Was Wirtschafts- und Sozialverbände von der Rentenkommission erwarten

Mehrere Institutionen wurden eingeladen, eine Stellungnahme abzugeben. Eine Auswahl der Vorschläge

24. März 2026
Nicht nur die gesetzliche Rente soll gestärkt werden (picture alliance/Zumapress.com/Michael Kuenne)

Insgesamt wurden rund 30 Institutionen angefragt. Manche haben ihre Antworten noch nicht veröffentlicht, andere gar keine abgegeben.

Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK)

  • Reaktivierung des Nachhaltigkeitsfaktors, um langfristige Kostensteigerungen zu begrenzen

  • Kopplung des Renteneintrittsalters an die Entwicklung der Lebenserwartung

  • Abschaffung der abschlagsfreien Rente für besonders langjährig Versicherte („Rente mit 63“)

  • Anpassung der Vorgaben zur Altersteilzeit, um Anreize für ein frühzeitiges Ausscheiden aus der Erwerbstätigkeit abzubauen (etwa höheres Mindestalter als wie derzeit 55)

Zur Stellungnahme

Bundesarbeitsgemeinschaft Selbstständigenverbände (BAGSV)

  • Aktuelle Reformen für Selbstständige öffnen (private und betriebliche Altersvorsorge, „Aktivrente“)

  • Altersvorsorgepflicht nur für neue Selbstständige, Beamte und Abgeordnete in die Rentenversicherung einbeziehen

  • Reform der Rürup-Rente analog zur Riester-Reform: Altersvorsorgedepot mit Verzicht auf Garantien

  • Reform des Statusfeststellungsverfahrens (mehr dazu hier)

Zur Stellungnahme

Bundesbank

  • Nach 2031: Koppelung des gesetzlichen Rentenalters an die Lebenserwartung

  • Abschaffung der abschlagsfreien Rente für besonders langjährig Versicherte („Rente mit 63“)

  • Kopplung der Altersgrenze für den frühestmöglichen Rentenzugang an die Entwicklung der Lebenserwartung

  • Nach Erreichen des Renteneintrittsalters: Arbeitgeber zahlen ihre Beitragsanteile für die Arbeitslosen- und Rentenversicherung an die Beschäftigten aus. Wenn diese die Rente noch nicht antreten, können sie freiwillige Beiträge zahlen, um Ansprüche zu erwerben

Zur Stellungnahme

DGB

  • Rentenniveau bei 45 Entgeltpunkten auf 50 Prozent erhöhen

  • Flächendeckender Ausbau der Betriebsrenten inklusive stärkerer Tarifbindung und höherer Arbeitgeberbeiträge

  • Stärkung der Absicherung von Erwerbsminderungsrentnern und beschäftigungspolitischer Fokus auf Fortbildung und Reha-Leistungen, um Menschen vor Erwerbsminderung zu bewahren

  • „Altersflexigeld“ für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen für einen sozial abgesicherten Übergang in den (Teil-) Ruhestand

Zur Stellungnahme

VdK

  • Rentenniveau ohne zeitliche Begrenzung oder mindestens für 15 Jahre festschreiben

  • Dauerhafte Erhöhung der Bundeszuschüsse, finanziert durch die Besteuerung hoher Einkommen und Vermögen sowie von Erbschaften

  • Höherer Arbeitgeber-Beitrag zur Rentenversicherung nach österreichischem Vorbild, alternativ verpflichtende Betriebsrente mit mindestens 50 Prozent Arbeitgeber-Anteil und jährlichem Inflationsausgleich

  • Stärkung von Erwerbsanreizen durch Abschaffung von Minijobs und Ehegattensplitting plus Ausbau von Kinderbetreuung

Zur Stellungnahme

Weitere Stellungnahmen

IW Köln

Bundesverband Investment und Asset Management (BVI)

SoVD

Caritas

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Letzte Aktualisierung: 24. März 2026