German Startup Awards: Judith Dada ist Investorin des Jahres

Judith Dada investiert in KI- und Tech-Start-ups und fordert mehr Mut im Wettbewerb mit den USA und China. Der Startup Verband zeichnete sie jetzt als Investorin des Jahres aus.

21. Mai 2026

Judith Dada ist vom Big-Tech-Konzern in die europäische Venture Capital-Szene gewechselt. 2017 verließ die Managerin Facebook und wurde General Partner beim damals neu gegründeten Berliner Fonds La Famiglia. Dort setzte sie auf eine These, die heute Mainstream ist: Europas Industrie und Tech müssen sich enger verzahnen.

Mit Geschäftspartnerin Jeannette zu Fürstenberg beteiligte sie sich unter anderem am Pariser KI-Startup Mistral und dem Münchner Defense-Unicorn Helsing. Nach der Fusion von La Famiglia mit dem US-Fonds General Catalyst wechselte Dada zum Berliner VC Visionaries Club um Gründer Robert Lacher. Ihr Investmentfokus liegt auch hier auf B2B-Techunternehmen, sie hat in KI-Start-ups wie Parloa, Industrie-KI-Firmen wie Orbem oder Pricing-Spezialist Buynomics investiert.

Dada ist zudem eine der Stimmen des Start-up-Ökosystems. Als solche hat sie unlängst etwa Europas strukturelle Schwächen angemahnt. Ihr Kernargument: Es fehlt nicht an Talenten oder Ideen, sondern an Kapital in der Wachstumsphase und an Risikobereitschaft. Gerade bei Series-B- und C-Runden verliere Europa regelmäßig seine besten Firmen an internationale Investoren. Für sie ist das kein Naturgesetz, sondern ein politisches und kulturelles Problem.

Ihr eigener Werdegang passt zu dieser Perspektive: Studium in München, später an der Columbia University und der University of Oxford. Heute bewegt sie sich zwischen den Ökosystemen im Silicon Valley, London und Berlin. Nina Anika Klotz

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Letzte Aktualisierung: 21. Mai 2026