Maritime Verteidigung: Wie Schifffahrt und Häfen Deutschlands Sicherheit stärken

28. April 2026

Maritime Verteidigung: Wie Schifffahrt und Häfen Deutschlands Sicherheit stärken. Die Sicherung der Seewege ist im Kriegs- und Krisenfall systemrelevant für die Gesamtverteidigung in Europa. Das sagte Ingo Gerhartz, ranghöchster deutscher General in der Nato und Chef des Allied Joint Force Command in Brunssum, Table.Briefings bei der Blue Night des Reederverbands am Vorabend der Maritimen Konferenz in Emden. „Die dänische Meerenge ist die europäische Straße von Hormus“, sagte Gerhartz. „Im Falle eines Angriffs würde die Ostsee zum Rückgrat unserer gesamten Versorgung. Unsere Aufgabe ist es, unsere Seewege sicher zu halten.“ Die knapp 1.700 deutschen Handelsschiffe in der privaten Wirtschaft würden den Planungen zufolge dann für die Gesamtverteidigung eingesetzt.

Die angespannte Lage an der Straße in Hormus beschäftigt auch die deutschen Reeder. Nach Angaben des Verbands-Geschäftsführers Martin Kröger stecken aktuell noch rund 50 Schiffe von zehn Reedereien im Golf fest. „Das ist kein regionaler Konflikt. Das ist ein Eingriff in den Kreislauf des Welthandels“, sagte VDR-Präsidentin Gaby Bornheim. Durch die Ereignisse habe man auch in Deutschland erkannt, dass die maritime Wirtschaft eine enorme Bedeutung habe, so Bornheim. „Deutschland war und ist schon immer ein maritimes Land, hat sich aber stets zu wenig als ein solches begriffen. Dies gilt es zu ändern.“ Die Seewege seien „Räume von Macht, Räume der Versorgung, Räume der Entscheidung“. Das Gespräch mit Gerhartz und VDR-Geschäftsführer Martin Kröger hören Sie im Podcast ab 5 Uhr hier. Welche Erwartungen Branchenvertreter an die Maritime Konferenz haben, lesen Sie im Security.Table. Michael Bröcker

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Letzte Aktualisierung: 28. April 2026