Umbau des Bundespresseamts: Neuer Leitungsstab, mehr Social Media, mehr Resilienz

05. März 2026
Die neue BPA-Organisationsstruktur

Umbau des Bundespresseamts: Neuer Leitungsstab, mehr Social Media, mehr Resilienz. Das Bundespresseamt soll neu aufgestellt werden. Nach Informationen von Table.Briefings hat Regierungssprecher Stefan Kornelius mit seinen Stellvertretern einen umfassenden Plan für die Neuorganisation des Amtes entworfen. Ziel ist es, dass das Haus schlanker wird und zudem schneller und strategischer agieren kann. „Es ist der größte Umbau seit 1998“, sagte Kornelius Table.Briefings. „Wir müssen darauf reagieren, dass sich die kommunikative Welt dramatisch verändert hat.“ Die Bedeutung klassischer Medien habe abgenommen, die Rolle sozialer Medien sei massiv gestiegen. Darauf müsse das BPA neue Antworten geben. „Mit unseren Aussagen, mit unseren Kampagnen, mit unserem Bürgerdialog.“

Drei zentrale Veränderungen sollen dieses Ziel voranbringen. Zum Ersten wird es künftig einen Leitungsstab für Strategie, Innovation und den Kampf gegen Desinformation geben. Zum zweiten werden die bislang getrennt agierenden Abteilungen drei (Politische Information) und vier (Kommunikation) zu einer Abteilung zusammengelegt. Auf diese Weise wollen Kornelius und seine Amtsleitung erreichen, dass die Beobachtung der Welt draußen und die eigene Kommunikation nach außen viel enger abgestimmt werden.

Übergeordnetes Interesse von Kornelius und seinem Kanzler ist es, dass BPA und Kanzleramt eng kooperieren. Zu diesem Zweck werden die Referate, die sich bislang an den einzelnen Ministerien orientierten, zu klassischen Spiegelreferaten der Referate im Kanzleramt. Außerdem sollen die Leitungsstäbe sehr bewusst eine enge Abstimmung suchen. „Durch viele Krisen und die Veränderungen in der Medienwelt haben wir in den letzten Jahren fast nur noch reagiert. Wir müssen aber wieder vor die Welle kommen“, so Kornelius.

Mit den Veränderungen will das BPA auch den Sparvorgaben aus der Staatsmodernisierung gerecht werden. Derzeit hat das BPA als eine oberste Bundesbehörde ein Budget von rund 150 Millionen Euro und gut 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Durch die Zusammenlegung zweier Abteilungen zu einer fällt nicht nur eine Abteilungsleitung weg, sondern auch zwei Unterabteilungsleitungen. Außerdem werden einige Referate wegfallen.

Laut Esther Uleer, der stellvertretenden Chefin des Amtes, soll es aber keine Kündigungen und so gut wie keine Neueinstellungen geben. „Es ist sehr viel Expertise im Haus. Wir legen das frei, was schon da ist.“ Die künftig drei Abteilungen werden geführt von Uwe Schmidt (Zentrales und Services), Thomas Werle (Politik und Kommunikation) sowie Nina Lösche (Informationsdienste). Wie das BPA resilienter werden will und welche Rolle es unter verschiedenen Kanzlern hatte, lesen Sie in der Analyse des Berlin.Table. Stefan Braun

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Letzte Aktualisierung: 05. März 2026