Bürger haben wenig Vertrauen in Distanzunterricht

Bürger haben weniger Vertrauen in Distanzunterricht.
Nur 15 Prozent der Bürger glauben, dass Schulen Distanzunterricht könnten.

Wenig WLAN, wenig Tablets, wenig Kontakt zu den Lehrkräften während der Schulschließungen: Derartige Klagen sind mittlerweile so selbstverständlich wie der Kreidestaub im Klassenzimmer des letzten Jahrhunderts. Doch sollte sich, zwei Jahre nach Beginn der Pandemie, nicht herumgesprochen haben, dass die Schulen aufgeholt haben? Mittel aus dem Digitalpakt fließen. Allerorts sprießen Fortbildungen zu Moodle, Whiteboards oder „Lernen zuhause“. Eine exklusive Civey-Umfrage im Auftrag von Bildung.Table zeichnet nun hingegen ein düsteres bildungspolitisches Bild: Die Bürger haben geringes Vertrauen in den digitalen Distanzunterricht. 61 Prozent sehen die Schulen unzureichend auf Distanzunterricht vorbereitet. Lediglich 15 Prozent sind vom Gegenteil überzeugt. 

In NRW sind 120.000 Schüler auf Distanzunterricht angewiesen

Die Umfrage, für die Civey 5.000 Menschen repräsentativ befragte, gibt zudem ein differenziertes Bild zu der Frage: Sollen Schulen unter derzeitigen Inzidenzen offen bleiben? Bisher hatte eine Mehrheit Schulschließungen abgelehnt. In einigen Bundesländern (Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Berlin und dem Saarland) spricht sich eine Mehrzahl der Befragten mittlerweile für die Rückkehr zu Distanzunterricht ab einer Inzidenz von 1.000 aus. Nach Parteipräferenz aufgeschlüsselt zeigt sich, dass CDU-Wähler am ehesten Schulschließungen begrüßen. Bildung.Table hatte am Montag über die Ergebnisse in einer Sonderausgabe berichtet.

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