Beschaffung: Eröffnung des Innovationszentrums wird von Lob, Hoffnung und Skepsis begleitet

07. Februar 2026

Verteidigungsminister Boris Pistorius eröffnete in Erding das neue Innovationszentrum der Bundeswehr, das als zentrale Anlaufstelle für Start-ups, Industrie, Beschaffungsamt und Truppe dienen soll. Ziel ist es, Innovationen wie Drohnenabwehr, KI-gestützte Drohnenschwärme oder Lasersysteme schneller in die Truppe zu bringen und die bisher fragmentierten Entwicklungsaktivitäten zu koordinieren. Viele Start-ups, darunter Arx, Alpine Eagle und Helsing, begrüßen das Zentrum, da es bisher fehlende Harmonisierung der zahlreichen Innovationsansätze bieten könnte. Gleichzeitig äußern Vertreter aus der Industrie Skepsis, ob das Zentrum die Balance zwischen Bearbeitungskapazität und der für Innovation notwendige Agilität halten kann.

Das Innovationszentrum baut auf bestehenden Erfahrungen auf, etwa vom Cyber Innovation Hub in Berlin, und plant Wettbewerbe wie die SPECTRA Challenge, um neue Technologien gezielt zu fördern. Unter der Leitung von Flottillenadmiral Christian Bock soll das Zentrum auf 250 bis 300 Stellen anwachsen, weitere Standorte, etwa in Schleswig-Holstein, sind geplant. Mit dieser Initiative soll Innovation in der Bundeswehr kein „Beiboot“ mehr sein, sondern fest in der Truppe verankert werden – auch wenn die praktische Umsetzung und der spätere Erfolg noch abgewartet werden müssen. Mehr dazu lesen Sie im Security.Table. Wilhelmine Stenglin

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Letzte Aktualisierung: 07. Februar 2026