Taskforce Ukraine: Im föderalen Dickicht

Die von der Kultusministerkonferenz neu gegründete Taskforce Ukraine wird sich in die Anerkennungsprozeduren der einzelnen Bundesländer nicht einmischen. Das teilte die neue Feuerwehrstelle der Kultusminister bei einem Gespräch mit. Das bedeutet, die föderale Zersplitterung des deutschen Schulwesens bleibt trotz der nationalen Herausforderung des Ukraine-Kriegs bestehen. Eine kurze Umfrage in den Ländern von Bildung.Table zeigt: Der Umgang mit den geflüchteten Lehrern wird völlig unterschiedlich gehandhabt. Es gibt eine Gruppe von Ländern, die relativ schnell handelt – andere warten mit ihrer vollen Bürokratie auf.

Zwölfstufiges Anerkennungsverfahren in Berlin

Das Land Berlin etwa lud vergangene Woche zu einem digitalen Meeting für Lehrkräfte aus der Ukraine, um diese über Perspektiven und Berufschancen aufzuklären. In zwei Veranstaltungen – keine davon in russischer oder ukrainischer Sprache – wurden die Möglichkeiten der Mitarbeit vorgestellt. Für die Einstellung als reguläre Lehrkraft müssen Bewerbende Deutsch auf C1-Niveau sprechen und ihre Ausbildung für zwei Fächer des Berliner Lehrplans anerkannt sein. Das sind Voraussetzungen, die keine Lehrkraft aus der Ukraine sofort erfüllen kann.

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