Ist die Bundeswehr bereit für das Schlachtfeld der Zukunft? Mit Marc Wietfeld.
Dauer: 24:51

Ist die Bundeswehr bereit für das Schlachtfeld der Zukunft? Mit Marc Wietfeld.

Arx Robotics ist von drei ehemaligen Bundeswehr-Offizieren gegründet worden – und gehört heute zu den erfolgreichsten Defense-Startups. Marc Wietfeld, CEO und Mitgründer, erklärt, wie Arx Robotics heute die „weltgrößte vernetzte militärische Robotikflotte" im Einsatz hat: Mehrere hundert Bodendrohnen vom Typ „Gereon" kämpfen täglich auf Seiten der ukrainischen Armee. [11:34]

Friedrich Merz ist zu Gast in der SPD-Fraktion gewesen – ein Wohlfühltermin. Konflikte sind hinter den verschlossenen Türen nicht ausgetragen worden. Es ging ganz offensichtlich darum, die Stimmung zu verbessern. Denn in den kommenden Wochen müssen Union und SPD beweisen, dass sie große Reformprojekte gemeinsam auf den Weg bringen können. [06:05]

Das Infrastruktur-Zukunftsgesetz kommt doch in die zweite und dritte Lesung im Bundestag. SPD-Umweltpolitiker hatten es wochenlang blockiert – nun zeigen sie sich bereit, dem Gesetz zuzustimmen. Für große Infrastrukturprojekte soll „ein überragendes öffentliches Interesse" gelten. Damit sollen Klagemöglichkeiten von NGOs und Verbänden eingeschränkt werden. Mit anderen Worten: Projekte sollen deutlich beschleunigt werden. [01:39]

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Transkript

Sprecher 1: Table Today mit Michael Bröker und Helene Bubrowski.

Sprecher 2: Um Deutschland wieder fit für die Zukunft zu machen, hatte die Regierung nicht nur 500 Milliarden Euro Sondervermögen auf den Weg gebracht, sondern eigentlich auch das Infrastruktur-Zukunftsgesetz beschlossen. Damit sollten Bauprojekte schneller, pragmatischer und unbürokratischer umgesetzt werden. Aber das Gesetz hängt immer noch im Bundestag fest. Warum Schwarz und Rot hier nicht vorankommen, das besprechen wir gleich.

Sprecher 3: Der Kanzler zu Besuch bei der SPD-Fraktion. Umarmungsstrategie könnte man es nennen. Eigentlich war das als teambildende Maßnahme schon vor der Sommerpause gedacht. Doch jetzt ist März wirklich da gewesen und die SPD-Fraktion, sie murkt, sie zwingt sich zu ihrem Kanzler. Was da hinter den Kulissen los war, besprechen wir mit unserer SPD-Expertin im Berlin-Table, Laura Block.

Sprecher 2: Drei ehemalige Offiziere waren mit dem Zustand des Bundeswehrmaterials so unzufrieden, dass sie ein Unternehmen gegründet haben, um dieses Problem zu lösen. Das ist die Gründungsgeschichte von Arx Robotics. Mittlerweile ist das Start-up, das sich auf KI-Anwendungen und unbemannte Fahrzeuge spezialisiert hat, zu einem der gefragtesten Defense-Unternehmen geworden. Mit unserem Kollegen vom Security Table, Robert Wallenhauer, spricht mit Marc Wiedfeld, einem der Gründer und CEO von Arx Robotics, über die wachsende Bedeutung von Bodendrohnen.

Sprecher 3: Aus Spaß wird ernst. Ein April-Scherz von Ikea kam bei den Menschen so gut an, dass es diesen April-Scherz jetzt tatsächlich... geben muss. Was dahinter steckt, verraten wir am Schluss dieses Podcasts an Mittwoch, den 20. Mai.

Sprecher 4: 22.300.146 Milliarden. Was haben diese drei Zahlen miteinander zu tun? Sie stehen für den wirtschaftlichen Abstieg unseres Landes. Alle 22 Minuten geht eine deutsche Firma pleite. 300.000 verlorene Jobs, alleine in der Metall- und Elektroindustrie. Und 146 Milliarden, die wir jedes Jahr nur für sinnlose Bürokratie verschwenden. Zeit zu wenden. Warum jetzt nur noch große Reformen helfen.

Sprecher 3: Helene, es ist mein Lieblingsgesetz dieser Bundesregierung und es ist völlig unterschätzt, aber es liegt immer noch im Bundestag fest, das Infrastruktur-Zukunftsgesetz.

Sprecher 2: Und das ist die gute Botschaft des heutigen Tages. Lösungen schaffen geht nicht nur mit Geld, mit viel Geld, 500 Milliarden Euro Sondervermögen, sondern es geht ja vor allem um die Frage, wie wird dieses Geld eigentlich ausgegeben? Wofür wird es eingesetzt? Ist das sinnvoll? Nur weil viel Geld auf dem Markt ist, heißt es eben noch nicht, dass was Gutes dabei rauskommt. Und deswegen ist dieses Gesetz so wichtig von der Idee her und es sollte auch endlich mal kommen, oder?

Sprecher 3: Ja, und es hängt fest bei den SPD-Umweltpolitikern im Bundestag. Sie wollen es offenbar so, wie es vorgelegt wurde, von der Bundesregierung nicht beschließen. Dabei geht es eigentlich um etwas wirklich Zentrales, nämlich dass Infrastrukturprojekte nicht nur, weil es um Flüssiggasterminals an der Nord- oder Ostseeküste geht, sondern generell für relevante Brücken, Straßen, Bauten, Bahnanlagen ein überragendes öffentliches Interesse definiert wird, sodass eben nicht zahlreiche NGOs, Verbände, Rechtswege einleiten können, Instanzen anrufen können, die das Ding nur so verlängern, wie es irgendwie geht. Eine Brücke in China dauert ein halbes Jahr oder vielleicht ein Jahr bei uns, sieben oder acht Jahre. Das muss sich ändern, wenn dieses Land vorankommen will.

Sprecher 2: Diese Idee hat schon Robert Habeck, du hast es gesagt, LNG-Terminals aufgebracht, dass man dieses überragende öffentliche Interesse für bestimmte, damals ging es um die Energieversorgung, bestimmte Infrastrukturprojekte bejaht. Jetzt, so kann man es sagen, ausgerollt werden insgesamt auf große Infrastrukturvorhaben, die in der Tat in Deutschland sehr lange brauchen, weil im Baurecht diese Abwägung vorgenommen wird und natürlich die Belange des Naturschutzes und so weiter sehr hoch anerkannt werden. Das ist per se auch nicht schlecht, aber durch das ausgeprägte Klagewesen und die Möglichkeiten hindert das eben sehr oft das Vorankommen solcher Projekte.

Sprecher 3: Der berühmte Borkenkäfer oder der Frosch, der von links nach rechts wandern muss und von Natur- und Umweltschutzverbänden natürlich auch, vielleicht ja auch zu Recht, instrumentalisiert wurde, um Projekte aufzuhalten. Das ist jetzt eben nicht mehr möglich. Die Umweltpolitiker haben sich jetzt am Ende, an diesem Dienstag gab es nochmal ein Gespräch zwischen den Fachpolitikern, bereit erklärt, das Ding durchzuwinken. Es kommt jetzt in die zweite und dritte Lesung. Auch Carsten Schneider, der Umweltminister, zeigt sich pragmatischer als manch einem Umweltpolitiker in seiner Fraktion. Lieb ist Tiere, Pflanzen, Boden, Wasser und Klima. Sie müssen im Zweifel auch mal für ein großes Projekt weichen.

Sprecher 2: Und es ist natürlich schon für die Umweltschützer bitter, dass auch die Umweltverträglichkeitsprüfung, also die Auswirkungen auf Tiere, Pflanzen, Boden, Wasser und Klima, entfallen muss für bestimmte Projekte. Also, dass das einfach nicht mehr Belange von großer Relevanz sein können. Das ist die große Neuerung außerdem in diesem Gesetz.

Sprecher 3: Und Überraschung, die SPD gibt wirklich der Union ja durchaus auch... Themen, Inhalte und auch Profil. die ja auch beim Heizungsgesetz, das wirklich, man muss es so sagen, ziemlich geräuschlos von Katharina Reiche, Carsten Schneider und Verena Huberts in den letzten Wochen und Monaten dann doch finalisiert wurde. Der Einbau von Öl- und Gasheizung bleibt weiterhin unbefristet erlaubt, aber ab Januar 2029 muss es 10% mindestens klimafreundliche Brennstoffe geben, die dort beigemischt werden. Das nennt man die Biogastreppe. 2030 werden es 15, 2035 dann 30% und so weiter. Das ist ein sanfter Anstieg der Ökoeffizienzen beim Einbau von neuen Heizungen, wenn Ihre Heizung da draußen mal kaputt gehen sollte. Es ist nicht so hart wie bei Habeck, aber es ist auch keine radikale Abkehr von der Wärmewende.

Sprecher 2: Die Gegner dieses Gesetzes argumentieren natürlich, dass wenn man so etwas anfängt, muss man es auch konsequent durchziehen und mit aller Kraft und eben keine Zwischenlösung anbieten, weil sich dann eben doch zu viele Menschen noch fossile Heizung einbauen. Und dann gibt es noch einen anderen Punkt, der ganz interessant ist und das ist die Frage, inwiefern wurde dieses Gesetz eigentlich auf die Verfassungsmäßigkeit geprüft. Da gibt es durchaus unterschiedliche Darstellungen aus dem BMI und dem BMJV, also dem Justiz- und Verbraucherschutzministerium, das für diese Rechtsförmlichkeitsprüfung zuständig ist. Der Zeitdruck war sehr, sehr groß und deswegen hat man sich mit diesen Bedenken, die in Gutachten zuweilen geäußert wurden, nicht abschließend äußern können. Und nun ja, nun liegt das Gesetz, das GEG, im Parlament und die Bundesregierung argumentiert, dass sie formal jedenfalls jetzt aus dem Verfahren raus ist.

Sprecher 3: Also die Koalition A. Im Maschinenraum doch besser zusammen, als wir manchmal hier diskutieren. Auch das soll an diesem Tag gesagt sein. Und zwei symbolhafte Begegnungen zeigen auch, dass es irgendwie doch noch funktioniert. Matthias Miersch, der linke Umweltpolitiker der SPD an der Spitze der Fraktion, war zu Gast beim privaten Geburtstagsempfang von Jens Spahn, dem vermeintlich schwarz-blauen Vorreiter. Also da zeigt sich, dass an der Fraktionsspitze doch einiges noch funktioniert. Und jetzt hat auch noch Matthias Miersch... Den CDU-Bundeskanzler einen SPD-Fanschal überreicht, als der zu Gast war in der Fraktion. Also vielleicht ist da doch noch mehr möglich. Lass uns mal darüber reden, wie Merz gewirkt hat bei der Fraktion. Wir fragen einfach mal Laura Block. Sie hat das Ohr an der Fraktionssitzung unserer SPD-Expertin. Hallo, schönen guten Tag, Laura.

Sprecher 5: Hallo, Michael.

Sprecher 3: Gehen wir nochmal kurz vor die Sitzung des Bundeskanzlers in der SPD-Fraktion. Da hat sich der Vorsitzende der SPD, Matthias Mölsch, durchaus humorvoll so geäußert.

Sprecher 6: Ich freue mich, dass der Bundeskanzler meiner Einladung gefolgt ist und heute in die Fraktion kommt der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Es ist auch selten, dass jemand links von mir steht, aber diese Ehre hat er heute.

Sprecher 3: Ein humorvoller SPD-Fraktionsvorsitzender, dann wurden aber die Türen geschlossen und es wurde durchaus ernster. Laura, deswegen die Frage an dich, wo du recherchiert hast, mit Leuten gesprochen hast, die dabei waren. Wie sehr zwingt sich diese SPD-Fraktion eigentlich zu ihrem Kanzler?

Sprecher 5: Ja, als einen so ernsten Termin würde ich den jetzt nicht beschreiben. Klar, das Thema war ernst. Der Kanzler war ja auch da, um jetzt nochmal für gute Laune zu sorgen. Wir erinnern uns, bis zum Sommer sollen ja die großen Reformvorhaben auf den Weg gebracht werden. Also jetzt ist Disziplin angesagt. Und deswegen war der Kanzler auch in der SPD-Fraktion, um auch so ein bisschen vorzufühlen, wie gerade die Stimmung so ist. Es sollte ein lockerer Termin werden. Es war dann doch am Anfang ein bisschen verkrampft, so wurde es mir zumindest berichtet. Der Kanzler saß auf seinem Stuhl und hat vom Zettel abgelesen. Erst als es zu den Fragen kam von den Abgeordneten, hat er dann frei geantwortet. Aber so eine richtig ehrliche und kontroverse Diskussion fand da jetzt nicht statt. Es wurden auch keine kritischen Fragen gestellt, weil auch die SPD-Abgeordneten wissen, wir müssen uns jetzt zusammenreißen, wir haben nur diese Koalition. Daran hat auch der Kanzler erinnert nochmal in seiner Rede. Und die großen Themen müssen jetzt vorangetrieben und vor allen Dingen auch umgesetzt werden.

Sprecher 3: Ja, aber gab es nicht eine Diskussion zum Beispiel über das Arbeitszeitflexibilisierungsgesetz, was dringend kommen soll? Versuchte man da nicht den Kanzler auch auf Linien einzuschwören, die der SPD vielleicht sonst zu weit gehen?

Sprecher 5: Nee, so wie mir das berichtet wurde, gab es diese Diskussion nicht und das führte auch zu Kritik. Also mir haben einige im Anschluss gesagt, zu einer Rede hätte es eigentlich auch gehört, dass man eben diese schwierigen Themen anspricht, wo man noch Konflikte sieht und wo es wahrscheinlich auch weiterhin Konflikte geben wird. Aber das hat der Kanzler nicht gemacht. Wahrscheinlich aus einem... sehr guten Grund. Dieser Termin sollte ein Wohlfühltermin werden. Und deswegen hat er eben solche Sachen nicht angesprochen.

Sprecher 3: Bei aller Kritik an der SPD inhaltlich muss man ja auch sagen, sie ist dieser Union und diesem Kanzler ja trotz der Schuldenbremse, die sicherlich an Tag 1 natürlich auch ein Zugeständnis an die SPD und dann auch an die Grünen war, aber im Verlauf dieser Regierung ist die SPD der Union ja oft durchaus entgegengekommen. Vom Familiennachzug bei der Migration, Körperschaftssteuer, Mütterrente, Pendlerpauschale, Diesel für die Landwirte oder bis hin zu den Flottengrenzen über der EU. Also es gibt ja durchaus Positionen, warum ein SPD-Abgeordneter auch sagen kann, Mensch, die Union muss aufhören, jetzt ständig von uns wieder Zugeständnisse zu fordern. War diese Stimmung spürbar?

Sprecher 5: Absolut. So sehen das ja auch die SPD-Abgeordneten, die sagen und betonen auch immer wieder, wie oft man der CDU da an vielen Stellen entgegengekommen ist. Aber trotzdem, die gute Stimmung steht jetzt erstmal im Vordergrund und natürlich erwarten die jetzt auch, dass von der Union was kommt. Aber wie gesagt. Die SPD-Fraktion sieht das Problem nicht in Friedrich Merz unbedingt, sondern die sehen das Problem eher bei seiner Fraktion. Sie sagen auch, dass Merz von Tag 1 an Probleme, Machtprobleme in seiner Fraktion hat. Daher nehmen sie das dem Kanzler schon ab, dass er jetzt diese Reform umsetzen möchte. Sie glauben aber nur noch nicht so richtig daran, dass auch seine Fraktion da mitmachen wird. Daher sagen die jetzt auch 10. Nicht Worte, sondern Taten. Und jetzt müsste man eben gucken, was darauf folgt nach seinem Besuch in der Fraktion.

Sprecher 3: Nach deinem Eindruck, also kommt es auf den Maschinenraum am Ende in den Fraktionsarbeitsgruppen an. Kriegen die die Steuerreform, die Rentenreform nach deiner Einschätzung bis zur Sommerpause hin?

Sprecher 5: Ja, das ist die ganz große Frage. Darüber spreche ich natürlich immer wieder auch mit den Abgeordneten und auch Sie. Versuchen natürlich, gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Sie wollen glauben, dass es klappt. Sie wissen aber auch, wie es in den vergangenen Wochen abgelaufen ist. Und deswegen hat man da auch in der SPD-Fraktion einen realistischen Blick auf das, was jetzt kommt. Aber natürlich versuchen jetzt alle gemeinsam, diese Reform auf den Weg zu bringen, weil sie wissen, dass nur wenn diese Reformen kommen, die Koalition auch Möglichkeiten hat, weiter zu bestehen.

Sprecher 3: Es bleibt dabei, totgesagte regieren vielleicht doch länger. Die Einschätzungen von Laura Deine werden sicherlich nicht die letzten gewesen sein hier bei uns im Podcast. Vielen Dank dafür, liebe Laura.

Sprecher 5: Danke dir, Michael.

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Sprecher 3: München ist inzwischen das Epizentrum für die Defense-Tech-Industrie. Rund 70 Rüstungs-Startups haben dort ihren Sitz. Damit zählt die Region zu einer der wichtigsten auch europäischen Defense-Tech-Szenen. Eines der Unternehmen, das Sie vielleicht noch nicht kennen, aber dringend kennenlernen sollten, ist Arx Robotics. Das Unternehmen hat sich auf Bodendrohnen, also unbemannte Fahrzeuge und KI-Anwendungen spezialisiert, die vom Boden losgeschossen werden. Die Idee dazu kam den drei Gründern in der Zeit, als sie selber noch Offiziere bei der Bundeswehr waren. Sie kommen also aus der Truppe und haben nicht nur deshalb im Markt auch eine ganz andere Autorität. In der Ukraine ist die Bodendrohne Gerion inzwischen ein fester Bestandteil der Kampfstrategie und sie kommt vor allem bei der Logistik, dem verwundeten Transport, dem Nachschub und den Operationen in hochbedrohlichen Umgebungen zum Einsatz. Robert Wallenhauer, unser Kollege vom Security Table, hat mit dem CEO und Gründer von Arx Robotics, Marc Wiedfeld, gesprochen über die Bedeutung und die Weiterentwicklung dieses neuen Drohnentyp. Spannendes Gespräch, hören wir rein.

Sprecher 8: Hallo Herr Wiedfeld.

Sprecher 3: Hi, freut mich.

Sprecher 8: Bevor Sie 2022 Axe Robotics gegründet haben, haben Sie in der freien Wirtschaft gearbeitet, Management und Medien studiert, waren sehr lange als Soldat in der Bundeswehr. Wie kam die Entscheidung, dass Sie dann doch ein eigenes Startup im Rüstungsbereich gegründet haben?

Sprecher 9: Das Problem, was ich mit meinen Kameraden damals erkannt habe, ist, dass es neue Technologien gibt und diese aber nicht schnell genug in die Hand des Soldaten, in die Hand des Nutzers kommen. Und unsere Streitkräfte verteidigen mit der Bereitschaft unter Einsatz ihres Lebens. Unsere Demokratie und sollten daher, und das war unsere Überzeugung als Soldaten, also da waren wir nicht nur uneigennützig, sondern sollten das beste Material in der besten Qualität und Quantität erhalten. Und dazu gehört dann eben auch Software, künstliche Intelligenz und unbemannte Systeme.

Sprecher 8: Wer ihre unbemannten Systeme jetzt gerade relativ früh erhalten hat, sind die Soldaten in der Ukraine. Da ist der Gerion, so nennen sie ihre Bodendrohne, schon lange im Einsatz. Und die Frage ist da immer, was haben sie aus der Ukraine gelernt und wie wird der da gerade eingesetzt?

Sprecher 9: Die Gerion-Flotte bildet jetzt gerade die weltgrößte vernetzte militärische Robotikflotte im Einsatz. Wir sprechen davon täglich mehreren hunderten Systemen, die im Einsatz sind, in verschiedenen Use Cases, also Anwendungsszenarien, die reichen von Logistik, also dem Transport von Wasser, Verpflegung, Munition an die Front bis hin zu Kesevec, also die Rettung und Evakuierung von verwundeten Soldaten, aber auch zu Use Cases, die am schärferen Ende sind, wie auch Aufklärung, Zieldatengenerierung oder auch Wirkung. Also bedeutet, dass die Streitkräfte vor Ort das System mit vorhandenen Waffen und Waffenstationen ausrüsten und dort auch zum Einsatz bringen. Was wir dort gelernt haben, ist ziemlich beachtlich, würde ich sagen. Also als wir angefangen haben, haben wir die Systeme so entwickelt, dass sie beschaffbar sind durch europäische Beschaffungsämter, wie unser BeinBW beispielsweise. Und sind dann ziemlich früh, als der Krieg ausgebrochen ist und wir erkannt haben, dass wir da mit unserer Bodendrohne einen Beitrag leisten können, in die Ukraine gefahren und haben ein solches System den Streitkräften zur Verfügung gestellt, was dann dramatisch gescheitert ist. Aufgrund eben dieser Entwicklungsrichtlinien, die wir in Europa haben, die sind sehr geprägt von Sicherheit, von Zertifizierung, Dokumentation, also eigentlich wie man sich eben so ein Fahrzeug vorstellt, was einem der TÜV freigeben würde. Das ist aber nicht das, was die Streitkräfte dort im Einsatz gebraucht haben, sondern diese Sicherheitsmaßnahmen, beispielsweise eine Feststellbremse oder eine zertifizierte zweite Fernbedienung zum Rangieren bei Funkausfall, also viele Kleinigkeiten, die dazu geführt haben, dass der Einsatzwert sehr gering wurde. Wir sind mit dem Gelernten wieder zurückgefahren und haben das radikal verändert. Also wir haben alles, was nicht notwendig ist für Funktion und Einsatzwert der Drohne entnommen, die ist dadurch auch... Preiswerter geworden, skalierbarer geworden. Die wird jetzt, so wie sie in der Ukraine im Einsatz ist, keinen TÜV-Stempel erhalten, sodass wir am Ende mit zwei Systemvariationen geendet sind und der Bundeswehr das aber auch so gesagt haben oder den europäischen Ministerien. Es gibt jetzt zwei Versionen, die eine für den Krieg und die andere für europäische Streitkräfte. Klingt falsch, weil es falsch ist, aber diesen Lernprozess, den haben wir vorangetrieben mit europäischen Streitkräften und mit ukrainischen Streitkräften, dort die Mitte zu suchen zwischen Funktion und Regulierung.

Sprecher 8: Mittlerweile gibt es auch viele einheimische Unternehmen in der Ukraine, die sozusagen solche Systeme entwickeln. Selbst in Deutschland steigt die Konkurrenz, würde ich sagen. Deal, ein großer Rüstungskonzern, hat ein unbemanntes Bodenfahrzeug. Quantum Systems, ein anderes Defense-Startup, hat auch ein System dieses Jahr vorgestellt. Wie will sich ARX in diesem... An diesem Markt platzieren und sich gegen die Konkurrenz behaupten.

Sprecher 9: Als wir angefangen haben, und das haben wir ungefähr zeitgleich getan mit den ersten Prototypen, die in der Ukraine auch entstanden sind, also es war ein gemeinsames Lernen auch mit der ukrainischen Industrie zusammen, Jetzt mittlerweile haben wir eine Marktführerschaft errungen in Europa. Also unsere Systeme sind nicht nur in mehreren hundert im Einsatz in der Ukraine, also haben dort einen laufenden Bedarf und werden laufend eingesetzt, sondern sind auch gleichzeitig die Systeme, und das ist einzigartig, die in Europa beschafft werden und in die Streitkräfte eingeführt werden oder Teil von größeren Rüstungsprojekten werden. Diese Technologieführerschaft und diese, das kann ich sagen, ohne überheblich zu wirken, dass wir geprägt haben, was ist denn eine Landdrohne im militärischen Bereich und wie wird die eingesetzt, ist natürlich ein enormer Vorteil für uns. Wir haben von Anfang an eine Architektur aufgesetzt, die sehr modular ist und die vieles mitdenkt von der Infrastruktur hin. Und das ist geschuldet unserem Verständnis als Soldaten. für Streitkräfte oder für die Streitkraft, dass nicht die beste Technologie und nicht das beste Werkzeug, nicht das beste System gewinnt, sondern das, was am besten implementierbar ist in die Kriegsführung, aber auch in die Infrastruktur einer Streitkraft. Also wir passen uns sehr stark auf den Nutzer an und wir sind in sehr schnellen Technologie-Iterationen dabei und haben jetzt aber auch so eine kritische Nutzerschwelle erreicht, von denen unser System lernt. Das hat uns beispielsweise zum größten Datenhalter in Europa gemacht für Daten. Aus der Nutzung unbemannter Landsysteme im Einsatz, also für Landautonomie, Landteleoperation und Vernetzung. Wenn man jetzt in Europa auf den UGV-Markt einen Blick wirft, dann gibt es eigentlich nur ein Unternehmen, was mehr als fünf jemals im Einsatz hatte, mehr als zehn produziert hat. Wir haben mittlerweile eine Produktionslinie aufgebaut. Haben es geschafft, da ziemlich schnell eine skalierte und vom Nutzer akzeptierte Lösung zu schaffen. Und das ist eine gute Ausgangsposition. Was uns aber freut, ist, dass jetzt andere und auch große Teilnehmer diese Technologie für sich entdecken, zeigt eigentlich, dass da ein Markt entsteht. Weil oft wurden wir auch belächelt, wir seien zu früh, ist kein Thema, wird niemals so groß wie der Luftdrohnenbereich, wird sich nicht durchsetzen, kann nicht mit Panzern mithalten. Also eigentlich solche Dinge haben wir gehört. Jetzt ist vor allem durch die Ukraine klar geworden, die 25.000 solcher Systeme jetzt in diesem ersten Halbjahr des Jahres einführt und die Logistik auf dem Gefechtsfeld vollkommen auf diese Technologie schätzen möchte. Komm auf UGVs, stützt, ist eine Bestätigung, die für uns als Unternehmen auch sehr gesund ist.

Sprecher 8: Aber Sie sehen nicht die Gefahr, dass sozusagen irgendwann ein großer Player einen größeren Fokus auf unbemannte Bodensysteme setzt und dann wegen, ich sage mal, der Produktionskapazitäten, die diese Konzerne sozusagen im Rücken haben, relativ schnell sie zum Beispiel beim Preis unterbieten kann und dann Marktanteile glaubt oder?

Sprecher 9: Ich habe da ehrlich gesagt keine Angst vor, vor allem nicht vor der Skalierung und auch dem Preis. Wir haben es geschafft, eine Lösung zu entwickeln, die mehr als konkurrenzfähig ist, die im Faktor 5 bis 10 preiswerter ist als die Prototypen beispielsweise von größeren Rüstungsherstellern wie Rheinmetall oder Diehl. preiswerter, skalierbarer und besser ist, dann muss man sich da nicht die größten Sorgen machen. Trotzdem haben wir Rückspiegel. Also wir sind auch nicht so überheblich, dass wir sagen, wir haben einen Vorsprung erarbeitet, der uns irgendwie in die Sessel fahren lässt. Das ist überhaupt nicht der Fall. Im Gegenteil, wir gucken uns das schon sehr genau an, wer was macht und warum. Wir freuen uns aber... Eigentlich eher darüber, dass diese Technologie eine Relevanz hat, die ihr gebührt.

Sprecher 8: Vielleicht jetzt ein Blick auf Deutschland geworfen. In der Luft hat die Bundeswehr mittlerweile Kampfdrohnen beschafft. Und unbenannten Bodensystem war sie ein bisschen zurückhaltender, könnte man sagen. Wie seht ihr da den Wandel? Erwartet ihr sozusagen demnächst Großaufträge? Wie seht ihr die Bundeswehr als euren Kunden sozusagen?

Sprecher 9: Wir sehen und bewerten das so, dass die Bundeswehr den Landdrohnenbereich sich so erschließt, dass er äquivalent zur Bedeutung des Luftdrohnenbereichs wird. Das ist auch etwas, was dem geschuldet ist, dass... Wir als mitteleuropäische Streitkraft natürlich eine sehr große Landdimension haben, dass unser Heer die größte Teilstreitkraft ist, dass 70 bis 80 Prozent von Personal und Material an Land stattfinden und dass Automatisierung und Digitalisierung deshalb natürlich den größten Effekt hat an Land. Alles ist multidimensional zu denken. Das Volumen wird deutlich größer werden, als es bisher der Fall war.

Sprecher 8: Spannender Einblick. Vielen Dank, Herr Wiedfeld, für das Interview.

Sprecher 9: Sehr gerne.

Sprecher 2: Mein lieber Mick, wir sitzen hier bei dir im Garten in Zehlendorf und, das müssen die Hörerinnen und Hörer jetzt verkraften, es ist spätabends und wir haben schon eine Flasche Wein getrunken. Nur weil es so ein lauer Sommerabend ist und weil mein Sohn morgen Geburtstag hat und wir quasi hier reinfeiern.

Sprecher 3: Gut, dass ich nicht. Unbedingt viel mitgetrunken habe, denn ich habe ja dich, Helene, dann auch noch zur Veranstaltung gebracht im äußersten Südwesten Berlins, wo es um Rechtsstaat und Demokratie geht. Direkt am Wannsee, da war natürlich Helene Bubrowski gefragt. Schön, dass du vorher bei mir diesen Podcast aufgenommen hast. Und du siehst bei mir, die Ikea-Möbel sind noch da, aber es werden weniger. Also wir müssen mal eben nochmal über Ikea reden.

Sprecher 2: Ja, Ikea bekannt durch die Möbel, die man bei Michael Brücker zu Hause besichtigen kann. Wenige davon. Als alter Skandinavien-Liebhaber.

Sprecher 3: Stimmt.

Sprecher 2: Aber es gibt ja noch was anderes. Es gibt ja Leute, die gehen zu Ikea vor allem um dieses wunderbare Schöttbulla-Essen oder wie die Deutschen sagen, Köttbulla zu essen. Zum 1. April hatte sich Ikea einen Scherz erlaubt und Lollis. Nicht nur in Form, sondern auch mit dem Geschmack von Schöttbullern rausgegeben. Und das Ganze hat sich zu einem riesigen Hype entwickelt.

Sprecher 3: Sie waren angekündigt als Lolli, als April-Scherz. Man kann sich so einen Tschuppa-Tschupp vorstellen mit so einem Frikadellchen obendrauf. Naja, und jetzt kommen sie tatsächlich als Sonderedition auf den Markt. Ikea ist und bleibt nah bei den Kunden, muss man hier wirklich einfach mal lobend erwähnen.

Sprecher 2: Wenn ihr es wollt, bekommt ihr es auch. So war die Reaktion. Aktion von Ikea und ja, verrückt, was Leute dann, wenn sie es auf den Parkarten sehen, tatsächlich haben wollen. So gibt es ja auch Lasagne, die aussieht wie Lasagne in Wahrheit, aber Vanilleeis mit Erdbeersoße ist...

Sprecher 3: Als Fan der Herzhaften. Ernährung und der ja keinerlei Süßigkeiten mag, außer Lakritz, aber alles liebt, was irgendwie deftig und herzhaft ist, finde ich diese Kombination, mal eine Frikadelle als Süßigkeit zu verkaufen, sensationell. Wir freuen uns auf Sie, wenn Sie auch morgen wieder dabei sind. Da gibt es Süßes und Saures bei uns. Egal was, bei Table Today immer etwas Überraschendes. In diesem Sinne, tschüss und bye bye.

Sprecher 2: Tschüss.

Sprecher 10: I take you to the candy shop. I let you the knowledge pop. Go ahead, girl, don't you stop. Keep going till you hit the spot.

Sprecher 11: I'll take you to the candy shop. One more taste of what I got. I'll have to spend all you got. Keep going until you hit the spot.

Sprecher 12: You can have it your way. How do you want it? You gonna back that thing up or should I push up on it? Temperature rising, okay. Let's go to the next level. Dance floor jam packed. Hot as a tea kettle. I'll break it down for you now, baby. It's simple. If you be a... I'll get in the hotel or in the back of the rental on the beach or in the park. It's whatever you want to. Got the magic stick. I'm the love doctor. How your friends teasing you by how I sprung. I got you. Want to show me you can work it, baby. No problem. Get on top. Then get to bounce around like a lowrider. I'm a seasoned vet when it comes to. After you woke up a sweat, you can play with me. I'm trying to explain, baby, the best way I can. I'm melting your girl, not your hand. I take you to the candy shop. I let you out, let you pop. Go ahead, girl, don't you stop. Keep going till you hit the spot. Whoa.

Sprecher 11: I'll take you to the candy shop. One more taste of what I got. I'll have to spend all you got. Keep going till you hit the spot. Whoa.

Sprecher 12: Girl, what we do.

Sprecher 11: What we do.

Sprecher 12: And where we do.

Sprecher 11: And where we do.

Sprecher 12: The things we do. Are just between me and you.

Sprecher 13: Ingrid und Indeed präsentieren Jobs, bei denen man sich keinen Fehler erlauben darf. Heute Friseurin. Etwas nachschneiden bitte. Nur die Spitzen. Was ist das? Heckenschere. Viel effizienter. Die ist für Büsche. Ganz genau. Ingrid! Das ist ein Job für Premium-Stellenanzeigen. Mit richtigen Profis wäre das nicht passiert. Vertraue Ingrid, versuch Indeed und finde qualifizierte Talente mit Premium-Stellenanzeigen. Mach's dir Indeed einfach. Jetzt auf indeed.de slash recruiting. Bringe dein Geschäft auf Touren und arbeite intelligenter. Mit Acrobat Studio. Kombiniert Acrobat Pro Tools, KI-gestützte Arbeitsbereiche, Assistenten und Inhaltserstellung alles an einem Ort. Nutze den KI-Assistenten als Analysten oder Dozenten und passe ihn an dein Unternehmen an. Arbeite schneller, intelligenter, erledige mehr mit Acrobat Studio. Mach es einfach mit Acrobat. Probiere es jetzt auf adobe.com slash acrobat aus.