1. Februar 2026 Heads

01. Februar 2026

Rita Süssmuth ist im Alter von 88 Jahren verstorben. Die ehemalige Bundestagspräsidentin erlag einer Krebserkrankung. In den 80er-Jahren war sie unter Helmut Kohl die erste Bundesfrauenministerin. „Lovely Rita”, wie sie mitunter genannt wurde, gehörte zu den beliebtesten Politikerinnen des Landes. Sie war eine streitbare Sozialpolitikerin, die desöfteren in Konflikt mit ihrer eigenen Partei, der CDU, geriet. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner würdigte Süssmuth als eine der bedeutendsten Politikerinnen der Bundesrepublik und hob ihr Engagement gegen Aids hervor. Süssmuths Devise im Kampf gegen die Infektionskrankheit lautete: „Wir müssen die Krankheit bekämpfen, nicht die Kranken.“ Das sahen in den 80-Jahren nicht alle in der deutschen Politik so. Damir Fras

Marco Bülow war 19 Jahre – in Dortmund direkt gewählter – Abgeordneter des Bundestags. Von 2002 bis 2018 für die SPD, nach einer Zeit als Parteiloser dann bis 2021 für die Partei von Martin Sonneborn. Ein Thema stand im Zentrum der Arbeit des Umweltpolitikers: der Kampf gegen Profitlobbyismus. 2013 entwarf er zusammen mit dem damaligen Grünen-MdB Gerhard Schick einen Transparenzkodex, dem sich allerdings nur wenige Abgeordnete anschlossen. Nach seinem Ausscheiden aus der Politik gründete Bülow die Initiative Lobbyland, zudem schrieb er Bücher zum Thema. Ende Januar ist der 54-Jährige verstorben. Okan Bellikli

Birgit Bohle, Personalvorständin der Deutschen Telekom und bis Ende 2018 Vorstandsvorsitzende der DB Fernverkehr AG, Christoph Franz, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Lufthansa und langjähriger Verwaltungsratspräsident des Schweizer Pharmakonzerns Roche, und die Juristin Elisabeth Lepique sollen laut Informationen von Table.Briefings in den Aufsichtsrat der Deutschen Bahn berufen werden. Ob Werner Gatzer Vorsitzender des Aufsichtsrates bleibt, lesen Sie im CEO.Table. Michael Bröcker, Alexander Wiedmann

Ding Shizhong hat Anta aus einer regionalen Schuhschmiede zum größten Sportartikelkonzern Chinas geformt. Mit dem Einstieg bei Puma setzt der detailversessene Manager nun zu seinem bislang sichtbarsten Schritt auf dem globalen Parkett an. Sein Erfolgsrezept: riskante Übernahmen, operative Nähe und ein unbedingter Wille, Marken neu zu erfinden. Ob der Puma-Deal die Machtverhältnisse im weltweiten Sportartikelmarkt verschiebt, lesen Sie im China.Table. Jörn Petring

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Letzte Aktualisierung: 01. Februar 2026