Gegen Meta und Tiktok: Vestager will europäische Antwort fördern

Europas Tech-Dominanz ist gefährdet: Meta entzieht dem Kontinent jährlich 50 bis 60 Milliarden Euro. Ex-Kommissarin Vestager will mit „Rebuild“ heimische Plattformen fördern und Investoren zum Umdenken bewegen.

17. Januar 2026

Meta zieht jährlich rund 50 Milliarden Euro aus Europa ab – Geld, das europäische Arbeitsplätze, Start-ups und Werbeeinnahmen finanzieren könnte. Die ehemalige EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager sieht darin eine der größten verpassten Chancen des Kontinents. Mit der Initiative „Rebuild“ will sie nun europäische Social-Media-Plattformen sichtbar machen und fördern – über 120 seien bereits registriert. „Unsere News, unsere Communities, unsere Demokratie hängen von US-amerikanischen oder chinesischen Social-Plattformen ab“, sagte Vestager auf der Digital-Life-Design-Konferenz in München.

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Vestager warnt vor weiteren Abhängigkeitsfallen. „Wir haben uns auf Russland für Gas verlassen, und wir haben gesehen, was daraus geworden ist. Wir verlassen uns auf China für kritische Mineralien, als Markt, für Produktion. Wir verlassen uns auf die USA nicht nur für Sicherheit, sondern auch für Technologie“, so Vestager.

Ihr Rezept sei bewusst simpel gehalten: europäische Gesetze durchsetzen, Alternativen sichtbar machen, digitale Abhängigkeit reduzieren. Die Wettbewerbsgesetze seien bereits da, um Gatekeeper am Marktmissbrauch zu hindern. „Wir haben ausgezeichnete Gesetze, um sicherzustellen, dass jede Social-Media-Plattform sicher zu nutzen ist“, betonte sie.

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Letzte Aktualisierung: 17. Januar 2026