Wärmewende: Neue Allianz fordert mehr Offenheit für unterschiedliche Wege

08. Februar 2026

Wärmewende: Neue Allianz fordert mehr Offenheit für unterschiedliche Wege. Mit einem neuen Ansatz versucht ein Konsortium aus Wohnungs-, Energie- und Bauunternehmen, Tempo in den festgefahrenen Prozess der Wärmewende zu bringen. Ihr Konzept setzt besonders auf Wärmenetze, betrieben mit regenerativen Energien, Wärmepumpen und generell rationellem Energieeinsatz. Die Gebäuderichtlinie, über deren Umsetzung die Bundesregierung gerade brütet, dürfe nicht „einen Lösungsweg wie den Effizienzhauspfad vorgeben“. Sie müsse vielmehr Kommunen, Bürgern und Unternehmen die Wahl lassen.

Eine Absage erteilt die Allianz dem strikten Primat des Dämmens, um den Energieeinsatz zu senken. So heißt es in dem Konzept, an dem unter anderen der Verband der Wohnungsunternehmen (GdW), der Hauptverband der Bauindustrie (HDB) und der Verband der kommunalen Unternehmen (VkU) mitgewirkt haben: „Neue bauliche Anforderungen sollten nur dort eingeführt werden, wo sie nachweislich kostengünstiger sind als netz- oder erzeugerseitige Alternativen.“ Die derzeitigen regulatorischen und finanziellen Vorgaben seien nicht hilfreich. Dabei würden dezentrale Heizsysteme bevorteilt. Diese Ungleichbehandlung behindere Investitionsentscheidungen von Stadtwerken und Energiegenossenschaften – die zentralen Treiber der Wärmewende. Das Papier hat Brisanz, weil die Regierung bald Eckpunkte zur Reform des Gebäudeenergiegesetzes und seiner Förderstruktur vorlegen will. Horand Knaup

Briefings wie Berlin.Table per E-Mail erhalten

Keine Bankdaten. Keine automatische Verlängerung.

Sie haben bereits das Table.Briefing Abonnement?

Anmelden

Letzte Aktualisierung: 08. Februar 2026