Berlin.Table – Ausgabe 805

Warken macht Tempo + Deutsch-ukrainische Allianz + Grün-schwarzer Schulterschluss

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Talk of the Town

Gesundheitsreform: Warken prescht vor und will 20 Milliarden Euro sparen

Unter dem enormen Druck, bei den Sozialreformen voranzukommen, hat Nina Warken am Dienstag ihre Pläne vorgelegt – und damit schneller, als viele erwartet hatten. 2027 will sie 20 Milliarden Euro im Gesundheitswesen einsparen. Die Lücke für das Jahr wird mit 15 Milliarden bemessen, die fünf Milliarden Diskrepanz plane man als Puffer für „dynamische Entwicklungen“ ein. Noch sind die Details nicht geeint. Die Pläne sollen am 29. April vom Kabinett beschlossen werden, damit sie vor der Sommerpause durchs Parlament gehen können. Am Mittwoch ist Warken in den Gesundheitsausschuss geladen, um ihre Vorhaben zu erläutern.

Mindestens 50 der 66 Vorschläge der zuvor eingesetzten Expertenkommission will sie umsetzen. Zentrale Leitlinien der Reform: Steigerungen von Preisen und Vergütungen sollen an die Kasseneinnahmen gekoppelt werden. „Wir können schlicht nicht mehr Geld ausgeben, als wir einnehmen“, so Warken. Und: Künftig sollen nur noch Leistungen finanziert werden, „die einen nachweisbaren Nutzen“ hätten. Jährliche Hautkrebs-Screenings und Homöopathie sollen etwa wegfallen.

Die Medikamentenzuzahlungen steigen um 50 Prozent – von fünf Euro auf 7,50 Euro als Mindestbetrag beziehungsweise von 10 auf 15 Euro für den Maximalbetrag. Bis 2028 soll die kostenlose Mitversicherung von Ehepartnern, die wenig oder nichts verdienen, größtenteils wegfallen. Für sie fällt dann ein Beitrag von 3,5 Prozent des beitragspflichtigen Einkommens des versicherten Partners an – und damit immer noch deutlich weniger als der Regelsatz. Ausgenommen sind weiterhin Eltern von Kindern unter sieben Jahren, Menschen mit Behinderung, pflegende Angehörige und Personen oberhalb der Regelaltersgrenze – sowie Kinder selbst. Für Minijobber sollen Arbeitgeber künftig einen höheren Pauschalbeitrag zur Versicherung zahlen: 17,5 Prozent statt 13 Prozent.

Die Ministerin sprach von einem „Kraftakt“, bei dem sie mit viel Kritik rechet. Carsten Linnemann hatte sich kurz zuvor mit den Krankenkassen angelegt: Er sagte, die Gesamtzahl der insgesamt über 90 Krankenkassen müsse mindestens um die Hälfte, besser aber auf zehn reduziert werden. Bei den Grünen sorgen Warkens Ankündigungen für Kritik. „Arbeitnehmer und Arbeitgeber werden belastet, milliardenschwere Lobbygruppen geschont“, sagte Janosch Dahmen Table.Briefings. Die Pharmaindustrie komme auffällig gut weg, zentrale Finanzierungsfragen wie die Bürgergeld-Kosten blieben ausgeblendet.

Dass die Ministerin am Dienstag einen Gesetzentwurf öffentlich vorstellt, kam auch für viele SPD-Abgeordnete überraschend. Erst im Laufe des Montags stellte sich heraus, dass Ministerin Warken bei der Pressekonferenz bereits erste Ergebnisse präsentieren wolle. Am Abend traf sich die Ministerin noch mit Teilen der SPD-Fraktion. Wer bei dem Treffen fehlte, war die CSU. Entsprechend ungehalten sei man bei der CSU über das Verhalten der Ministerin, heißt es. Der Gesetzentwurf sei nicht mit den Fraktionen abgestimmt, obwohl diese es mehrfach angeboten hatten.

Table.Today. "Wie schmerzhaft wird die Gesundheitsreform?"

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Energiekrise: Kritik an Übergewinnsteuer und Entlastungsprämie. Die weiteren Maßnahmen der Bundesregierung zur Entlastung der Bürger stoßen teilweise auf Kritik. Arbeitgeberverbände wie Gesamtmetall erklärten, dass vor dem Hintergrund gerade erzielter Tarifkompromisse kaum Spielraum für weitere Prämienzahlungen bleibe. Auch beim DGB hieß es, diese Prämien seien üblicherweise Teil der Tarifverhandlungen.

Auch Bundestagspräsidentin Julia Klöckner lehnt eine mögliche Übertragung der Prämie auf Beschäftigte des öffentlichen Dienstes ab. Dies sei mit Blick auf die angespannte Situation in der Wirtschaft und im Bundeshaushalt kaum vermittelbar, hieß es in ihrem Umfeld. Viele mittelständische Unternehmen wüssten nicht, wie sie eine solche Prämie finanzieren sollen.

Auch die von SPD und CSU forcierte Übergewinnsteuer, die nun auf EU-Ebene überprüft werden soll, dürfte schwer umzusetzen sein. Der Freiburger Ökonom und frühere Wirtschaftsweise Lars Feld hält eine Übergewinnsteuer für „verfehlt”, da die Definition eines solchen „Übergewinns” kaum möglich und immer „willkürlich” sei. Dies habe der Bundesfinanzhof in einem Urteil im vergangenen Oktober deutlich gemacht. Das wirksamste Mittel gegen mögliche Marktmacht der Mineralölkonzerne sei das Kartellamt. Michael Bröcker

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Benzinpreis: Sondersitzung des Bundesrats soll schnelle Umsetzung ermöglichen. Bei der am Montag angekündigten Senkung der Steuern auf Diesel und Benzin drückt die Koalition aufs Tempo: Am Dienstag einigten sich die Regierungsfraktionen auf einen Gesetzentwurf, der bereits an diesem Donnerstag eingebracht werden soll. In der kommenden Woche soll dann schon zweite und dritte Lesung sein. Damit das Gesetz zum 1. Mai in Kraft treten kann, wird nach Angaben aus Koalitionskreisen für Ende April eine Sondersitzung des Bundesrats angestrebt. Denn eine rückwirkende Ermäßigung ist aufgrund der Systematik der Steuererhebung nicht möglich.

Zu den finanziellen Auswirkungen finden sich im Entwurf unterschiedliche Zahlen. Die Entlastung für Verbraucher und Wirtschaft durch die zweimonatige Steuersenkung wird mit rund 1,6 Milliarden Euro angegeben, die Einnahmeausfälle für den Haushalt sollen nur 1,46 Milliarden Euro betragen. Der Unterschied ist dadurch zu erklären, dass durch die Senkung der Energiesteuer auch die Mehrwertsteuer sinkt, was rund 165 Millionen Euro ausmacht. Das BMF geht dem Entwurf zufolge aber davon aus, dass das nicht zu realen Mindereinnahmen führt, weil die gewonnene Kaufkraft zu zusätzlichen Umsätzen in Bereichen führt, bei denen ebenfalls Mehrwertsteuer anfällt. Malte Kreutzfeldt

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Niedrigstes Wachstum aller OECD-Länder. Zeit zu Wenden. INSM

News

Deutsch-ukrainische Konsultationen: Warum die Ukraine für Deutschland so wichtig ist. Was Sicherheitsexperten unter der Hand schon lange fordern, wird offizielle Politik: Deutschland setzt im Bereich Verteidigung auch auf die Hilfe der Ukraine. Kyjiw will so für die bisherige Unterstützung danken und seine Erfahrungen im Abwehrkampf gegen Russland mit Berlin teilen. „Was wir in dieser Kooperation tun, ist nicht nur von Nutzen für die Verteidigung der Ukraine. Es ist auch von besonderem Nutzen für uns, für unsere Sicherheit”, betonte Friedrich Merz im Anschluss an die deutsch-ukrainischen Regierungskonsultationen in Berlin. Die Beziehungen sollen zu einer strategischen Partnerschaft aufgewertet werden.

Das Ziel: Lernen von der Ukraine. Merz sagte, keine Armee sei so kampferprobt, keine Gesellschaft so resilient, keine Verteidigungsindustrie so innovativ. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verwies darauf, dass sich die Erfahrungen seiner Armee jetzt auch im Nahen Osten bewährten. Die Kriege im Iran und in der Ukraine verdeutlichten, wie schwach die Luftverteidigung westlicher Staaten gegen Drohnen und Raketen ist. Die Ukraine ist fast allen Nato-Staaten in beiden Bereichen überlegen. Sie hat nicht nur Erfahrungen bei der Anwendung westlicher Systeme wie etwa Iris-T und Patriot, sie überzeugt die Nato auch mit Gefechtsfeldanalysen, Taktik und neuen Technologien.

Verteidigungsminister vereinbaren enge Kooperation. Dabei geht es um die Stärkung der Luftverteidigung, die Entwicklung unbemannter Systeme und den Ausbau der Rüstungskooperation. Außerdem haben die Minister den Austausch von Gefechtsfelddaten vereinbart. Hinzu kommen Joint-Ventures der Rüstungsunternehmen. Das erste wurde vor zwei Monaten auf der MSC bekanntgegeben; weitere folgen in schnellem Tempo. Deutsche Unternehmen profitieren vom ukrainischen Know-how und ukrainische Unternehmen von sicheren Produktionsstätten in Deutschland.

Zugleich wird Deutschland die Ukraine weiter finanziell unterstützen. So übernimmt Berlin die Kosten für einen Vertrag der Ukraine mit der Firma Raytheon über die Lieferung von mehreren Hundert Patriot-Raketen. Und die deutsche Firma Diehl Defence wird weitere Startgeräte für Iris-T-Luftabwehrsysteme liefern, um kritische Infrastruktur und Städte in der Ukraine zu beschützen. Bezahlt von Deutschland. Gleiches gilt für die Technik zu Schlägen über größere Distanzen (Deep Strikes). Die Rede ist von Investitionen in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro. Wie die Zusammenarbeit aussehen wird, lesen Sie im Security.Table. Viktor Funk, Wilhelmine Stenglin

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Südwest-Regierung: CDU und Grüne wollen bürgerliches Reformbündnis schließen. Es hat lange gebraucht, bis CDU und Grüne in Stuttgart Gräben und Verletzungen überwinden konnten. Aber nach knapp fünf Wochen haben sie den Weg für Koalitionsverhandlungen frei gemacht – und ein Sondierungspapier vorgelegt, das nicht nur hohe Ansprüche formuliert, sondern in weiten Teilen schon wie ein Vertrag klingt. In der Prioritätensetzung, zuallererst der Wirtschaft zu helfen, kann sich die knapp unterlegene CDU gut wiederfinden. Zugleich steht in dem Papier ausdrücklich, dass beide Parteien „Cem Özdemir zum Ministerpräsidenten wählen werden“. Die Botschaft dahinter ist klar: Wir haben lange gerungen, aber wir werden uns nicht mehr auseinanderdividieren lassen.

Die Priorität der künftigen Partner: Wirtschaft, Wachstum und Arbeitsplätze. Durch alle acht Seiten des Papiers zieht sich dieses Ziel. Zollstreit, Irankrise, chinesische Konkurrenz, Russlands Krieg – von all dem sei Baden-Württemberg „so stark betroffen wie kaum eine andere Region Europas“. Deshalb brauche der Südwesten jetzt „eine Politik, die Unternehmergeist und Innovation in den Mittelpunkt stellt. Es braucht eine neue Begeisterung für Leistung und Erfolg“. Um dieses Ziel zu erreichen, will das alte neue Bündnis in künstliche Intelligenz, Robotik, Life Sciences, Quantentechnologie, Photonik, Wasserstoff- und Batterietechnologien, Luft- und Raumfahrt und Defence-Technologien investieren.

Zugleich bleibt ein Thema ganz oben: das Auto. Zwar finden sich auch der Klimaschutz, die Transformation und die Förderung der Elektromobilität in dem Papier. Gleichzeitig heißt es aber, dass „alternative klimafreundliche Antriebskonzepte, klimafreundliche Kraftstoffe und ergänzende Übergangstechnologien wie hocheffiziente Verbrenner und Plug-in-Hybride“ erforderlich seien, um „ein Erreichen der Klimaziele ohne Bruch in der Industrie zu gewährleisten“. Linke Grüne würden sich das sicher anders wünschen. Aber hier sind der MP in spe und sein Koalitionspartner in besonderer Weise auf gemeinsamer Linie.

Grüne und CDU haben sich versprochen, unideologisch zu regieren. Sie wollen als Bündnis der Mitte pragmatisch handeln und „Politik nicht nach ideologischen Kriterien ausrichten“. Dass dabei Gleichberechtigung gilt, spiegelt sich auch in der Verteilung der Ressorts wider: Die Grünen sollen die Ressorts für Finanzen, Umwelt/Klima/Energie, Soziales, Forschung und Bau/Infrastruktur besetzen; die CDU soll die Ressorts Innen, Wirtschaft, Kultus, Verkehr, Landwirtschaft und Justiz erhalten. Personalentscheidungen, so heißt es, seien noch nicht gefallen. Stefan Braun

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Medicproof: Versicherte hoch zufrieden mit Pflege-Begutachtung. Ob per Video, telefonisch oder vor Ort: Die Arbeit von Medicproof, dem medizinischen Dienst der Privaten, wird durchweg positiv bewertet. Das geht aus der jüngsten Versichertenbefragung hervor. Und obwohl sieben Prozent mehr Aufträge eingingen, ist die Bearbeitungszeit bei Medicproof weiter gesunken. (mehr auf pkv.de)

Sondervermögen: BMF will Monitoring für Investitionspaket einführen. Nach der Kritik an der Umsetzung des 500-Milliarden-Euro-Investitionspakets will das Haus von Lars Klingbeil ein sogenanntes Wirkungsmonitoring aufbauen. Das erfuhr Table.Briefings aus Kreisen des BMF. Das Monitoring soll die Wirksamkeit des Sondervermögens besser erfassen. Bereits Anfang April hat das Ministerium dem Haushaltsausschuss ein Konzept für den ersten Monitoringbericht vorgelegt, das am Mittwoch im Haushaltsausschuss beraten werden soll. Ziel des Berichts sei es, Kennzahlen und Zielgrößen zur Wirkung des Sondervermögens abzubilden. Laura Block

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Einladung: Von Daten zu Taten: Umsetzung von Schüler-ID und evidenzbasierter Bildungspolitik. 15. April 17-18 Uhr im Livestream des Bitkom. Kostenlos anmelden

Frühjahrstagung: Klingbeil und Stoltenberg laden zu Krisentreffen. Finanzminister Lars Klingbeil will die Frühjahrstagung von IWF und Weltbank, die am Mittwoch beginnt, nutzen, die finanzielle Unterstützung für die Ukraine auf eine solidere Basis zu stellen. Zusammen mit mit seinem norwegischen Kollegen Jens Stoltenberg will er die größten Geberländer „zu einem Treffen in Washington einladen“, wie er vorab wissen ließ. Denn: „Die finanzielle Unterstützung der Ukraine durch die internationalen Partner muss weiter verlässlich bleiben.“ Im Mittelpunkt der Tagung wird jedoch die Lage im Nahen Osten und in der Straße von Hormus stehen. Im Kreis der Experten will sich Klingbeil austauschen, „welche Maßnahmen am besten geeignet sind, um unsere Wirtschaft und die Märkte zu stabilisieren und besonders hart getroffene Menschen und Unternehmen gezielt zu unterstützen“. Vor Ort dabei ist auch Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan. Laura Block

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AfD Berlin: Wahlkampagne in moderatem Sound. „Berlin stark machen“ werde der zentrale Slogan für die Berlin-Wahl im September, kündigte Landeschefin Kristin Brinker am Dienstag an. Berlin gilt in AfD-Spitzenkreisen als die schwierigste Wahl 2026. Man müsse gleichzeitig Bezirke wie Lichtenberg und Charlottenburg bespielen, was einer Kombination aus Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt entspreche. Auf ostdeutsche Identitätspolitik wolle man nicht setzen, heißt es. Brinker stammt selbst aus Sachsen-Anhalt. Das Wahlprogramm aber werde „natürlich in einer anderen Tonlage gehalten sein“ als das der Kollegen dort, bekräftigte ein Landesvorstand. Ein Schwerpunkt soll auf Wohnen liegen, außerdem auf Bildung, Verkehr und innerer Sicherheit.

Das Grundrecht auf Asyl will die AfD in Berlin, anders als in Magdeburg, nicht streichen. „Das Recht auf Asyl hat im Landeswahlprogramm nichts zu suchen“, sagte der Berliner AfD-MdB Ronald Gläser Table.Briefings. „Aus formalen Gründen und außerdem ist es ein Grundrecht.“ Anders als in Sachsen-Anhalt, wo die AfD ihr Programm am Samstag beschlossen hat, will Landeschefin Brinker nicht pauschal „Kulturfremde“ loswerden, sondern „Illegale“. Die unter Rechtsextremen standardisierte Forderung nach „Remigration“ soll gleichwohl auch bei den Berlinern enthalten sein. Franziska Klemenz

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Satellitennetz: Mittelstand will an Milliardenprogramm teilhaben. Die Bundeswehr plant ein Satellitennetz für rund zehn Milliarden Euro und ist dazu vor allem mit Großunternehmen im Gespräch. Kleinere Firmen fürchten, bei der Vergabe keine Berücksichtigung zu finden. „Unsere Sorge ist, dass dieses Geld neue Monopolstrukturen festigt, statt eine wettbewerbliche, resiliente Raumfahrtindustrie zu ermöglichen“, sagt Max Gulde, CEO des Freiburger Startups Constellr, Table.Briefings.

In einem Brandbrief legen er und etwa 30 weitere Unternehmen ihre Idee eines Space-Ökosystems dar. Es könnte im besten Fall die Interessen von Industrie und Sicherheitspolitik zusammenbringen. Was die Argumente im Einzelnen sind – und wie der Kommandeur des Weltraumkommandos der Bundeswehr, Generalmajor Michael Traut, sowie Raumfahrtministerin Dorothee Bär darauf reagieren, lesen Sie im Space.Table. Nicola Kuhrt

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Schulen: Attacken auf Lehrer nehmen zu. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS), die den Zeitraum von 2015 bis 2024 umfasst. Im Jahr 2024 gab es 1.283 Fälle vorsätzlicher einfacher Körperverletzung – in den Vorjahren waren es zwischen 717 und 1.017 Fällen. Die Zahlen haben eine Debatte über einen besseren Schutz für Lehrkräfte ausgelöst. Der Verband Bildung und Erziehung fordert etwa strengere Gesetze.

Basis könnte ein Entwurf von Stefanie Hubig (SPD) von Dezember 2025 sein. Er sieht härtere Strafen für Angriffe auf Einsatzkräfte vor. Der VBE verlangt, diese Strafen auch auf Angriffe auf Lehrkräfte zu übertragen. Inzwischen ergreifen immer mehr europäische Länder strenge Vorkehrungen gegen Gewalt an Schulen. Dabei zeigt die Forschung: Strafen helfen nur bedingt, die Gewalt zu reduzieren. Was es stattdessen braucht und wie sich die Gewalt im Schulalltag verändert hat, lesen Sie im Bildung.Table.Vera Kraft

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Humanoide Roboter: Chinas Pläne und Deutschlands Chancen. Humanoide Roboter könnten der deutschen Industrie helfen, sich in der aktuellen Krise neu zu erfinden. Das geht aus einer Studie „Humanoid Robots 2026“ der Unternehmensberatung Roland Berger hervor, die Table.Briefings exklusiv vorliegt. Die Stärke deutscher Unternehmen, die es laut der Studie auszuspielen gilt, liegt im Bereich der Physical AI. Dabei geht es darum, dass die Maschinen ihre Umgebung autonom wahrnehmen, komplexe Handlungsabläufe planen und diese ohne programmierte Voreinstellungen fehlerfrei ausführen.

Das Marktpotenzial humanoider Roboter, so die Studie, komme dem Umfang der Autobranche von heute gleich. Bis zum Jahr 2050 halten die Autoren ein Marktvolumen von vier Billionen US-Dollar für möglich. Vor allem chinesische Unternehmen drängen bereits kraftvoll auf den Markt. Sie verfolgen eine aggressive „Deployment-First“-Strategie, wonach viele Roboter früh und unter realen Bedingungen eingesetzt werden. 2025 wurden in China bereits 15.000 Einheiten produziert, in Europa und im Nahen Osten waren es im selben Zeitraum lediglich 100 Stück.

Die Stärken deutscher Unternehmen liegen in der Mechatronik. In der Autobranche und im Bereich der Industrieroboter blicken sie auf Jahrzehnte an Erfahrung zurück. Das Marktpotenzial für Aktuatoren, die mechanischen Gelenke der Roboter, schätzt die Studie für 2035 auf bis zu 105 Milliarden US-Dollar. Was humanoiden Robotern noch zum Durchbruch fehlt, lesen Sie im China.Table. Christian Domke Seidel

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Stromnetze: EU-Aufseher kritisieren Kleinstaaterei. Viele regionale Stromnetzbetreiber sind nach Ansicht der europäischen Regulierungsagentur ACER nur unzureichend für ihre wachsenden Aufgaben ausgestattet. „Die Größe der Verteilnetzbetreiber beeinflusst die Qualität der Versorgungsleistungen für die Nutzer“, schreibt die in Ljubljana ansässige Agentur in einem neuen Bericht. Mit 784 Unternehmen – meist Stadtwerken – hat kein anderes Land in der EU so viele Netzbetreiber, die mit unter 100.000 Kunden von regulatorischen Auflagen ausgenommen sind, wie Deutschland. Relativ zur Einwohnerzahl ist die Netzlandschaft nur in Schweden und Finnland kleinteiliger. Verteilnetzbetreiber müssten die Netze digitalisieren und die Infrastruktur resilienter machen, mahnt die EU-Agentur. Was ACER und andere Experten empfehlen, lesen Sie im Europe.Table. Manuel Berkel

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Neues Textilgesetz: Unwirksam gegen Fast Fashion. Die BMUKN-Vorschläge für ein Textilgesetz ernten nicht nur Kritik aus Zivilgesellschaft und Wissenschaft. Auch die Altkleiderbranche und die Hersteller sind unzufrieden. Ihr Einwand: Das Gesetz könne die ökologischen Negativfolgen von Fast Fashion nicht reduzieren. Die aufgrund von EU-Vorgaben eingeführte Pflicht für Hersteller, für die Sammlung, Sortierung und Verwertung von Alttextilien zu zahlen, habe zwar das Potenzial, zur Nachhaltigkeit von Textilien beizutragen. Mit den geplanten Vorgaben für die Nachhaltigkeitsbeiträge wird das nach Ansicht von Experten jedoch nicht funktionieren. Welche Maßnahmen aus ihrer Sicht notwendig sind, um nicht nur die Altkleiderbranche wirtschaftlich zu stützen, lesen Sie im ESG.Table. Nicolas Heronymus

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Table.Documents

Heads

Isabel Cademartori, 38, Bundestagsabgeordnete aus Mannheim, bewirbt sich zusammen mit dem Ex-Kollegen Robin Mesarosch, 35, als Doppelspitze um den Landesvorsitz der SPD in Baden-Württemberg. Via Instagram warf das Duo am Dienstag den Hut in den Ring. Die Doppelkandidatur kommt überraschend, weil Mesarosch stets als Parteilinker aufgetreten ist („Ich komme aus der einen Ecke der Partei…“), während Cademartori dem Seeheimer Kreis angehört („...und ich aus der anderen Ecke“). Beide kamen 2021 als Neulinge ins Parlament, Mesarosch schied im vergangenen wegen eines schlechten Listenplatzes aus. Er hatte seine Kandidatur bereits vor vier Wochen angekündigt. Nun treten sie als Duo an, „mit Ecken, Kanten und Gemeinsamkeiten“, wie sie erklären. In SPD-Kreisen wird damit gerechnet, dass auch die stellvertretende Landesvorsitzende Dorothea Kliche-Behnke, 44, kandidiert. Gewählt wird die neue Spitze beim Landesparteitag am 20. Juni in Ulm. Horand Knaup

Benedikt Kuhn, Chef der hessischen Staatskanzlei, gerät unter Druck. Der Hauptausschuss des Landtags beschäftigt sich am Mittwoch mit der offenbar freihändigen Vergabe eines Designauftrages. Die schwarz-rote Regierung hatte Ende März ein neues Corporate Design vorgestellt. Dessen Kosten belaufen sich laut FAZ allein für die beauftragte Agentur Ogilvy auf etwa 290.000 Euro. FDP und Grüne haben dringliche Berichtsanträge gestellt. Die Grünen fragen darin nach Kuhns Rolle bei der „internen Vergabevorbereitung und Entscheidungsfindung des Corporate-Design-Prozesses“. Die Vergabe des Auftrags an Ogilvy erfolgte ohne Ausschreibung. Nach Informationen der Grünen ist der CDU-Politiker bis Ende 2023 Managing Director einer kleineren Agentur gewesen, die inzwischen „Teil des globalen Netzwerks der Agentur Ogilvy ist“. Die FDP will wissen, „welche beruflichen oder sonstigen Kontakte zwischen Mitgliedern der Landesregierung beziehungsweise der Staatskanzlei und den beteiligten Agenturen bestanden oder bestehen“. Die Landesregierung teilte der FAZ mit, im Vergabeverfahren habe zu keiner Zeit ein Interessenkonflikt von Mitgliedern der Auswahl-Jury bestanden. (FAZ)

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Best of Table

Security. Table: Ölmultis kehren nach Venezuela zurück. Nach der Entführung von Nicolás Maduro hat sich die Interimsregierung stabilisiert. Seitdem sind auch US-Konzerne wieder an Investitionen interessiert. Welche Branche ebenfalls auf Gewinne im Land hofft, lesen Sie hier.

China.Table: EU-Handelskammer warnt vor Eskalation. Die Handelskammer in China hat die Behörden aufgerufen, Klarheit für die bis November ausgesetzten Exportkontrollen zu schaffen. Die bereits bestehenden Kontrollen würden EU-Unternehmen erheblich treffen. Wo weiteres Konfliktpotenzial besteht, lesen Sie hier.

ESG.Table: Zweifel an Wirtschaftlichkeit des Tiefseebergbaus. Ein Gutachten stellt in Frage, dass sich der Plan eines kanadischen Unternehmens rechnet. Die Firma will als weltweit erste kommerziell Rohstoffe in der Tiefsee abbauen. Was aus Sicht des BDI wichtiger ist als die Kostenfrage, lesen Sie hier.

Bildung.Table: PISA-Studie soll KI-Kompetenz messen. 2029 soll die Fähigkeit zur kritischen Bewertung von KI-Inhalten getestet werden. Warum das laut OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher entscheidend für den Bildungserfolg insgesamt ist, lesen Sie hier.

Europe.Table: Mängel bei Tabakrevision. Der EU-Normenkontrollrat hat die Evaluierung der Tabakkontrolle durch die EU-Kommission gerügt. Diese will im Herbst schärfere Regeln für E-Zigaretten und andere Produkte vorschlagen. Worum es geht, lesen Sie hier.

CEO-Table: Der Iran-Konflikt hinterlässt tiefe Spuren. Die Zahl der Insolvenzen in Deutschland ist im März erneut gestiegen – und der Höhepunkt ist noch nicht erreicht. Auch im April, so viel ist absehbar, werden die Zahlen Rekordniveau erreichen. Welche Branchen jetzt besonders unter Druck geraten, lesen Sie hier.

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Time.Table

Bundestag I: Regierungsbefragung mit Karsten Wildberger und Stefanie Hubig.

Bundestag II: Die Taskforce der Fraktionen von Union und SPD zu den wirtschaftlichen Auswirkungen des Iran-Kriegs kommt zu ihrer vierten Sitzung zusammen.

Außenpolitik I: Internationale Sudan-Konferenz im Auswärtigen Amt. Mit Johann Wadephul.

Außenpolitik II: Die Ukraine-Kontaktgruppe unter Leitung von Boris Pistorius und dem britischen Außenminister John Healey kommt in Berlin zusammen. Mit dabei sind der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow und Mark Rutte. Weitere Informationen

Bildung: Start der Onlinekonferenz #Bildung26. Mit Andrea Nahles und Ingo Behnel, Staatssekretär im BMBFSFJ. Weitere Informationen

Justiz: Eröffnung des Deutschen Richter- und Staatsanwaltstags. Mit Grußwort von Thüringens Justizministerin Beate Meißner (CDU) und Rede von BGH-Präsidentin Bettina Limperg. Weimar. Weitere Informationen

Parteien: Innovationskongress der Unionsfraktion zum Thema Freiheit in Wissenschaft und Forschung. Mit Jens Spahn und Dorothee Bär.

Wirtschaft: Festakt zu 100 Jahren Lufthansa. Mit Friedrich Merz, Patrick Schnieder und Carsten Spohr. Frankfurt am Main

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Must-Reads

Handelsblatt: Ökonomen für „Um-Industrialisierung“ der Wirtschaft. Markus Brunnermeier und Stefan Kolev haben einen Wachstumsplan vorgelegt. Der Fokus solle auf Fähigkeiten statt auf Produkten liegen. Zu ihren Empfehlungen gehören weniger Kündigungsschutz für Topverdiener, staatliche Bildungsgutscheine, eine Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung sowie eine aufkommensneutrale Entlastung kleiner und mittlerer Einkommen durch eine Erhöhung von Spitzensteuersatz oder Mehrwertsteuer.(„Zehn Punkte für Wachstum“)

RND: Verfassungsschutz schafft umstrittene Kategorie ab. Die vor fünf Jahren etwa mit Blick auf die „Querdenker“-Bewegung geschaffene Extremismus-Einordnung „Delegitimierung des Staates“ fällt auf Bundesebene weg. Sie habe an Bedeutung verloren, heißt es zur Begründung. Manche Landesämter halten weiter an ihr fest. Die Kategorie war in der Kritik, aus Sicht mancher Juristen wurde mit ihr auch legitimer Protest kriminalisiert. („Verfassungsschutz schafft neue Extremismus-Kategorie wieder ab“)

Spiegel: Neue Vorwürfe gegen Wolfram Weimer. Aktuelle und ehemalige Jurymitglieder der Stiftung Kunstfonds werfen dem Kulturstaatsminister politische Einmischung vor. In einer Erklärung heißt es, er habe die Namen der aktuellen Mitglieder der Jurys aller Förderprogramme angefordert. Ein Sprecher Weimers wies die Vorwürfe zurück. Die Unterzeichner wollen auch ein Ende des „Haber-Verfahrens“, also der Anfragen beim Verfassungsschutz. („Kunstfonds-Jury wirft Wolfram Weimer ‚Einschüchterungsversuch‘ vor“)

Tagesschau: Änderungen bei Geheimdienst-Kontrolle geplant. Überwachungsmaßnahmen der Dienste sollen nicht mehr von der G10-Kommission genehmigt werden, sondern vom 2022 geschaffenen Unabhängigen Kontrollrat. Der Rat ist mit ehemaligen Richtern besetzt, bisher kontrollieren sie nur die Auslandsaufklärung des BND. Kritiker bemängeln, bei der Änderung würden die sensibelsten Informationen in einer externen Behörde zusammenfließen – das berge Sicherheitsrisiken. („Geheimdienstkontrolle soll neu aufgestellt werden“)

Nicht überlesen!

Tagesspiegel: Neubau des Elisabeth-Selbert-Hauses wird teurer. Die Kosten für das Gebäude an der Adresse Unter den Linden steigen um 28 Millionen Euro, damit liegen die Gesamtkosten bei mindestens 117,4 Millionen Euro. Im Vergleich zu den ursprünglichen Plänen des Bundes haben sie sich damit mehr als vervierfacht. Einziehen soll in den Bau auch die Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung mit einer Ausstellungsfläche. („Kosten für Bundestagsbau erneut gestiegen“)

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Schlagzeilen von morgen

Meistgelesenes von heute

Heute Abend in den Talkshows

Maischberger, 22:50 Uhr: Michael Kretschmer, Omid Nouripour, Karl-Theodor zu Guttenberg, Cherno Jobatey, Kerstin Palzer, Claus Strunz

Markus Lanz, 22:45 Uhr: Sepp Müller, Moritz Brake, Azadeh Zamirirad, Anna Lehmann

phoenix runde, 22:15 Uhr: Philippa Sigl-Glöckner, Michael Eilfort, Antje Höning, Daniel Friedrich Sturm

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Interviews von morgen

Maybrit Illner führt ein Interview mit Wolodymyr Selenskyj unter anderem darüber, wer der wichtigste strategische Partner der Ukraine sei. Jetzt schon in der ZDF-Mediathek, am Donnerstag Abend im linearen TV. Zum Interviews

Deutschlandfunk

6:50 Uhr: Petra Berner, Plan International: Gewalt gegen Frauen im Sudan als Kriegswaffe?

7:15 Uhr: Johann Wadephul, Außenminister (CDU): Sudan-Konferenz in Berlin

8:10 Uhr: Christian Küchen, Mineralölverband: Spritpreise

ZDF

6:35 Uhr: Gerrit Kurtz, SWP: Sudan-Konferenz in Berlin

7:05 Uhr: Klaus Reinhardt, Bundesärztekammer: GKV-Reform

8:05 Uhr: Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern (SPD): Entlastungspaket der Bundesregierung

rbb24–Inforadio

7:05 Uhr: Michael Voigtländer, IW Köln: Fünf Jahre Mietendeckel

7:25 Uhr: Tanja Machalet, Vorsitzende des Gesundheitsausschusses (SPD): GKV-Reform

9:05 Uhr: Christina Jochim, Bundesvorsitzende der Psychotherapeuten-Vereinigung: Demo

phoenix

9:05 Uhr: Wolfgang Ischinger, Vorsitzender der MSC: Gespräche zwischen Israel und dem Libanon

RTL/ntv

7:30 Uhr: Markus Frohnmaier, außenpolitischer Sprecher (AfD): Außen- und Verteidigungspolitik

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Geburtstage von morgen

Vigdís Finnbogadóttir, ehemalige Präsidentin von Island und weltweit erstes weibliches gewähltes Staatsoberhaupt, 96

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Nachttisch

Unser Tipp führt Sie heute in die Antike. Der Historiker Raimund Schulz zeigt in seiner „Globalgeschichte“, dass hinter dem Wort mehr steckt als nur der Glanz von Rom und Athen. Er schildert Handelsbeziehungen, Konflikte und kulturelle Meilensteine wie die phönizische Schrift, die als Grundlage der Alphabetschrift gilt. Von Europa über arabische Länder und den Iran bis zu Indien behandelt Schulz den eurasischen Raum als Ganzes und erläutert Entwicklungen, die bis heute nachwirken. So schreibt er, in China habe es, ähnlich wie in Russland, immer nur ein autokratisches Herrschaftsmodell gegeben. Was auch daran liege, dass sich dort nie das Modell einer „freien“ Bürgerstadt – und das einer unabhängigen städtischen Adelsgesellschaft – habe etablieren können. Okan Bellikli

Raimund Schulz: Welten im Aufbruch. Eine Globalgeschichte der Antike | Klett-Cotta

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Das war’s für heute. Good night and good luck!

Heute haben Okan Bellikli, Manuel Berkel, Laura Block, Stefan Braun, Michael Bröcker, Helene Bubrowski, Christian Domke Seidel, Viktor Funk, Nicolas Heronymus, Franziska Klemenz, Horand Knaup, Vera Kraft, Malte Kreutzfeldt, Nicola Kuhrt, Vincent Mikoteit, Leonard Schulz, Sven Siebert und Wilhelmine Stenglin mitgewirkt.

Der Berlin.Table ist das Late-Night-Briefing für die Table.Media-Community. Wenn Ihnen der Berlin.Table gefällt, empfehlen Sie uns bitte weiter. Wenn Ihnen diese Mail weitergeleitet wurde: Hier können Sie sich kostenlos anmelden.

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