine dramatische, schleichende Deindustrialisierung.Hervorgerufen durch Bürokratie, durch Kostenerhöhung, fehlende Arbeitskräfte, Rahmenbedingungen, die wirklich sich permanent verschlechtern. Es ist noch nicht so klar geworden und ich habe da allergrößte Ängste, dass wir an eine Klippe kommen, wo es dann auf einmal plötzlich steil nach unten geht. Also TUI ist ein deutscher Konzern, verdient aber sein Geld im Ausland. Ja. Aber jetzt haben wir natürlich ein Henne-Ei-Problem. Die Politik will ja die Lenkungswirkung, die will fliegen teurer machen, weil eben der CO2-Ausstoß deutlich höher ist als im Vergleich zur Deutschen Bahn zum Beispiel. Also ist es gewünscht, eine ökonomische Lenkungswirkung hier zu erzeugen. Sie könnten ja auch sagen, wir, TUI, das tun Sie auch, wollen nachhaltig werden, wollen den nachhaltigsten Tourismuskonzern auf der ganzen Welt werden. Dann machen wir es. Wir nutzen die hohen Preissteigerungen, um unser Geschäft ökologisch nachhaltiger zu machen. Also ökologisch nachhaltiger wird ein Geschäft dann, wenn viel investiert wird, wenn in Umweltschutz, in Sustainability investiert werden kann. Und das wird in Deutschland zunehmend verschwert. Und das ist das, was ich glaube, in der Politik überhaupt nicht erkannt wird. Wenn wir keine positiven Ergebnisse machen, wie sollen wir uns neue Flugzeuge leisten können? Wieso sollten wir in Umweltschutz in Deutschland investieren, wenn wir die Ergebnisse nicht haben? Und das ist in der Tat ein Henne-Ei-Problem. Und zu sagen, im Grunde die Ideologie, die man dahinter steht, kann man sagen, wir wollen gar keine Flugreisen mehr. Hat ja mal ein Bundesminister auch gesagt, der Flensburg vorgeschlagen hat. Meine Antwort war, dann gehe ich lieber über die dänische Grenze. Da wird es dann sicherlich attraktiver. Einer der umstrittensten, zumindest aus ökologischer Sicht, Urlaubs...In Form ist die Kreuzfahrt ein dickes Geschäft für Sie. Das ist ja auch das Renditeträchtigste bei Ihnen, richtig? Es ist ein sehr ertragreiches Geschäft, das ist richtig. Über reden wir 15, 20 Prozent Rendite? Ich sage mal, sicherlich ähnlich gut wie das Hotelgeschäft. Besser? Deutlich besser? Nö, also unsere Hotels sind absolut vergleichbar, wenn man sich das anschaut. In der Urlaubshotellerie außerhalb Deutschlands wieder. In Deutschland ist es ein schwierigeres Geschäft. Da sind wir ähnlich gut. Auch das ist eher zu hinterfragen, diese Aussagen. Ich glaube, es gibt gerade bei uns kaum ein Unternehmen, was so sehr in Umweltschutzmaßnahmen investiert. Das geht mit simplen Dingen wie Fahrtrouten los. Das geht weiter mit Abgasreinigung. Das geht dahin, dass wir Landstromanbindungen geschaffen haben. Da würde ich mir manchmal wünschen, dass alle Häfen soweit ausgestattet wären. Das ist übrigens total spannend. Es wird geschrien, ihr müsst dieses und jenes machen und dann ist die Infrastruktur nicht vorhanden. Und es geht weiter in alternative Fuels, Kraftstoffe. Auch da gilt wieder, die Investitionen können wir uns nur leisten, wenn wir ergebnisstark sind. Und das tun wir, weil unser Ziel ist es, das gilt für Flugzeuge auch, für Schiffe wahrscheinlich etwas einfacher, mit Green Fuel zu fahren. Wann ist das soweit? Wann fahren Kreuzfahrtschiffe mit Green Fuel? Naja, im Teilbereich ist das ja heute schon der Fall. Wie groß ist dieser Teil? Also wie hoch ist er heute? 2-3%. Wir kriegen die ersten LNG-Schiffe im nächsten Jahr. LNG kannst du entweder durchführen.Tracking schmutzig holen oder durch Biogas sauber. Und dahin werden wir ganz stark gehen. Und wir werden jedes Schiff jetzt nach und nach ausrüsten, um mit Methanol, also Green Methanol, dann fahren zu können. Und ich glaube, das ist eine Entwicklung, wo in 10, 20 Jahren... Wir sehr stark dahin in die Richtung kommen können, dass es wirklich carbon-free sein wird. Und das ist nicht etwas, was erst in 20 Jahren beginnt, sondern das ist das, was heute beginnt. Nur mal, Sie haben 14 Kreuzfahrtschiffe derzeit ungefähr? Wir haben aktuell bei TUI Cruises haben wir jetzt im Juni sieben, fünf in Hapag-Lloyd und fünf in England. Also das ist die Anzahl. Und wie viele von den sieben sollen 2030 grün sein? Carbon free. Das wird prozentual sein. Es wird nicht 100%ig sein, sondern ich denke, dass in so einem Zeitraum 20-30% carbon-free sein kann. Vielleicht sogar mehr. Das ist eine Frage der Bezugsquellen, die man heute absichern kann. Vorher gilt es dann aber auch massiv den Verbrauch zu senken und das haben wir mit modernster Technologie auch erreicht. Und was auch oft vergessen wird, die Kreuzfahrten sind ja Vorreiter für die Containerschiffe, die ja ein hundertfaches pro Schiff oder Anzahl Schiff, aber auch ein vielfaches generell emittiert. Und ich glaube, da ist die Kreuzfahrt der wirkliche Vorreiter für was technologisch möglich ist. Ist TUI denn jetzt eigentlich eine, wie man im Wirtschaftsenglisch sagen würde, eine Asset-Heavy oder eine Asset-Light-Firma? Also braucht ihr die Hardware noch? Braucht ihr Schiffe, Hotels oder wollt ihr eine Plattform?Tourismusfirma sein, die sich das zuholt, was der Markt, die Reisenden gerade brauchen. Also für uns war wichtig Asset Right. Das ist weder das eine noch das andere. Die wirklich differenzierenden Assets, die hätten wir schon gerne selber auch in den Gebieten, wo wir langfristig Wettbewerbsvorteile haben. Und das bedeutet, dass wir in einigen Gebieten wirklich in Assets auch investieren. Bestes Beispiel in der Vergangenheit war jetzt die Kapverdischen Inseln, wo wir eine starke Marktposition haben. Und in anderen Bereichen, ich glaube in Deutschland würden wir nie auf die Idee kommen, ein Hotel zu bauen und ein Hotel selber zu besitzen. Kommen wir wieder zum Ausgangspunkt am Anfang. Und deshalb ist immer die Frage, wo schaffen wir wirklich Mehrwert für den Kunden und damit auch Mehrwert für den Aktionär. Aber die Firmen zum Beispiel wie Bookings, wie GetYourGuide oder TripAdvisor, die haben natürlich nicht den Ballast, den finanziellen Ballast durch die Hardware, den sie haben. Und können sie dann mit denen überhaupt konkurrieren? Oder wollen sie das gar nicht? Ich sage immer, die TUI heute ist eine andere TUI als vor einem oder zwei Jahren. Und die TUI morgen wird auch wiederum eine andere sein. Und dieser Entwicklungsprozess, der teilweise auch evolutionär ist, der wird uns dazu hinführen, dass wir nicht nur in dem Geschäft, in dem wir heute sind, wettbewerbsstark sind, sondern auch in der Breite für den Kunden und zwar auch nicht nur in Europa, sondern auch weltweit gute Angebote machen können. Was wir als TUI nicht hatten, war diese starke Marke wirklich zu globalisieren. Das kommt jetzt, weil wir auf Plattformen umstellen. Und wir waren auch nicht in der Lage, dem Kunden zu vermitteln, dass du bei uns...mehr kriegst als das Rio Hotel, den Robinson Club oder Magic Life. Und das ändert sich gerade. Und deshalb sind wir sehr zuversichtlich, was den zukünftigen Wachstumsweg der TUI angeht. Ich sage immer, es gibt, wenn ich mir Brand Recognition, also Markenbekanntheit anschaue, gibt es zwei in Europa, zwei Nachrichten für die TUI, eine gute und eine schlechte. Die schlechte ist, Booking ist in jedem Markt die Nummer 1 oder die Nummer 2. Die gute ist, die TUI ist in jedem Markt die Nummer 1 oder die Nummer 2. Aber die Plattform Booking ist kaum noch, also Sie haben ja, glaube ich, selber mal gesagt, es ist eine Winner-Takes-It-All-Strategie, gerade bei den Buchungsplattformen. Wenn diese Buchungsplattformen durch ihre Algorithmen noch effizienter werden, individuelle Erlebnisreisen, alles auf einer Plattform anbieten können, dann kann man mit einer eigenen Plattform dagegen ja gar nicht mehr konkurrieren. Natürlich können wir das. Bei Ihren 20 Millionen TUI-Kunden, aber vielleicht nicht im Wachstum. Lassen Sie sich doch überraschen. Was kommt denn da noch, Herr Eger? Erzählen Sie es uns. Also, wir wollen intensiv wachsen und wir werden und wir tun es auch aktuell schon, weil wir die Angebote, die für den Kunden interessant sind, bei uns in, wir nennen es immer TUI-Ekosystem, miteinander verbinden und dann an bestehende Kunden, das sind die 20, 25, 27, wir sind mittlerweile bei 27 Millionen Kunden, anbieten können und wir gehen sehr stark in Richtung Neukunden. Aber Ihr Idealgeschäft wäre, dass Sie Ihren 20, 25 Millionen Kunden individualisierte Pakete, Reisepakete schnüren können, wo Sie immer wieder ein Add-on zur letzten Urlaubsreise haben, damit Sie mehr verkaufen können, richtig?dass wir ganz viele Neukunden gewinnen. Ich glaube, das ist ein Mindshift, dass wir auch sehr... Wo kommen die gerade her? Warum kommen die zu uns? Also vielleicht erstmal, wenn ich auf den ersten Punkt kommen darf. Wir gehen von Web-zentriert auf App-zentriert. Und der heutige Kunde oder der alte, traditionelle TUI-Kunde hat bei uns alle zweieinhalb Jahre im Durchschnitt eine Pauschalreise gebucht. Die übrigens nach Wholesale, also sprich mit Verträgen, die vor einem Jahr gemacht wurden, gekauft wurden. Wir sind heute in den Bereich sehr stark dynamisch paketierend hineingehend und dann den Verkauf von Einzelprodukten wie das. Die Übernachtung alleine, wie den Flug alleine, ganz stark wachsend im Aktivitätsbereich. Da sind wir neben GetYourGuide und weiter einer der Top 3. Und dadurch gewinnen wir zum Beispiel massiv Neukunden. Also deshalb, dieses TUI-Ökosystem, auf der einen Seite viel mehr Produkte an bestehende Kunden, also ihn regelmäßig abholen, am liebsten dreimal im Monat, wenn er ein Theaterticket, Fußballticket oder ein ähnliches Event kaufen will, bis hin zu der Tatsache, neue Kunden für uns zu gewinnen, die wir gerade aus dem Veranstaltungsbereich in das Ökosystem hineingehen. Und der dritte Schritt ist dann die regionale Ausdehnung, die jetzt dann auch auf Basis der Plattform kommt. In der Vergangenheit hatten wir überall neue Gesellschaften aufgebaut. Das war kostspielig und auch nicht unbedingt mit Erfolg gekrönt. Jetzt haben wir internationale Plattformen. Das ist das, was Booking uns seit 20 Jahren vorgemacht hat. Das tun wir jetzt auch. Und jetzt ist die Frage, wo ist euer Differenzierungsmerkmal? Das Differenzierungsmerkmal.sind die eigenen Produkte, die USP-Produkte, sowohl auf der Hotelseite als auch auf der Veranstaltungsseite als auch auf der Kreuzfahrtseite. Und in dieser Kombination sind wir, glaube ich, sehr, sehr gut aufgestellt. Und das rollen wir jetzt aus. Und das ist der Mindshift, das ist die neue TUI, an der wir arbeiten. Das sind auch hohe Investitionen und trotz der hohen Investitionen haben wir, glaube ich, wenn jetzt in den nächsten Tagen wieder auch unser zweites Quartal berichten, sind wir in einem nicht einfachen Markt. Ich habe gesagt, Deutschland ist nicht einfach, England gilt ähnliches, sind wir doch sehr, sehr gut unterwegs durch insbesondere unsere Auslandsaktivitäten. In welchem Feld wachsen Sie am stärksten derzeit? Also muss man unterscheiden, ertragsmäßig und umsatzmäßig. Ich sage mal, das attraktivste Geschäftswelt ist sicherlich die Hotellerie, die Auslandshotellerie. Also wie gesagt, in... Immer noch, ich wundere mich. Weil man denkt, dass Airbnb und ähnliche Formen von individuellen... Ja, die kommen ja gerade massiv unter Druck. Das sehen wir auch. Also erstmal völlig unabhängig von dem Druck wächst die Hotellerie, die gute Hotellerie, ich sage immer die gute und die man sich noch leisten kann. Also ein gutes Vier-Sterne-Produkt, ein einfacher, einfach ist jetzt Widerspruch in sich, aber ein Fünf-Sterne-Produkt eher am unteren Rand. Das sind sehr, sehr stabile Ertragsfelder. Dazu kommt...Gerade wenn man das in den richtigen Regionen macht, dass ein Hotel braucht ja die Kunden nicht unbedingt aus Deutschland alleine oder aus England alleine. Was uns sehr, sehr gut gelingt, ist, dass wir neue Zielgruppen erschließen. Das kann ein Kunde aus dem Mittleren Osten sein, das kann ein Kunde aus Nordamerika. Mallorca hat Flugverbindungen neuerdings nach New York. Wenn das Produkt... Unique ist, sich differenziert und deshalb gucken wir jede Woche auf unsere Kundenzufriedenheit und da sehen wir, und wenn das nicht so wäre, hätten wir ein Problem, dass unsere eigenen Produkte oder die der Kernpartner besonders gut performen. Stimmen die Branchenreports, die man immer wieder liest, rund um Reisemessen und so weiter, dass der Neukunde, also die neuen Reisekunden individueller und auch ökologisch nachhaltiger urlauben wollen? Spüren Sie das im Sinne von, ich möchte mir modular alles bei meiner Reise zusammenbinden und ich möchte keine Pauschalpakete, wo ich nichts mehr verändern kann? Also das Pauschalpaket ist ja sehr dynamisch geworden. Also deshalb das klassische Pauschal, deshalb gucken wir auch nach einem anderen Namen aktuell, ist ein tradierter Ausdruck für etwas, was heute gar nicht mehr so ist. Und natürlich gibt es den Kunden, der auch eine Komponente kaufen will, der auch bei uns das Hotelbett isoliert kauft vom Flug. Deshalb ist es für uns wichtig, die verschiedenen Bereiche zusammenzubringen und deshalb auch dieser starke Fokus auf dynamisch paketieren zu gucken. Was liegt gerade im Hochregallager im Bereich Hotel, was liegt im Flug und dann nach Kundenwünschen heute zusammenzupacken. Und diese neue Flexibilität, das ist, was der Kunde will. Um auf das Thema rein individuell, also Airbnb und ähnliches,Produkte hineinzugehen. Wir haben es auf den Kanaren erlebt, wir haben es in Dubrovnik erlebt, wir haben es in Venedig erlebt. Das ist eine Reiseform, die auch in einigen Teilbereichen negative Punkte hervorruft, was den Wohnraum, der nicht mehr in dem Maße, wie er notwendig ist, zur Verfügung steht, der lokalen Bevölkerung und damit hohe Preiserhöhungen für solche Themen. Und deshalb sehen wir in der Reminiscence auch der alte Ausdruck Pauschalreise, kommt neuer Ausdruck. Und deshalb sind wir auch dort wieder in einem Wachstumsfeld. Das hatten wir so nicht erwartet, aber das können wir aktuell sehen. Interessant, weil das wäre mein nächster Punkt gewesen. Wir erleben ja einen massiven Widerstand in großen, beliebten Reisezielen. Sie sprachen es an, Mallorca, Kanaren, Venedig, gegen den typischen Touristen, der in jeden Winkel eines Naturschutzgebiets reingehen will, in jede Tropfsteinhöhle, wo vorher eben keiner drin war. Und gleichermaßen wollen die Menschen aber weiter reisen, urlauben und möglichst das erleben, was der andere noch nie erlebt hat. Wie kann man diesen Widerspruch auflösen? Wir sehen diesen Widerspruch so nicht. Aber Mallorca, Kanaren, der Länder, derjenigen, die dort leben, der Städte, der... Der Administration. Also Pauschalaussagen sind manchmal gut, differenzierte Betrachtung ist besser. Es gab jetzt gerade, ich weiß nicht, diesen Artikel, der für die Kanaren publiziert wurde, Befragung, ist eine breite Unterstützung vorhanden und wirklich Breitest-Unterstützung vorhanden für Hotelurlaub. Der Hotelurlauber hat sein Zimmer.Mit dem Bus 50 Gäste in das Hotel gebracht, die lokale Belieferung von Lebensmitteln. Und das ist wertschöpfend. Was schwierig ist, ist der Individualtourismus. Drei Tage, der Pauschalreise in der Regel 10, 11, 12 Tage. Drei Tage, Mietwagen, Wohnung. Und das kommt sehr, sehr stark unter Druck. Was nicht heißt, auch das ist, glaube ich, ganz wichtig, dass es Gebiete gibt, wo nicht nur der Eindruck entsteht, wo man auch als eigener Konsument meint, das sind aber jetzt sehr, sehr viele Touristen. Und da sage ich immer wieder, das ist die Aufgabe der Politik, zu sagen, wie viel Tourismus möchte ich. Und wir lenken sehr, sehr stark unsere Investitionen in Gebiete, wo Kunden erwünscht sind und wo sie wirklich auch Wert schaffen. Kap Verden ist ein typisches Beispiel, Ägypten ist ein typisches Beispiel. Und im Übrigen ist dieses Phänomen nicht neu. Ich komme von einer deutschen Ostseeinsel. Das Thema Overtourismen habe ich als Einwohner schon seit Jahrzehnten erlebt. Und da ist die Frage, wie gehen wir damit gut um? Wie geht die Politik damit gut um? Denn wir leben davon, dass unsere Gäste fröhlich empfangen werden und wir leben davon, dass unsere Gäste glücklich sind. Und dazu fühlen wir uns verpflichtet. Und daher auch das Thema Sustainability im Hotelbereich, sagen wir in den nächsten zehn Jahren, um da wieder konkret zu werden, werden unsere Hotels carbon free sein. Sie sind auf dem Weg, plastikfree zu sein. Wir sind auf dem Weg, den Wasserverbrauch zu halbieren. Wir sind auf dem Weg, den ganzen Verkehr zu elektrifizieren.Und deshalb auch... Zwischen den Flughäfen und den Hotels, meinen Sie? Genau. Die Shuttlebusse und so weiter. Wir sind dabei. Wir haben eine E-Charge-Karte gerade in den letzten Tagen auf den Markt gebracht. Wir werden unsere Hotels ausstatten mit Elektrotankstellen. Also wir füllen uns... Mindestens 46% weniger Emissionen bis 2030, richtig? Ist der Plan bei den Hotels. Also es gibt einen Plan, für den wir uns bei den SBTI-Targets verpflichtet haben, die auch jährlich überprüft werden. Unser eigener Plan ist viel ambitiöser. Und auch realistisch? Ich finde 50% bis 2030 schon eine Ansage. Also, wenn wir es nicht schaffen, in dem Bereich 100% zu erreichen, dann haben wir es nicht genau genug gewollt. Kreuzfahrten mit minus 30 Prozent ist nicht so ambitioniert. Die technischen Voraussetzungen sind andere. Und ich glaube, wir dürften auch dort nicht vergessen, wir haben heute die effizienteste Flotte, die es auf der Welt gibt mit unseren Kreuzfahrten. Die Kritiker sagen, man müsste das Geschäftsmodell komplett beenden. Ja, die Kritiker, ich sage mal, da ist sehr viel Demagogie dabei. Es gibt kaum eine ökologisch sinnvollere Reiseform als Kreuzfahrten. Und auch wenn das nicht gehört werden will, es ist so. Und wenn dazu noch kommt, dass die Emissionen, die ja heute sowieso sehr gering sind durch die ganze Abgasreinigung, dahin ausgedehnt werden, dass wir über mit Green Fuels fahren, dann ist dieses Thema sowieso erledigt. Und das Hauptthema in den Häfen erledigen wir heute, wo es denn von der Infrastruktur möglich ist mit Elektrizität. Also wir sind dort auf einem sehr, sehr...sehr guten Weg und das lassen wir uns auch von keinem kaputt reden. Ganz im Gegenteil, wir nutzen diesen Schwung, um diesen Weg noch massiv zu beschleunigen. Die Kreuzfahrten als ökologische Urlaubsform, das ist eine neue Perspektive? Und damit muss es ja nicht falsch sein. Wo machen Sie selbst Urlaub dieses Jahr zum Abschluss? Klassische Frage. Auf einer deutschen Ostseeinsel. Und Sie fahren mit dem Nachtzug hin? Ich fahre da mit dem Auto hin. Es ist die Insel Fehmarn. Sie wissen, wir haben den Weltbau, wir haben im Augenblick keine Zugverbindung dorthin. Es ist übrigens unfassbar, dass die Dänen das in ein paar Jahren bauen und wir mit dem Hinteranschluss. Das zeigt wieder das deutsche Dilemma. Es ist unfassbar, was dort passiert über Jahre oder nicht passiert über Jahre. Und deshalb wird es, glaube ich, vor 29 oder 30 gar keine Anbindung ab Hamburg oder Kopenhagen geben. Wir wünschen Ihnen jedenfalls gute Reise. Vielen Dank, Herr Ebel. Gerne.Und zum Nachtisch gibt es eine kuriose Meldung aus Italien. Dort ist der neue Trendsport Papi-Yoga verboten worden und zwar aus Tierschutzgründen. Was die Italienerinnen und auch Italiener so liebten, war Yoga zu machen, also im heraufschauenden Hund, im herabschauenden Hund zu stehen oder im Savassana zu liegen. Und um sie herum purzeln kleine Welpen, krabbeln auf sie drauf und gucken sie mit großen Kulleraugen an. Das war auch auf Social Media extrem beliebt. Aber für die Welpen und es gab auch zum Teil Katzen, die dabei waren, dann war es Kitty, Yoga, war es nicht so toll. Tierschützer äußerten die Sorge, dass die kleinen Tiere mit der Situation komplett überfordert sind, weil sie wahrscheinlich gar nicht wissen, was diese Übungen sein sollen, die ihren eigenen Namen tragen. Und deshalb hat nun das Tierschutzministerium in Rom verboten, dass Tiere während der Yogastunden dabei sind. Das ist künftig illegal. Und wir sind der Meinung, gut so, man kann diese wunderbaren Übungen auch machen, wenn kleine Kinder im Raum sind zum Beispiel oder einfach, wenn man mal seine Ruhe hat. Denn das ist ja auch so wahnsinnig wichtig. Und mit der Hoffnung auf Ruhe und Frieden entlasse ich Sie in den heutigen Tag und wünsche Ihnen einen schönen Tag.Schönen Feiertag morgen. Da sind wir natürlich auch wieder für Sie da. Darauf freue ich mich schon jetzt. Wünsche Ihnen alles Gute. Ihre Helene Bubrowski. Table Today mit Michael Bröker und Helene Bubrowski. Ich bin manchmal ein bisschen zu ehrlich, aber ganz im Ernst, ich mag es einfach klar, ohne Überraschungen. Genau deshalb bin ich bei Frank, dem einfach Mobilfunkanbieter. App runterladen, Tarif bestellen, fertig. 20 GB für 10 Euro. In bester D-Netz-Qualität. Monatlich kündbar, keine versteckten Kosten. Und das Beste ist Frank for Friends. Ich schicke einfach meinen Code an meine FreundInnen. Und jedes Mal, wenn jemand darüber startet, kriegen wir alle dauerhaft extra Datenvolumen. Kein Drama, keine Geheimnisse. Also, probier's mit Frank. Ist ehrlich einfacher.