Die 100 entscheidenden Köpfe der Raumfahrt-Szene - Verbände

Lernen Sie die „Top 100 of the Table 2025/26“ kennen: Die 100 entscheidenden Köpfe der Raumfahrt-Szene. Ausgewählt von der Space.Table-Redaktion in zehn Kategorien, von Politik, Unternehmen, Beratung, Verbänden, Thinktanks bis Stiftungen, Wissenschaft, NGOs und Gesellschaft. Heute: Verbände.

18. Februar 2026
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Pascale Ehrenfreund

Präsidentin, Commitee on Space Research

Als Präsidentin des Committee on Space Research (COSPAR), dem Dachverband der internationalen Weltraumforschung, ist Pascale Ehrenfreund eine der zentralen Persönlichkeiten auf diesem Gebiet. Die Österreicherin kennt beide Seiten. Die Forschung: Seit ihrem Studium verknüpft sie Astronomie und Biologie – die Schlüsselwissenschaften, um mehr über die Chancen und Grenzen des Lebens jenseits der Erde zu erfahren. Das Wissenschaftsmanagement: Sie war unter anderem Präsidentin des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung in Österreich und Vorstandsvorsitzende des DLR von 2015 bis 2020. Derzeit ist sie außerdem Research Professor am Space Policy Institute der George Washington University in Washington D.C. und im Beirat der Space Foundation.

Marie-Christine  von Hahn

Marie-Christine von Hahn

Geschäftsführerin, BDLI

Marie‑Christine von Hahn leitet den Bundesverband der Deutschen Luft‑ und Raumfahrtindustrie (BDLI). Die erfahrene Interessenvertreterin bringt langjährige Expertise an der Schnittstelle von Industrie, Politik und Transformation mit. Vor ihrem Wechsel zum BDLI war sie neun Jahre bei der Aurubis AG tätig, zuletzt als Vice President Corporate Sustainability & External Affairs und Bevollmächtigte des Vorstands für politische Angelegenheiten. Davor arbeitete sie bei Wintershall sowie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Deutschen Bundestag. Von Hahn ist stellvertretende Vorsitzende des BDI‑Ausschusses für Rohstoffpolitik. Die in Hamburg geborene Anglistin, Amerikanistin und Hispanistin betont die Rolle der Luft‑ und Raumfahrt als wirtschaftlicher und technologischer Impulsgeber – und möchte den BDLI im Wettbewerb um Innovation, Nachhaltigkeit und industriepolitische Sichtbarkeit stärken.

Ernst K. Pfeiffer

Sprecher, Arbeitskreis deutscher Raumfahrt-KMUs

Ernst K. Pfeiffer ist seit 2015 ununterbrochen Sprecher des Arbeitskreises deutscher Raumfahrt‑KMU beim DLR. Er wurde im November 2025 bereits zum sechsten Mal gewählt – ein deutliches Zeichen für das Vertrauen der mittelständischen Raumfahrtbranche. Der CEO der Münchner HPS GmbH vertritt die Interessen von rund 40 spezialisierten Unternehmen gegenüber Politik, Behörden und internationalen Institutionen und setzt sich für ein ausgewogenes, innovationsorientiertes Raumfahrt‑Ökosystem ein. Pfeiffer gilt als eine der profiliertesten Stimmen für die Stärkung des deutschen Raumfahrtmittelstands. Der von ihm mitgestaltete KMU‑Verbund „Best of Space“ bündelt die Sichtbarkeit des Mittelstands auf nationalen und internationalen Branchenevents. Pfeiffer mahnt angesichts wachsender Sicherheitsinvestitionen im All an, Wertschöpfung im Land zu halten und die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen durch klare industriepolitische Leitplanken zu sichern.

Matthias Wachter

Managing Director, New Space Initiative im BDI

Matthias Wachter führt seit 2021 die NewSpace Initiative des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) und ist seit Januar 2026 zudem Co‑Director für Innovation, Sicherheit und Technologie. Mit seiner langjährigen Erfahrung an der Schnittstelle von Industriepolitik, Sicherheit, internationalen Kooperationen und Raumfahrt zählt er zu den prägenden Stimmen für den industriellen Aufbau eines deutschen und europäischen New‑Space‑Ökosystems. Wachter ist Mitglied der DLR‑Programmkommission Raumfahrt und stellvertretender Vorsitzender des Wirtschaftsbeirats der GIZ. Als Reserve‑Oberstleutnant der Bundeswehr bringt er zudem sicherheitspolitische Perspektiven in die Raumfahrtdebatte ein. Wachter steht für die strategische Positionierung deutscher New‑Space‑Akteure in einem zunehmend geopolitisch geprägten Markt und für den Anspruch, Industrie, Staat und Forschung eng zu verzahnen.

Natascha Bonidis

Vorstand, Bundesverband Studentische Raumfahrt e.V.

Studiengänge sind oft sehr theorielastig, es braucht Praxis, findet Natascha Bonidis. Deshalb engagiert sie sich in der studentischen Raumfahrt, wo die angehenden Fachleute selbst Raketen und Satelliten bauen. Bonidis ist mittlerweile Doktorandin an der Uni Stuttgart und forscht an Raumanzügen für Marsmissionen – und ist Vorstand des Bundesverbands studentischer Raumfahrt. Der Dachverband vereint 18 studentische Raumfahrtvereine in Deutschland, denen mehr als 2000 Studierende angehören. Er fördert Zusammenarbeit unter den Mitgliedern, stellt Kooperationen mit der Industrie her und verschafft sich Gehör bei DLR, Esa und in der Politik.

Stefan Steinicke

Referent Internationales, BDI

Stefan Steinicke befasst sich seit Jahren mit Weltraumbergbau und der Erschließung des Mondes. Zu einer Zeit als das – freundlich formuliert – Nischenthemen waren. Ganz anders heute, wo sie als geostrategische Ziele identifiziert sind und entsprechend verfolgt werden. Steinicke ist gefragter Experte, der die Treiber der Entwicklung fundiert einordnet: von Robotik über Quantentechnologie bis zu rapide sinkenden Transportkosten, die weit entfernte Ziele immer näher und greifbarer erscheinen lassen. Nach Stationen an der Universität der Bundeswehr in München, dem Norwegian Institute for Defence Studies, bei der Stiftung Wissenschaft und Politik sowie im Bundestag ist er seit 2022 Referent Internationales beim Bundesverband der Industrie (BDI).

Roland Gerhards

Präsident, Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt – Lilienthal-Oberth e. V. (DGLR)

Roland Gerhards führt seit 2022 als Präsident der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DGLR) die Geschicke der Organisation. Obwohl er nach führenden Positionen bei Airbus und beim Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung in Hamburg aus dem Bereich der Luftfahrt kommt, treibt er auch die Raumfahrt in der DGLR voran. So steht sie heute als das wichtigste nationale Netzwerk der Branche, berät Politik, fördert den Nachwuchs und offeriert Weiterbildungen. Höhepunkt in diesem Jahr: Der Deutsche Luft- und Raumfahrtkongress im September in Aachen.

Peter Gülzow

Vorstand, Amsat Deutschland

Was im All geschieht, ist nicht nur mit Teleskopen zu beobachten, sondern auch mittels Funkwellen zu erlauschen. Bis heute verfolgen Funkamateure die Aktivitäten von Sonden auf dem Mond oder in den Außenbezirken des Sonnensystems. Peter Gülzow hält als Präsident von Amsat-Deutschland diese Passion am Leben. Mit der 20-Meter-Antenne in Bochum fangen sie sogar Signale von Voyager-1 ein, die nach einem halben Jahrhundert Flug 25 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt ist. Nächstes Ziel: Eine Funkamateur-Nutzlast für eine Esa-Sonde im cislunaren Raum.

Andreas Lermann

Managing Director, Munich Aerospace

Er ist Bayerns Brückenbauer zwischen Weltraumforschung und Industrie: Andreas Lermann führt seit 2022 Munich Aerospace, das vom Freistaat geförderte Netzwerk, das TU München, Universität der Bundeswehr, DLR und Bauhaus Luftfahrt verbindet. Der ehemalige Bundeswehroffizier bringt über 20 Jahre Erfahrung aus der Luft- und Raumfahrtindustrie mit - unter anderem bei Airbus und im Bereich Drohnenabwehr. Unter seiner Leitung hat Munich Aerospace den Munich New Space Summit etabliert, der 2026 erstmals mit dem Satellite Navigation Summit zum großen Munich Space Summit fusioniert. Lermann treibt zudem das Accelerator-Programm SpaceFounders voran und positioniert Bayern als europäischen Hotspot für Raumfahrtinnovation. Sein Credo: Deutschland muss Europa im Weltraum nicht nur mitfinanzieren, sondern strategisch führen.

Johann Heitzmann

Vorstandsvorsitzender, BavAIRia.ev

Johann Heitzmann ist einer der erfahrensten Luft- und Raumfahrtmanager Deutschlands. Der Diplom-Ingenieur führte bei DASA/EADS zunächst die Geschäftseinheit Defence Electronics, dann als Head of Military Aircraft Programme wie Eurofighter und Tornado mit rund 2 Milliarden Euro Umsatz. Bei Airbus Defence and Space leitete er die Division Military Aircraft. Als Gesellschafter trieb er die Restrukturierung von Grob Aircraft voran. Heute führt er als Vorstandsvorsitzender den bavAIRia e.V., Bayerns Aerospace-Cluster mit rund 280 Mitgliedern, beauftragt vom Bayerischen Wirtschaftsministerium. Das Netzwerk repräsentiert rund 500 Unternehmen mit 42.000 Beschäftigten und 13 Milliarden Euro Umsatz am wichtigsten deutschen Luft- und Raumfahrtstandort. Parallel berät er über HeiTech Consulting die Branche.

Eine Übersicht über die „Top 100 of the Table 2025/26“ von Table.Briefings finden Sie hier.

Letzte Aktualisierung: 27. März 2026