Fusionsreaktor in Bayern: Was die SPD in Berlin daran stört

26. Februar 2026

Fusionsreaktor in Bayern: Was die SPD in Berlin daran stört. Die Pläne Bayerns zum Bau eines Fusions-Demonstrationsreaktors sorgen für Kritik in Berlin. „Wir erwarten vom Bundesforschungsministerium, dass eine nationale Technologieagenda nicht zur Standortförderung einer Regionalregierung wird“, sagt der SPD-Bundestagsabgeordnete Holger Mann. Hintergrund: Die Gesamtkosten für das Projekt in Garching liegen bei rund zwei Milliarden Euro. 400 Millionen sollen private Investoren beibringen. Bayern will ebenfalls 400 Millionen Euro beitragen, knüpft sein Engagement aber an Bundesmittel, über die noch nicht entschieden ist. Das kritisiert die SPD-Bundestagsfraktion als „Vorpreschen“ und fordert vom BMFTR von CSU-Ministerin Dorothee Bär eine unabhängige Bewertung von Kosten, Zeitplan und Technologiepfad.


Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume (CSU) nannte den Vorhalt der SPD „durchschaubar und ausschließlich parteipolitisch motiviert“. Das BMFTR teilte mit, dass es zum jetzigen Zeitpunkt keine Förderzusagen für Fusionshubs und Technologiedemonstratoren und damit auch nicht für einzelne Standorte gebe. Beobachter sehen den Vorstoß auch im Kontext des Wettbewerbs um künftige Bundesmittel und Fusionsstandorte. Was die Diskussion für die Fusionsallianz der Bundesländer bedeutet, lesen Sie im Research.Table. Tim Gabel, Markus Weisskopf

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Letzte Aktualisierung: 26. Februar 2026