Themenschwerpunkte


Ausländische Investoren in Chinas Häfen willkommen

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  • In der Debatte um den Einstieg von Cosco in den Hamburger Containerterminal Tollerort geht es unter anderem auch darum, ob China umgekehrt ausländische Investitionen in seine eigenen Hafenterminals zulassen würde.
  • Offiziell finden sich auf Pekings „Negativliste“ keinerlei Beschränkungen für den ausländischen Betrieb von Hafenterminals. Im Gegenteil, Investitionen in den „Bau und Betrieb von öffentlichen Hafenterminals“ werden ermutigt und mit Steuer- und Grundstücksvergünstigungen gefördert. Sowohl chinesische als auch ausländische Unternehmen müssen für den Betrieb von Hafenanlagen eine Lizenz erwerben.
  • In der Praxis sind die Häfen des Landes auch für ausländische Beteiligungen offen. Derzeit sind an mindestens 34 Hafenterminals ein oder mehrere ausländische Investoren beteiligt.
  • Zu den größten ausländischen Investoren gehören APM Terminals (Maersk) aus Dänemark mit 11 Terminals, PSA aus Singapur mit 10 Terminals und das private Unternehmen Hutchison aus Hongkong mit 9 Terminals. Noch vor der Übergabe Hongkongs (die Regeln für ausländische Investitionen gelten auch für Hongkong) investierte Hutchison 1992 erstmals in China.
  • Weitere ausländische Terminalbetreiber sind Nippon Yusen aus Japan, DP World aus Dubai und Wallenius Wilhelmsen aus Norwegen/Schweden.
  • Jedoch halten ausländische Investoren in lediglich vier Fällen mehr als 50 Prozent der Anteile an einem Terminal, was auf eine de facto Barriere für den Erwerb größerer Anteile durch ausländische Investoren und damit auf inoffizielle Investitionsbeschränkungen hinweisen könnte.
  • Bei Joint-Venture-Partnern handelt es sich in der Regel entweder um örtliche Hafenunternehmen oder um nationale chinesische Hafenbetreiber wie Cosco.

Sinolytics ist ein europäisches Beratungs- und Analyseunternehmen, das sich auf China spezialisiert hat. Es berät europäische Unternehmen bei der strategischen Ausrichtung und den konkreten Geschäftsaktivitäten in der Volksrepublik.

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