Humanoide Roboter: Chinas Pläne und Deutschlands Chancen

CS
14. April 2026

Humanoide Roboter: Chinas Pläne und Deutschlands Chancen. Humanoide Roboter könnten der deutschen Industrie helfen, sich in der aktuellen Krise neu zu erfinden. Das geht aus einer Studie „Humanoid Robots 2026“ der Unternehmensberatung Roland Berger hervor, die Table.Briefings exklusiv vorliegt. Die Stärke deutscher Unternehmen, die es laut der Studie auszuspielen gilt, liegt im Bereich der Physical AI. Dabei geht es darum, dass die Maschinen ihre Umgebung autonom wahrnehmen, komplexe Handlungsabläufe planen und diese ohne programmierte Voreinstellungen fehlerfrei ausführen.

Das Marktpotenzial humanoider Roboter, so die Studie, komme dem Umfang der Autobranche von heute gleich. Bis zum Jahr 2050 halten die Autoren ein Marktvolumen von vier Billionen US-Dollar für möglich. Vor allem chinesische Unternehmen drängen bereits kraftvoll auf den Markt. Sie verfolgen eine aggressive „Deployment-First“-Strategie, wonach viele Roboter früh und unter realen Bedingungen eingesetzt werden. 2025 wurden in China bereits 15.000 Einheiten produziert, in Europa und im Nahen Osten waren es im selben Zeitraum lediglich 100 Stück.

Die Stärken deutscher Unternehmen liegen in der Mechatronik. In der Autobranche und im Bereich der Industrieroboter blicken sie auf Jahrzehnte an Erfahrung zurück. Das Marktpotenzial für Aktuatoren, die mechanischen Gelenke der Roboter, schätzt die Studie für 2035 auf bis zu 105 Milliarden US-Dollar. Was humanoiden Robotern noch zum Durchbruch fehlt, lesen Sie im China.Table. Christian Domke Seidel

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Letzte Aktualisierung: 14. April 2026