Hackathon: Erst Achtsamkeit – dann Soziokratie

Ein Kirchentag hat zu Anfang seine Morgenandacht. Der Hackathon „Wir für Schule“ hat Vera Kaltwasser. Die ehemalige Lehrerin lehrt jetzt nur noch Achtsamkeit – und hat dafür noch viele andere Schlüsselwörter im Gepäck, die gebildete Gelassenheit transportieren. Wie innere Ruhe und Körperwahrnehmung. Mit ihr beginnen die Tage des Hackathons morgens um halb neun zunächst mit dem richtigen Atmen. 

Kaltwasser hat das Curriculum Achtsamkeit in der Schule – kurz AiSchu – entwickelt. Dahinter steckt eine „Haltung des bewussten Seins“, sagt sie. „Wenn Lehrerinnen und Lehrer nicht diese innere Ruhe haben, dann übertragen sie das auf die Schüler.“ Kinder, die nur noch auf Reize reagieren, die auf sie einstürzen – sumsende Handys etwa – kommen gar nicht mehr in den Genuss zu sehen, dass es auch ohne geht. Wie Kinder lernen, dem Impuls des Nachschauens zu widerstehen, wenn eine Nachricht eingeht, das ist eine von Kaltwassers wichtigsten Lektionen. „Wir laufen zu oft auf Autopilot“, sagt sie. Das ist nicht gut. So geschehen Dinge unbewusst, die durch bewusstes Handeln gesteuert werden sollten. 

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