Erfolg mit erotischen Hörspielen: Gründerin Julie Lepique ist Gründerin des Jahres 2026

Für ihre Idee, erotische Hörspiele für Frauen anzubieten wurde die Hamburgerin Julie Lepique oft belächelt. Nun hat der Bundesverband Deutsche Startups sie zur Gründerin des Jahres 2026 gewählt.

21. Mai 2026
Julie Lepique

Julie Lepique erinnert sich heute noch, wie sie anfangs oft für ihre Idee belächelt wurde. Erotische Hörspiele? Also quasi Pornos für die Ohren? Und dann auch noch speziell für Frauen?

Lepique und ihr Co-Founder Michael Holzner hatten eine ganz klare Marktlücke entdeckt: Es gab bis dato schlichtweg kein Angebot für Audio-Adult-Content für Frauen. Und das, obwohl Branchenexperten schätzen, dass der Sexual-Wellness-Markt bis 2027 weltweit auf einen Wert von über 39 Milliarden US-Dollar steigen könnte. Und so gründeten die beiden 2018 Femtasy, die weltweit erste Streaming-Plattform mit erotischen Hörspielen für Frauen.

Das Marktpotential war das eine. Eine andere Motivation für Lepique ins Adult-Entertainment-Geschäft einzusteigen war: Sie will entgegen Stereotypen die sexuelle Selbstbestimmung von Frauen voran treiben. Aktuell bietet Femtasy ihren Abonenntinnen rund 1.500 erotische Geschichten und erzielt nach eigenen Angaben mehr als zehn Millionen Euro Umsatz im Jahr. Weitere Finanzierungsrunden seien damit, so die Gründerin, auf absehbare Zeit nicht mehr nötig. Mittlerweile hat Femtasy auch nach nach Frankreich expandiert.

Unter den über zwei Millionen Femtasy-Nutzern sind fünf bis zehn Prozent Männer. Die Gründerin vermutet, das könnte an den hohen Standards ihrer Audio-Pornos liegen. Im Gegensatz zu vielen anderen Anbietern aus dem Adult-Bereich stelle Femtasy eine „ethische Alternative zu herkömmlicher Pornografie“ dar. Carlotta Bonnemeier

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Letzte Aktualisierung: 21. Mai 2026