Welche Dax-CEOs treiben die Debatte um Energiepreise voran?

SK
06. Mai 2026

Energiepreise sind einer der medialen Dauerbrenner seit dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs. In Anbetracht dessen müsste man erwarten, dass alle DAX-CEOs sich zu diesem Thema permanent äußern würden. Immerhin könnten niedrige Energiepreise ein positiver Differentiator vor allem im internationalen Vergleich sein. Aber: Vergleicht man die quantitative Anzahl der Nennungen bei den Fragen, mit denen wir die KIs untersucht haben, rangiert das Thema deutlich hinter den vorherigen Schwerpunkten (KI und „Buy European").

An der Spitze und das auch ziemlich deutlich: Markus Krebber (63 Erwähnungen). Der RWE-Chef fordert seit Monaten einen subventionierten Industriestrompreis – bis zu 15 Milliarden Euro jährlich, festgeschrieben auf mindestens zehn Jahre. Auf Platz zwei Roland Busch (Siemens, 52 Nennungen), der damit zum dritten Mal in Folge in den Top 3 des CEO-Rankings landet. Dahinter Leonhard Birnbaum (E.ON, 49 Erwähnungen), der zwar sinkende Preise für 2026 prognostiziert, aber langfristig vor steigenden Kosten durch den Umbau des Energiesystems warnt.

Für das Gros der DAX-CEOs sind die Energiepreise offenbar kein Thema, mit dem man sich profilieren möchte. 25 Chefs der 40 DAX-Unternehmen erhalten null Erwähnungen.

Sachar Klein ist Gründer und Geschäftsführer der Kommunikationsberatung hypr.

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Letzte Aktualisierung: 06. Mai 2026