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Analyse

Brüssel will vier kritische Technologien vor China schützen

Binnenmarkt-Kommissar Breton spricht vom „Ende der Naivität": Das EU-Parlament hat ein lang erwartetes Handelstool gegen wirtschaftliche Erpressung freigegeben. Die Kommission legt außerdem eine Liste mit kritischer Technologie vor, die es vor der Volksrepublik zu schützen gelte. Wie das ganz genau funktionieren soll, weiß keiner.

Von Amelie Richter

Daten zur Energieversorgung werden zum Staatsgeheimnis

Chinas Nationale Energiebehörde fordert, undichte Stellen zu stopfen und schwört die Branche auf Geheimhaltung ein. Doch die Mitteilung ist ein paar Tage später aus dem Netz verschwunden. Klar ist aber, dass die Geheimniskrämerei noch weiter zunimmt. Zuverlässige Daten zu Chinas Energiewende sind auch jetzt schon schwer zu bekommen.

Von Christiane Kuehl

TM_China_Unternehmensbeteiligungen

Betriebsräte mögen chinesische Investoren – meistens

Nach chinesischen Übernahmen deutscher Unternehmen funktioniert die Zusammenarbeit mit Arbeitnehmervertretungen meist besser als erwartet. Denn chinesische Investoren arbeiten mit den Gesetzen, die sie vorfinden. Für deutsche Arbeitnehmer sind da gute Nachrichten.

Von Christian Domke Seidel

„Ich muss nicht in Xinjiang sein, um zu beweisen, was dort passiert“

Die uigurischstämmige Video-Bloggerin Shahnura Kasim klagt auf Tiktok und Instagram die Menschenrechtslage in Xinjiang an. Dass in der autonomen Region wieder Normalität eingekehrt sei, wie zwei deutsche China-Forscher unlängst in einem Zeitungsartikel erklärten, hält sie für eine fahrlässige Behauptung. Sie könne nach wie vor nicht mit ihrer Familie in Kontakt treten. Die Menschen auf der Straße hätten noch immer Angst, offen zu sprechen, sagt sie im Gespräch mit Fabian Peltsch.

Von Fabian Peltsch

Finanzdialog zeigt Willen zu gegenseitiger Marktöffnung

Beim dritten Hochrangigen Deutsch-Chinesischen Finanzdialog in Frankfurt am Main ging es vor allem um mehr Kooperation. In Zeiten des „De-Risking“ sprachen sich Bundesfinanzminister Christian Lindner und Chinas Vizepremier He Lifeng für mehr Marktöffnung und Zusammenarbeit bei internationalen Fragen aus. Die Finanzpolitik scheint ein Feld zu sein, das noch nicht vornehmlich von Rivalität geprägt ist — auch wenn wenig konkrete Details verlauteten.

Von Christiane Kuehl

Taiwan rüstet gegen China auf

Mit neuen, teuren Rüstungsprojekten will Taiwan die Abschreckung gegenüber der Volksbefreiungsarmee hochfahren. Ziel ist vor allem das Durchbrechen einer möglichen Blockade. Doch die Insel bereitet sich auch auf hybride Kriegsführung vor – und stärkt die Abwehr von Desinformationskampagnen.

Von David Demes

Langsamer Stromnetz-Ausbau bedroht Energiewende

Trotz massiver Investitionen in Wind- und Solarkraftwerk könnte Chinas Energiewende ernsthaft in Gefahr geraten. Der Grund: Der Ausbau der Stromnetze kommt nicht schnell genug voran. Vor allem der Mangel an Fernleitungen wird für Peking zum Problem.

Von Nico Beckert

Wissenschafts-Akademie verpflichtet sich zur „Liebe für die Partei“

Erzwungener Patriotismus: Forscher der chinesischen Akademie der Wissenschaften müssen sich künftig in einem neuen Verhaltenskodex zur Parteitreue verpflichten. Deutsche Forschungseinrichtungen und der DAAD behalten die Zusammenarbeit vorerst bei. Sie sehen in dem Kodex eine explizite Ausformulierung von Vorgaben, die zuvor ohnehin schon galten.

Von Redaktion Table