DAX 40: Wenig Transparenz beim Zertifikatekauf

13. Mai 2026

Die im größten deutschen Aktienindex gelisteten Unternehmen legen nur wenige Informationen zu ihren freiwillig erworbenen CO2-Zertifikaten offen. Zudem sind die Projekte, die sich identifizieren lassen, häufig nicht klimawirksam. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Unternehmens Senken, das Käufer von CO2-Zertifikaten berät, und der britischen Agentur Sylvera, die Daten und Ratings zum Zertifikatemarkt anbietet. Der Bericht lag Table.Briefings vorab vor.

Für ihre Betrachtung zogen die Autoren die CSRD-Reports von 39 DAX-Unternehmen für 2025 heran und recherchierten in weiteren öffentlichen Quellen. Dabei stellten sie fest, dass sich lediglich 55 Prozent der Zertifikate zurückverfolgen lassen. Zudem fiel mehr als die Hälfte der identifizierten Zertifikate durch das Bewertungsraster von Sylvera. „Ich war überrascht, dass wir so wenig Informationen in den CSRD-Reports gefunden haben“, sagt Senken-Gründer Adrian Wons. Denn anders als vor fünf Jahren gebe es inzwischen die Infrastruktur, „um es richtig zu machen“. Unternehmen könnten auf Beratungen, Ratings, Guidelines und hochwertige, klimawirksame Projekte zurückgreifen. Warum Transparenz zudem kein Garant für Qualität ist, lesen Sie im ESG.Table. Marc Winkelmann

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Letzte Aktualisierung: 13. Mai 2026