Hightech-Agenda: Bundesregierung legt KI- und Quanten-Roadmaps vor

19. Mai 2026
Seit Februar in Garching in Betrieb: Euro-Q-Exa, Deutschlands größter Quantencomputer (picture alliance/dpa/Malin Wunderlich)

Hightech-Agenda: Bundesregierung legt KI- und Quanten-Roadmaps vor. Beide Dokumente machen den neuen innovationspolitischen Fahrplan deutlich: Die Bundesregierung setzt stärker als bisher auf konkrete wirtschaftliche und technologische Durchbrüche. Experten begrüßen das politische Signal und die stärkere Orientierung an Wertschöpfung. Zugleich warnen sie vor vagen Zielmarken, fehlender Priorisierung und teils ungeklärter Finanzierung. Table.Briefings liegen die Pläne für Künstliche Intelligenz und Quantentechnologien bereits vor. Das federführende Forschungsministerium (BMFTR) wird alle Technologie-Roadmaps der Hightech-Agenda am Mittwoch veröffentlichen.

Im Bereich KI formuliert die Roadmap 25 Meilensteine. Ein Meilenstein sieht zum Beispiel vor, dass sich bis 2030 die Zahl der KI-Start-ups vervierfacht – als Ausgangswert dient 2025. Das soll Deutschland dem Ziel näherbringen, 2030 zehn Prozent der Wirtschaftsleistung KI-basiert zu erwirtschaften. Ein neu gesetztes Ziel ist es, die Nutzung von KI im Gesundheitswesen zu forcieren, was als sinnvolle Entscheidung gewertet wird. Die Quantentechnologie-Roadmap soll Deutschland bis 2030 in die internationale Spitzengruppe führen. Unter anderem mit zwei fehlerkorrigierten Quantencomputern, zwei deutschen Scale-ups und drei Pilotlinien für Quantenchips. Die strategische Priorisierung findet in der Forschungscommunity Anklang. Warum gleichzeitig vor der Erwartung gewarnt wird, die einzelnen Entwicklungsschritte ließen sich einfach nacheinander „abhaken“, lesen Sie im Research.Table hier, mehr über die KI-Meilensteine hier. Anne Brüning, Tim Gabel

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Letzte Aktualisierung: 19. Mai 2026