440 Milliarden Euro Wertschöpfungspotenzial durch Künstliche Intelligenz

Google eröffnet erstes KI-Zentrum in Deutschland. Neue Studie sieht erhebliche wirtschaftliche Chancen durch Künstliche Intelligenz für verschiedene Bereiche.

07. März 2026

Google hat in Berlin sein erstes KI-Zentrum in Deutschland eröffnet. Das Google AI Center soll Grundlagenforschung, Unternehmensanwendungen und gesellschaftlichen Dialog unter einem Dach bündeln. Eine vom US-Konzern beauftragte Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW Köln) beziffert das KI-Wertschöpfungspotenzial für Deutschland auf 440 Milliarden Euro bis 2034.

Die Zahl setzt sich aus zwei Säulen zusammen:

  • 330 Milliarden Euro entstehen durch Produktivitätssteigerung – etwa wenn KI in der Fertigung Qualitätskontrollen automatisiert oder in der Verwaltung Genehmigungsprozesse beschleunigt.

  • Die verbleibenden 110 Milliarden Euro entfallen auf Innovationseffekte.

Dabei handelt es sich nicht um jährliche Effekte, sondern um die kumulierte Summe in den kommenden acht Jahren. „Eine neue Wertschöpfungskette rund um KI entsteht mit neuen Rechenzentren und neuen Anwendungen – und gleichzeitig kann KI in fast allen Bereichen von Unternehmen und öffentlicher Verwaltung die Produktivität erhöhen“, sagte Philipp Justus, Googles Deutschland-Chef.

Der Digitalminister milderte bei der Eröffnungsveranstaltung Souveränitätsbedenken. „Digitale Souveränität heißt nicht, dass man alles alleine macht“, so Karsten Wildberger. Deutschland müsse aber gleichzeitig aus eigener Kraft in Cloud, KI-Lösungen und Start-ups investieren. Regulierung müsse Innovation mehr Raum lassen – bei aller Sicherheitspflicht gegenüber der Technologie. Alex Hofmann

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Letzte Aktualisierung: 07. März 2026