Rüstungsindustrie: Wie Bayern mit dem geplanten Defense Lab Erding seine Standortpolitik strategisch weiterdenkt

23. Mai 2026

Die bayerische Staatsregierung und das Bundesverteidigungsministerium wollen den Fliegerhorst Erding bei München zum „Defense Lab Erding“ ausbauen. Das neue Innovationszentrum soll Wirtschaft, Forschung und Bundeswehr enger vernetzen und Bayern als führenden europäischen Standort für Rüstungs- und Verteidigungstechnologien stärken. Dafür sollen 22 Hektar Fläche vom Bund an die Stadt übergehen. Ministerpräsident Markus Söder bezeichnete das Vorhaben als „modernstes Kreativlabor der Bundeswehr“. Parallel entstehen in der Region weitere Rüstungs- und Technologiestandorte, etwa ein geplanter „Defense Innovation Campus“ des Münchner KI- und Rüstungsunternehmens Helsing im nahegelegenen Hallbergmoos.

Das Defense Lab baut auf bereits bestehende Einrichtungen in Erding auf, darunter das Innovationszentrum der Bundeswehr und ein neues Drohnenabwehrzentrum der bayerischen Polizei. Geplant sind unter anderem sogenannte „DefTech Forges“, bei denen Unternehmen ihre Technologien gemeinsam mit Forschungseinrichtungen und der Bundeswehr bis zur Einsatzreife weiterentwickeln sollen. Während Politik und beteiligte Institutionen das Projekt als wichtigen Schritt für Bayerns Verteidigungsindustrie sehen, gibt es aus Teilen der Münchner Rüstungsbranche auch Skepsis: Der konkrete Mehrwert des neuen Defense Labs sei gegenüber bestehenden Strukturen bislang noch nicht vollständig erkennbar. Welche weiteren Ausbau- und Innovationspläne Bayern für die Verteidiungsindustrie verfolgt, lesen Sie im Security.Table. Katharina Horban

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Letzte Aktualisierung: 23. Mai 2026