KI-Bild von Polizisten: Gemischte Reaktionen auf Aktion der Gewerkschaft

28. Januar 2026

KI-Bild von Polizisten: Gemischte Reaktionen auf Aktion der Gewerkschaft. Die GdP Sachsen hat einen Bericht über Ausschreitungen mit einem KI-generierten Motiv bebildert; es zeigt Polizeibeamte, die einen blutenden Kollegen von einem pöbelnden Mob wegführen. Es geht dabei um das Spiel des 1. FC Magdeburg gegen Dynamo Dresden, bei dem Ultras vergangenes Wochenende 70 Beamte verletzten. Die Polizei verhaftete am Mittwoch einen ersten Verdächtigen wegen versuchten Mordes, schweren Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung und tätlichen Angriffs gegen Vollstreckungsbeamte. Die GdP begründet die Verwendung eines KI-Bilds gegenüber Table.Briefings damit, dass man die Gewalt habe zeigen wollen, „ohne reale Einsatzkräfte, Beteiligte oder konkrete Einsatzsituationen abzubilden“.

Der digitalpolitische Sprecher der SPD fordert verbindliche Regeln für KI-Bilder. Zunächst verurteile er die Gewalt, so Johannes Schätzl. Dennoch brauche es beim Einsatz von KI in der öffentlichen Kommunikation eine nicht zu übersehende Kennzeichnung. „KI-generierte Bilder müssen auf den ersten Blick als solche erkennbar sein.“ Diese Sichtbarkeit sieht der innenpolitische Sprecher der SPD, Sebastian Fiedler, gegeben. Wie Schätzl zeigt er Verständnis für die GdP. „Ich kann gut verstehen, dass die GdP Sachsen hier keine echten Bilder der Opfer, also der brutal angegriffenen und verletzten Polizistinnen und Polizisten zeigen möchte.“ Doch es gibt auch viel Kritik am Bild. Die innenpolitische Sprecherin der Linken etwa verurteilte die Verwendung. „Das steht in einer Linie mit dem, was teilweise aus den USA zu sehen ist“, so Clara Bünger. Franziska Klemenz

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Letzte Aktualisierung: 28. Januar 2026