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Hunderte Hongkonger suchen Asyl im Ausland

Seit den Protesten gegen das „Gesetz über flüchtige Straftäter und Rechtshilfe in Strafsachen“ zwischen Hongkong und Festland-China im Sommer 2019 haben 470 Hongkonger Asyl in sechs westlichen Staaten gestellt, wie aus einer Recherche der South China Morning Post hervorgeht. Der Großteil der Anträge entfällt auf Australien (305) und Großbritannien (121). In Deutschland haben im vergangenen Jahr laut Angaben der Bundesregierung drei Hongkonger einen Asylantrag gestellt. Zwei Anträge wurden gewährt und einer abgelehnt. Steve Tsang, Direktor des China-Instituts an der School of Oriental and African Studies (SOAS) in London sagte der SCMP, die Tatsache, dass diese Länder so viele Anträge bearbeiten, spiegelt eine bedeutende Veränderung in der Wahrnehmung der Menschenrechtssituation in Hongkong durch führende westliche Demokratien wider. Allerdings sind die Asylanträge mit langwierigen bürokratischen Hürden verbunden. Von den 100 Hongkongern, die in den letzten zwei Jahren in Großbritannien Asyl beantragt haben, waren bisher nur drei erfolgreich. Sieben wurden abgelehnt und 20 zogen ihre Anträge zurück. Der Rest warte noch immer, berichtet die SCMP. nib

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