Cyberangriffe: EU verhängt Sanktionen gegen Firmen aus China und Iran

Drei Firmen aus China und eine aus Iran werden wegen ihrer Beteiligung an Cyberangriffen auf kritische Infrastruktur von der EU mit Sanktionen belegt.

16. März 2026
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Die Europäische Union hat am Montag Sanktionen gegen zwei in China ansässige Unternehmen und eine iranische Firma wegen Cyberangriffen auf Mitgliedstaaten verhängt. Bei den Unternehmen handelt es sich nach Angaben der EU um die in China ansässigen Firmen Integrity Technology Group und Anxun Information Technology sowie das iranische Unternehmen Emennet Pasargad.

Integrity Technology Group soll Cyberangriffe ermöglicht haben. Bei diesen sollen mehr als 65.000 Geräte in sechs EU-Mitgliedstaaten kompromittiert worden sein. Die Firma Anxun Information Technology soll wiederum Hacker-Dienstleistungen bereitgestellt haben, die auf kritische Infrastruktur abzielten. Zwei Mitgründer des Unternehmens wurden von der EU wegen ihrer Beteiligung an Cyberangriffen persönlich auf die Sanktionsliste gesetzt.

Das iranische Unternehmen Emennet Pasargad soll Werbetafeln manipuliert haben. Dies soll während der Olympische Sommerspiele 2024 geschehen sein mit dem Ziel Desinformation zu verbreiten. Die Sanktionen gegen die drei Unternehmen umfassen das Einfrieren von Vermögenswerten sowie Einreiseverbote für die betroffenen Personen. Bürger und Unternehmen der EU dürfen den gelisteten Firmen keine finanziellen Mittel zur Verfügung stellen. rtr/Fabian Peltsch

Letzte Aktualisierung: 27. März 2026