Wie führen Innovation, Wachstum und Investitionen zu mehr Wachstum – und zu steigenden Median-Haushaltseinkommen?

Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp plädiert für kapitalmarktorientierte Altersvorsorge als Hebel für mehr privates Kapital und nachhaltiges Wachstum. Dadurch könnten Median-Haushaltseinkommen steigen und das Rentensystem entlastet werden.

17. Januar 2026
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Bettina Orlopp ist seit Oktober 2024 CEO der Commerzbank. (picture alliance / SZ Photo | Sepp Spiegl)

Die Antwort auf stockende Median-Haushaltseinkommen liegt für Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp nicht in staatlichen Transfers, sondern im Kapitalmarkt. Ihre These: Erst wenn Europa privates Kapital systematisch mobilisiert, entsteht nachhaltiges Wachstum, das bei den Menschen ankommt.

Der Hebel dafür ist eine kapitalmarktorientierte Altersvorsorge. „Wie stärken wir den Kapitalmarkt? Indem wir mit kapitalmarktorientierter Altersvorsorge privates Kapital mobilisieren“, sagt Orlopp im Vorfeld des World Economic Forum in Davos zu Table.Briefings. Der Mechanismus: Wenn Bürgerinnen und Bürger ihre Altersvorsorge am Kapitalmarkt anlegen, fließt Geld in Unternehmen – und gleichzeitig wird privates Vermögen aufgebaut.

Orlopp sieht darin einen doppelten Effekt. Das Rentensystem werde entlastet, gleichzeitig steige die finanzielle Sicherheit der Menschen. Voraussetzung sei jedoch ein funktionierender Kapitalmarkt: „Mehr Tiefe, mehr Liquidität und weniger Fragmentierung sind unverzichtbar, um wirtschaftliches Wachstum zu fördern.“

Die Finanzbranche müsse dabei drei Rollen übernehmen: passende Produkte entwickeln, aktiv kommunizieren und finanzielle Bildung fördern. Nur so könne die „Verantwortung wahrgenommen“ werden, in die Zukunftsfähigkeit des Standorts zu investieren. Alex Hofmann

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Letzte Aktualisierung: 17. Januar 2026