Worüber die Rentenkommission berät

Bis die Kommission Ende Juni ihren Bericht präsentiert, stehen viele Themen auf der Agenda. Eine Übersicht.

18. März 2026
Leiten die Kommission: Frank-Jürgen Weise und Constanze Janda (picture alliance/IPON/Stefan Boness; picture alliance/dpa/Uli Deck)

26. Januar: Bestandsaufnahme 1. Säule/Internationale Erfahrungen

16. Februar: Renteneintritt/Verlängerung der Lebensarbeitszeit (I)

Übergang von Erwerbstätigkeit in Rente

Flexible Übergänge und Lebenserwartung bzw. Gesundheit

Zu- und Abschläge bei vorzeitigem oder späterem Renteneintritt (Werding)

23. Februar: Renteneintritt/Verlängerung der Lebensarbeitszeit (II)

Fachgespräch zur Position der Sozialpartner

Status Quo: Leistungen zu Prävention und Rehabilitation und ihr Einfluss auf das Erreichen des gesetzlichen Rentenalters

Erwerbspersonenpotenzial (inkl. Migration und Frauen) (Übelmesser)

Leitfragen:

Flexible Übergänge in den Renteneintritt unter Berücksichtigung langjähriger Beitragszahlungen und frühzeitigen Eintritts in das Erwerbsleben

Kombination von Rentenbezug und Erwerbseinkommen

Verlängerung der Lebensarbeitszeit (Renteneintrittsalter, z.B. ggf. selektive Parallelverschiebung der Rentenaltersgrenzen, 2:1-Modell, Abstellen auf Versicherungsjahre, Verbesserung der Beschäftigungsbedingungen insbesondere von älteren Arbeitnehmern, Vermeiden von Erwerbsminderung)

Bedingungen für eine Akzeptanz der Bevölkerung für eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters

Neue Austarierung von Zu- und Abschlägen

Anpassung der versicherungsrechtlichen Zugangsvoraussetzungen, z.B. Wartezeiten, Beitragsjahre usw.

Anpassung der Altersgrenze für langjährig Versicherte nach § 236 SGB VI

Härtefallregelungen für Geringverdiener und belastende Berufe

9. März: Finanzierbarkeit der Alterssicherung (I)

Status quo: Versicherungsleistungen vs. versicherungsfremde Leistungen

Kapitalmarktgedeckte Elemente

16. März: Finanzierbarkeit der Alterssicherung (II)

Differenzierung nach der Kinderzahl im Beitragsrecht

Freiwillige Beiträge als Ersatz für die betriebliche Altersvorsorge

Leitfragen:

Sicherung stabiler Beitragssätze für die nächsten zehn Jahre

Einbeziehung weiterer Einkunftsarten in die Beitragsbemessung mit vs. ohne äquivalente Abbildung in den Entgeltpunkte

Abschaffung bzw. Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze mit vs. ohne äquivalente Abbildung in den Entgeltpunkten

Identifizierung und Finanzierung versicherungsfremder/nicht beitragsgedeckter Leistungen

Versicherungsfreiheit von Minijobs

23. März: Rentenanpassung

Bisherige Entwicklung der Anpassungsformeln in der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) und ihre Auswirkungen auf den aktuellen Stand des Sicherungsniveaus

Modellsimulation nach Auslaufen der Haltelinie

Leitfragen:

Rentenanpassung: Beibehaltung der modifizierten Bruttolohnanpassung oder Kopplung an andere Parameter, z.B. Inflation oder Verschiebung Alpha-Faktor

Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsfaktors nach 2031, z.B. Erhöhung, Staffelung nach Kinderartfaktor

Einführung eines Nachholfaktors zum Abbau des Ausgleichsbedarfs infolge der Haltelinie

Dauerhafte Finanzierung eines stabilen Rentenniveaus

30. März: Vermeidung von Altersarmut

Verdeckte Altersarmut und Grundsicherung im Alter als Teil der Alterssicherung

Verfassungsrechtliche Aspekte von Äquivalenzprinzip und Umverteilung in der GRV

Gender Pension Gaps

13. April: Weiterentwicklung des Grundrentenzuschlags

Status quo: Funktionsweise des Grundrentenzuschlags und Empirie

Grundsicherung im Alter als Teil einer Gesamtsicht des Alterssicherungssystems und ihrer Bezüge zum Rentensystem

Leitfragen:

Sozio-ökonomische Situation der Beziehenden geringer Renten aus der Rentenversicherung

Weiterentwicklung der Grundrente zu einer armutsfesten Mindestrente für langjährige Beitragszahlende

Sonstige Aspekte der Armutsvermeidung im Alter, insbesondere auch Zusammenspiel mit der Grundsicherung im Alter und anderer Sozialleistungen, selbstgenutzte Immobilien

20. April: Einbeziehung von Selbstständigen und Beamten in die gesetzliche Rentenversicherung

Status quo

Verfassungsrechtliche Fragen der Einbeziehung von Selbstständigen und Beamten in die GRV

Empirie und volkswirtschaftliche Implikationen der Einbeziehung von Beamten

Modellrechnungen Erwerbstätigenversicherung

Erfahrungen anderer Länder

Leitfragen:

Einbeziehung von (neuen) Selbstständigen in die GRV und Ermöglichung von Opt-Out

Einbeziehung von (neuen) Beamten auf Bundes- und Länderebene in die GRV

Angleichung der Berechnung der Beamtenpensionen an die Rentenberechnung

Beschränkung zukünftiger Verbeamtungen

27. April: Weitere Stärkung der betrieblichen und privaten Altersvorsorge (I)

Stärkung der betrieblichen Altersvorsorge

Aktueller Stand nach Verabschiedung des Betriebsrentenstärkungsgesetzes und weitere Änderungsbedarfe

Aktueller Stand des Altersvorsorgereformgesetzes und der Eckpunkte zur Umsetzung der Frühstart-Rente und weitere Änderungsbedarfe

4. Mai: Weitere Stärkung der betrieblichen und privaten Altersvorsorge (II)

Fachgespräch zur Position der Sozialpartner

Kapitalmarktgedeckte Elemente

Erfahrungen anderer Länder

Leitfragen:

Ausweitung der Geringverdienerförderung und obligatorischer Elemente in der betrieblichen Altersvorsorge

Stärkung der Verbreitung der betrieblichen Altersvorsorge in kleinen und mittleren Betrieben

Vereinfachung und Transparenz der Durchführungswege der betrieblichen Altersvorsorge und ihrer steuerlichen Förderung

Bessere Nutzung der Vorteile des Kapitalmarktes für die Altersvorsorge für alle Menschen unabhängig von Bildung und sozialer Situation

Verbesserung der Verbreitung der privaten Altersvorsorge

Einführung eines Standardprodukts mit geringen Verwaltungs-, Produkt- und Abschlusskosten ohne zwingende Beitragsgarantie

Vor- und Nachteile kapitalmarktbasierter Ansätze der Alterssicherung sowie Vergleich der Renditen der verschiedenen Sicherungssysteme

Verbesserung der finanziellen Bildung

5. Mai: Diskussion der bisherigen Erkenntnisse

Kombination ausgewählter Maßnahmen und deren Wechselwirkung

11. Mai: Neue Kenngröße für ein Gesamtversorgungsniveau über alle drei Säulen (1)

Status quo: Rentenniveau als Kenngröße der ersten Säule

Fachgespräch zur Position der Sozialpartner

18. Mai: Neue Kenngröße für ein Gesamtversorgungsniveau über alle drei Säulen (II)

Leitfragen:

Funktion der Kenngröße

Maßstäbe und Kriterien für die Entwicklung einer neuen Kenngröße

Gesamtversorgungsniveau über alle drei Säulen

19. Mai: Sonstige Vorschläge zur Stärkung der Alterssicherung

Geburtenrate als wichtige Determinante des Altenquotienten in der Phase nach 2040

Kreditfinanziertes Grunderbe zur Kapitalbildung von Menschen mit niedrigen Einkommen

Obligatorisches Rentensplitting für Ehepaare

Reformoptionen bei Hinterbliebenenrenten

Förderung/Erleichterung des Erwerbs von Immobilienvermögen als Altersvorsorge

Abstimmung über die Empfehlung der Kommission

1. Juni: Redaktionssitzung der Vorsitzenden

8. Juni (ggf. als Zusatztermin): Redaktionssitzung der Vorsitzenden

15. Juni: Verabschiedung des Berichts

30. Juni: Übergabe des Berichts

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Letzte Aktualisierung: 18. März 2026