Krankenkassenreform: „Wir haben genug Geld im System“

01. April 2026
Will bei den Ausgaben ansetzen: die Vorstandsvorsitzende der AOK, Carola Reimann. (AOK)

Die Vorstandsvorsitzende der AOK, Carola Reimann, ist zuversichtlich, dass die Versicherten durch die GKV-Reformmaßnahmen nicht zusätzlich belastet werden. „Wenn man alle relevanten Maßnahmen auf der Ausgabenseite umsetzt, dann braucht es meiner Ansicht nach keine Leistungskürzungen und es braucht auch keine zusätzlichen Belastungen der Versicherten wie zum Beispiel Zuzahlungen oder die Streichung der Mitversicherung von Ehegatten“, sagte Reimann im Podcast Table.Today. „Ich bin der Meinung, wir haben genug Geld im System, man muss bei den Ausgaben ansetzen.“

Die Versicherten seien in den letzten Jahren in Vorleistung gegangen mit immer höheren Zusatzbeiträgen. Sie lobt die Vorschläge der Finanzkommission Gesundheit vom Montag als „umfängliches, gut fundiertes, solides Maßnahmenpaket“. Die Kommission adressiere die größten Kostentreiber – die Krankenhäuser, der ambulante Bereich, die Arzneimittel – und habe wirksame Vorschläge vorgelegt. Reimann fordert, dass die Vorschläge nun auch schnell umgesetzt werden. „Die eigentliche Arbeit kommt jetzt und da muss Politik natürlich Mut und Entschlossenheit beweisen“, sagt die ehemalige niedersächsische Gesundheitsministerin im Podcast von Table.Briefings. Helene Bubrowski

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Letzte Aktualisierung: 01. April 2026