Lidl fördert existenzsichernde Löhne für Kakao-Bauern

21. Februar 2026

Lidl will ab März für seine Eigenmarken-Tafelschokoladen nur noch Kakao verwenden, für den die Bauern einen existenzsichernden Preis erhalten. Dazu nutzt das Unternehmen das von Fairtrade entwickelte Living-Income-Programm, das neben Mindestpreis und Fairtrade-Prämie einen zusätzlichen Aufschlag, den sogenannten Booster, vorsieht. Lidl zahlt je Tonne Kakao 276 Euro extra, um Einkommen dauerhaft zu steigern und Bauern Investitionen in Produktivität oder neue Anbauflächen zu ermöglichen. Der Einzelhändler verpflichtet sich für einen Zeitraum von fünf Jahren für die Zahlung des Preisaufschlags. Die höheren Preise sollen nach eigener Aussage nicht an die Verbraucher weitergegeben werden.

Andere deutsche Einzelhändler reagieren zurückhaltend. Aldi, Edeka und Rewe betonen die Notwendigkeit einer branchenweiten Lösung. Aber selbst, wenn sie sich alle auf das Programm einlassen würden, wäre dies nur für einen kleinen Teil der Bauern hilfreich: Um allen zu helfen, müsste jeder Abnehmer bereit sein, existenzsichernde Löhne zu zahlen. Warum das System des fairen Handels bei Kakao zusätzlich so schwer umzusetzen ist, lesen Sie im ESG.Table. Caspar Dohmen

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Letzte Aktualisierung: 21. Februar 2026