Ukraine: Wenig Hoffnung zum vierten Jahrestag des Großangriffs

Raketen und Drohnen sind für Zivilisten in der Ukraine die größte Gefahr (Britta Weppner/Table.Briefings)

Ukraine: Wenig Hoffnung zum vierten Jahrestag des Großangriffs. In Deutschland bezweifelt eine Mehrheit, dass Russlands Aggression gegen die Ukraine bald enden könnte: Zum vierten Jahrestag des Großangriffs glauben 52 Prozent der befragten Bürgerinnen und Bürger, dass auch noch in einem Jahr gekämpft wird. Das zeigen am heutigen Montag veröffentlichte Ergebnisse einer Umfrage des European Council on Foreign Relations (ECFR). In 13 europäischen Staaten rechnen insgesamt 44 Prozent mit keinem baldigen Kriegsende, 29 Prozent glauben jedoch an eine Friedensvereinbarung innerhalb eines Jahres.

Friedrich Merz beschwor am Montag die europäische Gemeinschaft, zusammenzustehen bei der Unterstützung der Ukraine. Dort stieg zuletzt die Zahl der zivilen Opfer durch russische Drohnen und Raketen, wie UN-Daten zeigen. Im neuen Ukraine-Front-Update im Security.Table lesen Sie, wie sich immer mehr Drohnen an der Front auf die Kriegssituation auswirken. Merz sagte bei der Eröffnung des vierten Café Kyiv im Colloseum Berlin, niemand wisse, ob die Waffen in sechs Wochen, in sechs Monaten oder erst später schweigen. „Aber wir arbeiten daran, dass sie so schnell wie möglich schweigen.“ Er appellierte an die europäischen Partner: „Wir stehen an einer Wegscheide, die über das Wohl unseres ganzen Kontinents entscheiden könnte.“

Doch ausgerechnet zu diesem symbolischen Tag zeigte sich in Brüssel, wie gefährdet die europäische Solidarität ist. Ungarns Außenminister Péter Szijjártó blockierte beim Außenrat in Brüssel die Verabschiedung des 20. Sanktionspakets gegen Russland. Sein Land werde zugunsten der Ukraine erst zustimmen, wenn Kyjiw wieder russische Öllieferungen durch die Druschba-Pipeline ermögliche. Die Slowakei, die ebenfalls über die Pipeline russisches Öl bezieht, unterstütze das Vorgehen. Warum auch Griechenland das Sanktionspaket kritisch sieht, lesen Sie im Europe.Table. Viktor Funk, Stephan Israel, Lisa-Martina Klein

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Letzte Aktualisierung: 23. Februar 2026