Ein Jahr Merz - Die Bilanz. Mit Wolfgang Schmidt.
Dauer: 25:48

Ein Jahr Merz - Die Bilanz. Mit Wolfgang Schmidt.

Wolfgang Schmidt, Ex-Kanzleramtschef unter Olaf Scholz, zieht nach einem Jahr Schwarz-Rot eine nachsichtige Bilanz – er wisse, wie schwer Regieren ist, sagt Schmidt im Gespräch mit Michael Bröcker. Den Vorwurf, die SPD sei die Bremse der Koalition, wischt er weg: Die angeblich blockierenden linken Funktionäre habe er „trotz intensivster Suche" nicht entdeckt. [11:43]

Nicht einmal mehr ein Viertel der Deutschen glaubt daran, dass die schwarz-rote Koalition vier Jahre hält. Friedrich Merz hat am Abend bei Caren Miosga klargemacht, er wolle „diese Zusammenarbeit fortsetzen" – der Koalitionsvertrag sei nach wie vor gut. [01:37]

Donald Trump droht, weit mehr US-Soldaten aus Deutschland abzuziehen – „a lot further than 5,000." Auch unter seinen republikanischen Parteifreunden gibt es Kritik an den Abzugsplänen. Eine weitreichende Reduktion der Truppenstärke in Deutschland und Europa müsste der Präsident sich vom Kongress genehmigen lassen. [19:04]


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Transkript

Sprecher 1: Table Today mit Michael Bröker und Helene Bubrowski.

Sprecher 2: An diesem Mittwoch feiert die schwarz-rote Bundesregierung ihren ersten Geburtstag. Sind sie auch schon in Feierlaune? Jedenfalls die Koalitionäre sind es nicht wirklich. Die Umfragewerte sind im Keller. Zwischen Union und SPD knirscht es mehr, als viele gedacht hätten. Und die Bilanz müssen wir hier natürlich auch mal ziehen.

Sprecher 3: Ja, nach einem Jahr stand die Ampel, so muss man sagen, immer noch besser da. Und trotzdem haben wir einen, der weiß, wie es sich anfühlt, wenn die Dinge nicht gut laufen. Wolfgang Schmidt ist es, der ehemalige Chef BK. Und wir sprechen mit ihm darüber, warum es eigentlich so schwer ist, eine Koalition zusammenzuhalten. Und was Friedrich Merz dringend ändern muss, wenn er die Bevölkerung und den Koalitionspartner nicht endgültig verlieren will.

Sprecher 2: Eines hat der Bundeskanzler Merz allerdings hinbekommen, nämlich das Verhältnis zu Donald Trump in eine Art Vertrauensbasis zu überführen. Das scheint auch vorbei zu sein. Nach den Iran-kritischen Äußerungen des Kanzlers hat Donald Trump nun angekündigt, mehr als 5000 Soldatinnen und Soldaten abzuziehen aus Deutschland. Allein in Rheinland-Pfalz hängen 50.000 Jobs direkt oder indirekt an diesen US-Truppen in Ramstein, Landstuhl oder Kaiserslautern. Wir geben Ihnen mal ein Update.

Sprecher 3: Und zum Schluss müssen wir über eine außergewöhnliche Idee der Stadt Rio de Janeiro sprechen, die nichts mit dem legendären Karneval zu tun hat, aber trotzdem etwas ist, auf das Sie sich jetzt schon freuen können. Am Morgen von diesem Montag, den 4. Mai. Schön, dass Sie nach dem langen... und sonnigen Wochenende wieder bei uns sind.

Sprecher 4: Ich bin Max, Leiter von TikTok Shop Deutschland. TikTok kennt jeder. Seit März vergangenen Jahres gibt es in Deutschland auch TikTok Shop, eine Einkaufsfunktion auf TikTok. Mittlerweile 25.000 Händlerinnen und viele, viele Creatorinnen erfinden mit TikTok Shop E-Commerce in Deutschland neu. Sie bieten Kundinnen Discovery, Spaß beim Shoppen und schaffen neue Jobs von Bayern bis Berlin. Viel Spaß beim Entdecken von Produkten auf TikTok Shop.

Sprecher 5: Was meint sich jetzt da genau?

Sprecher 6: Einfach diese Geschichte immer mit dem Tiefpunkt und nochmal einen Tiefpunkt. Dann gibt es nochmal einen niedrigeren Tiefpunkt. Ich kann diesen Scheißdreck nicht mehr hören, muss ich ganz ehrlich sagen. Da stelle ich mich vor die Mannschaft.

Sprecher 2: Nur noch jeder vierte Deutsche ist laut Umfragen mit dieser Bundesregierung zufrieden. 24 Prozent glauben, dass Union und SPD vier Jahre noch durchhalten. Der Rest tut es nicht mehr. Kurz vor dem ersten Jahrestag dieser Koalition ist es, ganz im Sinne von Waldemar Hartmann und Rudi Völler, der tiefste Tiefpunkt, der tiefere Tiefpunkt dieser Koalition. Helene, geht's noch tiefer?

Sprecher 3: Naja, wenn es nach Friedrich Merz geht, sind die Dinge ja so dramatisch auch nicht. Er war gestern zu Gast bei Karin Mioska im Solo und hat die Koalition verteidigt. Hören wir mal rein, was er dazu gesagt hat.

Sprecher 5: Wir haben ein Vertrauen auf der Basis unserer Verabredung, die wir getroffen haben. Ich glaube, dass ich das zu Lars Klingbeil und auch zu Bärbel Baas in den letzten Monaten weiter gut entwickelt habe. Wir haben einen ordentlichen Koalitionsvertrag miteinander gemacht. Der Koalitionsvertrag ist übrigens nach wie vor gut. Wir sprechen vernünftig miteinander. Wir haben ja auch vor und nach den Kabinettssitzungen, vor und nach Besprechungen. Wir sehen uns mehrfach die Woche, wir reden vernünftig miteinander. Ich bin ja nicht von allem so 150 Prozent überzeugt, dass ich sage, das geht jetzt alles wie selbstverständlich und wie geschnitten Brot in den nächsten Wochen und Monaten über die Bühne. Wir sind unterschiedliche Parteien in dieser Regierung, aber wir haben uns verabredet, dass wir zusammenarbeiten und ich möchte diese Zusammenarbeit fortsetzen.

Sprecher 7: Haben das alle begriffen inzwischen, dass man nur gemeinsam überleben kann?

Sprecher 5: Ich hoffe es. Ich sage jedenfalls an alle diejenigen, die uns von außen beobachten und uns nahestehen, Vergesst die Hoffnung, dass es da irgendwas mit Minderheitsregierung gibt und Duldung durch die AfD. Das kommt mit mir nicht in Frage. Ich sage an die Adresse der SPD, es gibt in Deutschland keine linke Mehrheit. Was mir manchmal fehlt, ist die grundsätzliche Bereitschaft anzuerkennen, dass unsere Demokratie auf Kompromiss aufgebaut ist. Wenn wir ein anderes Wahlrecht hätten, so wie in Großbritannien, so wie in Frankreich, so wie in den USA, dann hätte die CDU, CSU die absolute Mehrheit bekommen. Wir haben aber kein anderes Wahlrecht.

Sprecher 2: Ja, dass nach einem Jahr überhaupt darüber diskutiert wird und zwar ernsthaft hinter den Kulissen, ob diese Koalition hält und wenn ja, wie ein Exit-Szenario aussehen könnte, Helene, das ist doch eigentlich das Entscheidende.

Sprecher 3: Ja, also das ist natürlich wirklich ein harter Befund, dass wir nach einem Jahr so weit sind, dass wir von Schreiereien oder zumindest Lautenrufen in der Villa Borsig hören und davon, dass Koalitionäre mehr und mehr ihrer Wut Luft machen und ziemlich offen darüber spekulieren, wann denn nun Ende ist. Also beide Seiten haben ziemlich den Kanal voll und das ist natürlich bei einer Koalition, die gesagt hat, wir wollen in diesem Land viel erreichen. Ein ziemlich bitteres und auch beängstigendes Ergebnis, denn man fragt sich, was soll denn jetzt passieren?

Sprecher 2: Ja, beide waren sich ja vor der Bildung dieser Koalition. Koalition bewusst, dass es vielleicht die letzte große historische Chance der politischen Mitte ist, nochmal zusammenzuzeigen, dass sie es können. Und dann ist das sehr schnell auf die schiefe Ebene geraten. Und bei der SPD hört es sich so an, als wäre die CDU nicht politik- und regierungsfähig, schlecht vorbereitet, kein Machtzentrum. Bei der Union heißt es, die SPD wolle einfach dieses Land nicht jenseits der eigenen Milieus regieren. Und so schaukelt sich beides hoch.

Sprecher 3: Und die Umstände darf man natürlich nicht außer Acht lassen. Wenn man jetzt zurückblickt und sagt, warum haben eigentlich 16 Jahre Angela Merkel so gut funktioniert, obwohl es da ja auch eine große Krise nach der anderen gab, Migration, Bankenkrise und so weiter und so weiter. Mit der FDP lief es ja auch nicht rund, wie wir wissen, in den Jahren 2009 folgende. Trotzdem war damals natürlich ein kontinuierlicher Wirtschaftsaufschwung. Es gab mehr und mehr Wachstum hier, Zufriedenheit, Arbeitsplätze. Wir haben über die schwarze Null damals gesprochen. So viel Geld hatten wir hier, so viel Wertschöpfung. Es gab zwar damals schon Manner, die sagten, das wird alles mit dem Auto so nicht weitergehen und so weiter und so weiter. Ich will das nicht alles schönreden, was damals gemacht wurde. Aber das ist schon ein großer Unterschied, dass wir jetzt eben diese Wirtschaftslage haben, drei Jahre Rezession und jetzt das kleine Pflänzchen, das wir hatten, die kleine Hoffnung, dass es besser wird, die natürlich jetzt durch den Iran-Krieg komplett zerstört wurde. Das ist sicherlich etwas, das es für Friedrich Merz ungleich schwieriger macht und wo er auch natürlich nichts für kann.

Sprecher 2: Aber Helene, ähnlich was du sagst, hat Friedrich Merz vergangene Woche in der Unionsfraktionsklausur auch gesagt. Und da gab es durchaus auch Widerstände. Er hat das intoniert, was er im Spiegel-Interview gesagt hat, nämlich er sei der am meisten angefeindete und die außen- und geopolitischen Probleme, das hätte doch so auch keiner vor ihm. Das ist am Ende ja auch alles so nicht richtig, wenn man an Helmut Kohl denkt oder an Helmut Schmidt oder auch an Angela Merkel in der Finanzkrise. Alle hatten ihre geopolitischen externen Effekte zu meistern. Aber Friedrich Merz hat selber immer gesagt, wir sind stark genug, um aus diesem Land heraus was Besseres zu machen. Und gerade in der Innenpolitik, da bei diesen Themen, da hat er ja bisher nicht geliefert. Und vielleicht hat Markus Söder recht, der gesagt hat, ja, stimmt, Iran und Trump und alles schwierig. Aber umso mehr Tempo müsste man doch eigentlich im Inneren machen. Und das teile ich, diese Analyse.

Sprecher 3: Naja, und vielleicht ist deswegen der Schwerpunkt auch nicht genügend bei der Innenpolitik. Also die Frage ist ja, wer sind die Leute, die engen Berater von Friedrich Merz? Also fangen wir mal an, sein Regierungssprecher, ehemaliger SZ-Kollege Stefan Cornelius, ein exzellenter Außenpolitik-Analyst, muss man sagen, aber eben innenpolitisch nicht so beschlagen, jedenfalls wie außenpolitisch. Damit fängt es an. Wer auch sein Ohr sehr stark hat, ist Wolfram Weimer, aber eben einer, der derzeit erstens selber sehr kämpfen muss, zum anderen sich anderen Themen verschrieben hat als jetzt einer innenpolitischen Reformagenda, ist ja mit seinem Kulturbereich vollauf beschäftigt. Und eben auch kein erfahrener Politiker. Also das müssen wir auch sagen, Michael, wir können von außen immer alles schön und gut analysieren, aber wie die Mechanik der Macht abläuft, das weiß Wolfram Weimar vielleicht mittlerweile nach einigen Monaten etwas besser als wir, aber er hat es eben auch wirklich nicht gelernt.

Sprecher 2: Ja, vielleicht fehlt ihm diese Expertise im direkten Umfeld. Tatsächlich auch an anderer Stelle. Thorsten Frei war ein leidenschaftlicher Parlamentarier und Fraktionsgeschäftsführer, aber im Kanzleramt hat er die Fäden auch so schnell nicht in den Griff bekommen, zumal er selber auch gerne Politik erklärt und nicht nur Politik managt. Der Büroleiter Jakob Schroth war hier schon Thema, sehr jung, sehr klug, aber eben auch keiner, der in den Parteien und in den Fraktionen vernetzt war. Die Stelle des Medienberaters ist immer noch unbesetzt. Die berühmte Eva Christiansen hat das viele Jahre an der Seite von Beate Baumann für Friedrich Merz gemacht. Bisher heute keinen Nachfolger gefunden, Friedrich Merz. Und so ist er oft auch alleine mit seiner Kommunikation. Inzwischen glaube ich halt tatsächlich, die Hauptprobleme in dieser Koalition sind gar nicht die Gesetze, die man so oder so finden kann und die oft auch gut begründet sind, sondern die Kommunikation darüber.

Sprecher 3: Darüber streiten ja Journalisten immer, ist es jetzt die Kommunikation das Problem oder wird die Kommunikation völlig überbewertet. Klar ist jedenfalls in dieser Zeit, in der es eine Notwendigkeit gibt, Dinge zu erklären, in der es auch eine Sehnsucht gibt nach Orientierung. Jeden Tag twittert Trump irgendwas und wir wissen überhaupt nicht, ist morgen der Dritte Weltkrieg oder ist das alles überhaupt nicht ernst zu nehmen. Da muss jemand zumindest mal einen Weg finden. Weisen kann man sich über den streiten. Und bei Friedrich Merz haben wir eben das Problem, dass er ständig Dinge sagt, die er dann halb wieder einrollen muss, dass er so spricht, als würde ihm niemand zuhören. Also Beispiel sauerländische Schule. Offenbar hat er sich nicht vorstellen können, dass das, was er da sagt über Donald Trump und die amerikanische Strategie, auch tatsächlich von anderen Leuten gehört wird, als von diesen sauerländischen Schülern. Das ist ihm schon öfter passiert. Also am Ende, ja, manche Kommentatoren sind ja sehr hart und sagen, er ist immer noch nicht im Kanzleramt angekommen, weil er immer noch zu viele Anfängerfehler macht.

Sprecher 2: Ich bin ja einerseits froh, ich will ja gar keinen Automaten und Roboter, der immer genau das sagt, was das Publikum hören will. Aber ein bisschen Kompass braucht man natürlich schon. Er geht in den Koalitionsausschuss und soll da jetzt ein großes Reformkonzept beschlossen werden mit der SPD, ja dann muss er es vorbereiten, dann muss er sagen, was er will. Da muss er grundlegende Ziele für dieses Treffen wenigstens mal im Vorfeld mit Spahn, mit Frey, mit Dobrindt verabredet haben. Und stattdessen gab es Riesenärger um Subventionslisten, Steuerreform. Und am Ende ist man mit dem Tankrabatt rausgekommen, weil der Staatssekretär von Herrn Klingbeil an eine alte Ampelidee gedacht hatte und man doch irgendwas zur Entlastung präsentieren wollte. Das ist doch fatal, die Botschaft.

Sprecher 3: Ja, das Problem in der CDU ist, dass sie sogar rhetorisch noch besser ist, als sie dann in den inhaltlichen Vorschlägen ist. Also die SPD ist tatsächlich eine Partei, das erinnern wir uns auch, dass es in den Koalitionsverhandlungen so war, die sind immer sehr schnell dabei mit ganz konkreten Vorschlägen, die gemacht werden. Sie wissen immer genau, was sie wollen. Sie wollen und die CDU, die immer einen theoretischen Überbau hat, der sich absolut hören lässt über wie Marktwirtschaft und Freiheit und ähnliches, wenn es dann ums Praktische geht, ist die CDU relativ blank oft. Möglicherweise, weil sie jetzt vorher nicht regiert hat und eben doch nicht so viele Papiere geschrieben hat, die man eins zu eins umsetzen kann, wie Carsten Linnemann das mal behauptet hat. Aber jedenfalls setzt sich, was die konkreten Vorschläge angeht, dann sehr oft die SPD durch.

Sprecher 2: Ja, und sie kam ja auch in den letzten Tagen der Koalitionsverhandlung mit diesem Konzept von Jens Südelkum und Clemens Fust um die Ecke. Das war am Ende die Grundlage, ob für diese Regierung wurde. Die steuerpolitischen Ideen im Finanzministerium waren auch sofort bei der Hand. Man hatte natürlich diesen Apparat hinter sich, da hast du völlig recht. Aber dann muss sie da eben nachholen. Dann muss er sagen, hier ist mein Kraftzentrum. Vielleicht muss man auch mal Personal tauschen. Vielleicht ist Thorsten Frei als Minister besser als als Kanzleramtsminister. Vielleicht braucht man da so einen technischen Verwalter und Koordinator, damit die Dinge nicht explodieren. Jedenfalls haben sie ja noch bis zum Sommer und das hat Friedrich Merz gestern bei Karin Mioska auch klar gemacht. Er rechnet damit, dass diese Koalition eine Reformkoalition wird und man sich einigen wird, auch wenn die Schmerzen dahin eben manchmal doch enorm sind.

Sprecher 3: Einer, der es nicht bis zum Ende geschafft hat, die vier Jahre nicht voll machen konnte und deshalb genau weiß, wie schwer es ist, eine Koalition zusammenzuhalten, ist Wolfgang Schmidt. Er war Chef des Kanzleramts unter Olaf Scholz und hat überhaupt Olaf Scholz auf seinem Aufstieg in der deutschen Politik immer sehr nah und eng begleitet. Man könnte so weit gehen und zu sagen... Erfolge von Olaf Scholz sind in Wahrheit die von Wolfgang Schmidt. Aber wollen wir nicht zu viele Vorschusslorbeeren loslassen, bevor er hier zu Wort kommt. Wolfgang Schmidt ist jetzt aber auch schon da. Und Michael, du hast ihm deine kritischen Fragen gestellt.

Sprecher 2: Einen schönen guten Tag, lieber Wolfgang.

Sprecher 8: Grüß es dich, Mick.

Sprecher 2: Ein Jahr Friedrich Merz, ein Jahr Schwarz-Rot. Wie fällt deine Bilanz aus?

Sprecher 8: Ach, ich halte mich da als ehemaliger ehrlicherweise zurück. Ich finde, diejenigen, die regieren, haben erstmal eine Grundsolidarität derer verdient, die vorher regiert haben. Ich weiß, wie schwer das ist und deswegen bin ich vielleicht auch etwas nachsichtiger als manch andere und natürlich vor allem ihr als kritische Journalistinnen und Journalisten.

Sprecher 2: Hat sich der Bundeskanzler, hat sich Friedrich Merz vielleicht verschätzt, wie schwierig, komplex am Ende doch so eine Koalitionsdemokratie ist?

Sprecher 8: Vielleicht ja. Jedenfalls hat er natürlich, als er noch Oppositionsführer war, es nicht an Kritik mangeln lassen. Und mein Eindruck ist, dass er, aber auch viele andere jetzt sehen, wie komplex es eben doch ist und dass es nicht so einfach ist, wie man manchmal in der Opposition den Eindruck hat.

Sprecher 2: In der Wirtschaft heißt es 50 Prozent ist Psychologie. In der Politik, habe ich das Gefühl, ist mehr als 50 Prozent Kommunikation. Trifft das zu?

Sprecher 8: Das ist der Eindruck, den man gewinnen kann. Im Moment geht halt alles durcheinander. Also noch in der Phase, wo Kompromisse gefunden werden müssen, wo um Lösungen gerungen wird, findet eine quasi stündliche, minütliche Beobachtung und Kommunikation statt. Und das ist es. meistens eher abträglich, wenn man zu Lösungen kommen will.

Sprecher 2: Lass uns mal einmal kurz auf deine Partei schauen, an der Union sowieso, aber auch in Teilen der Medien. Sind die SPD die Bremser in der Koalition? Zumindest, weil sie zwar in der Regierung pragmatische, wirtschaftsorientierte Politik jetzt in der Rezession öffentlich fordern, aber dann immer wieder angeblich auf linke Funktionäre Rücksicht nehmen müssen und doch nicht so weit springen. Ist dieser Eindruck völlig falsch?

Sprecher 8: Also ich habe diese linken Funktionäre, die alles blockieren und die angeblich dann die Führung in der Tasche hätten bisher nicht entdecken können, trotz intensivster Suche. Ich habe schon den Eindruck, dass da ein leichtes Zerrbild gezeichnet wird und dass manche das auch als bequeme Ausrede nehmen, was so eigene oder das Fehlen auch von eigenen Ideen anbelangt. Es ist ja immer einfach, sich dann hinter einem anderen, hinter einem Koalitionspartner zu verstecken. Ich bin manchmal etwas in Sorge, ob die Diskussionen, die da geführt werden, das Problem wirklich bei der Wurzel fassen. Denn das ist ja jetzt nicht der eine Krankheitstag oder der eine Feiertag, der uns dann wieder in die Lage versetzt, dass wir mit China in der Lage sind, es aufzunehmen, sondern das ist eine sehr grundlegende Veränderung, die gerade stattfindet. Auch in der Wirtschaft, uns brechen die Exportmärkte weg. Die Amerikaner, die unsere großen Freunde waren, stehen jetzt auch nicht mehr so zur Verfügung. Energie ist teuer und wird teuer bleiben. viele Sachen, die die Politik alleine gar nicht lösen kann. Und da habe ich manchmal den Eindruck, führen wir auch so manche Pseudo-Schein-Debatte und freuen uns dann auch dran oder auch nicht, dass es dann da die einen gibt, die man stärker beschimpfen kann und zum Schuldigen oder zur Schuldigen erklären kann. Wir haben unterschiedliche Vorstellungen, was eine gerechte Steuerpolitik ist, wie das mit der Staatsverschuldung aussehen soll, wie der Sozialstaat möglichst effektiv sein soll. Und darüber muss man eben intensiv reden, möglichst hinter verschlossenen Türen und dann irgendwann aber auch mal zum Ergebnis kommen und sagen, so und jetzt machen wir das so.

Sprecher 2: Aber ist das wirklich so, gerade wenn die Energiepolitik so ist, wie sie ist, die Energiepreise geopolitisch bestimmt werden, die Geschäftsfelder in China wegbrechen, muss man dann nicht erst recht innenpolitisch radikaler reformieren und die eigene Kostenbelastung für die Unternehmen dann nach unten schrauben, Stichwort Sozialstaat, anstatt dann zu sagen, das ist Bullshit, wenn man mal einmal über Effizienzen im Sozialstaat redet. Das ist doch der Kernkonflikt dieser Koalition.

Sprecher 8: Niemand hat was gegen Effizienz. Das heißt Kürzungen im Zweifel. Das wird uns nicht wettbewerbsfähig gegenüber den Chinesen machen. Wenn ein chinesischer Arbeiter ein Fünftel vom deutschen Arbeiter verdient, glaube ich, gibt es niemanden, keine Partei, die der Meinung ist, wir sollten jetzt die Löhne und die Sozialkosten so einkürzen.

Sprecher 2: Aber die zweithöchste Steuer- und Abgabenbelastung in Europa ist halt auch nicht beträchtlich.

Sprecher 8: Ja, und gleichzeitig auch einen Staat, wo du ganz vieles eben nicht extra bezahlen musst. Also wenn du die Lebenshaltungskosten in den großen Städten, in London, in den USA an Lebst du in Deutschland trotz dieser hohen Abgaben und Steuern sehr viel besser, weil du eben gesondert für den Kindergarten fast ein Monatsgehalt raushauen musst. Also wenn man da in die Vergleich geht, ich will es jetzt gar nicht... Schön reden oder klein reden, aber mein Punkt ist, wenn wir jetzt 80 Euro günstiger werden und BYD aus China als Elektroauto aber 8000 Euro billiger ist als das billigste Modell eines deutschen Herstellers, dann helfen uns diese ganzen Maßnahmen nicht, sondern die große Frage ist doch, wo kriegen wir die Arbeitsplätze der Zukunft her? Das, was uns stark gemacht hat, war früher mal, dass wir gut ausgebildete Leute hatten, Ingenieurinnen, Ingenieure, Facharbeiter. Und wenn inzwischen acht Prozent eines Jahrgangs die Schule ohne Abschluss verlassen und darüber diskutiert gar niemand mehr. Das sind aus meiner Sicht die Punkte, die uns dann auch wieder in die Lage versetzen, die Kosten für den Sozialstaat runterzubringen, Einnahmen zu generieren. Rüber würde ich mich freuen, wenn wir darüber mehr reden würden und jetzt nicht so Kleinschrauben drehen. Die müssen alle gedreht werden, da bin ich auch ziemlich sicher, das werden die am Ende auch hinkriegen. Das ist jetzt halt das Typische, wo hin und her verhandelt wird. Ich bin, wie du merkst, etwas weniger auf der dramatischen Seite unterwegs und so ein bisschen mit dem Benefit of the doubt, dass die schon genau wissen, was die Stunde geschlagen hat und zwar alle.

Sprecher 2: Botschaft an die Medien ist angekommen, lieber Wolfgang Schmidt. Letzte Frage. Nach dreieinhalb Jahren platzte bei euch die Ampel, obwohl zumindest öffentlich auch bis zuletzt oder in die letzten Monate hinein, Keiner ein aktives Interesse am Scheitern der Koalition hatte. Heute hat das angeblich auch keiner. Kann es manchmal sein, dass trotzdem eine Koalition zerbricht, weil man sich gegenseitig in das Aus hinein manövriert und manchmal fast versehentlich dort endet?

Sprecher 8: Das ist so. Also das ist ja häufig dann so, dass Dinge passieren, weil dann kleine Schritte nicht zu Ende bedacht wurden. Aber wenn jetzt diese Regierung zerbräche und es käme zu Neuwahlen, dann hätten wir danach eine Regierung, die aus der SPD, der CDU, der CSU und den Grünen bestünde. Ob das jetzt im Sinne von weniger Diskussionen, weniger Ringen besser wäre, das überlasse ich mal deiner Fantasie. Aber ich bin schon der Meinung, dass man sich in so einer Situation jetzt einfach zusammenreißen muss und so lange miteinander verhandeln und reden muss, bis man die richtige Lösung gefunden hat.

Sprecher 2: Wir warten ab, was passiert, nehmen deine Empfehlungen mit und danken für dieses Gespräch. Am Sonntagabend. Vielen Dank, Wolfgang Schmidt.

Sprecher 8: Ich danke dir, Herr Mitbrücker.

Sprecher 9: Cyberkriminalität beginnt oft viel früher als man denkt, nämlich genau da, wo deine persönlichen Daten im Netz frei zugänglich sind. In Datenbanken von Datenbrokern, in Verzeichnissen, Suchergebnissen oder in KI-Antworten. Und genau diese Daten werden dann gesammelt, verkauft und im schlimmsten Fall für Identitätsdiebstahl oder Betrug genutzt. Das Problem, diese Daten selbst löschen zu lassen, kostet dich schnell hunderte Stunden und sie tauchen einfach immer wieder auf. Und genau hier kommt Incogni ins Spiel. Incogni spürt deine persönlichen Daten im Internet auf und löscht sie automatisiert bei hunderten von Datenbrokern. Also genau den Unternehmen, die deine Daten ohne deine Zustimmung sammeln und weiterverkaufen. Und weil diese Daten immer wieder neu auftauchen können, arbeitet Incogni kontinuierlich im Hintergrund weiter für dich. Das Besondere, mit der Custom Removal Funktion kannst du sogar gezielt einzelne Inhalte entfernen lassen. Einfach einen Link einreichen und echte Privatsphäre-Experten kümmern sich darum. Kurz gesagt, du holst dir die Kontrolle über deine persönlichen Daten zurück und reduzierst aktiv das Risiko von Betrug und Identitätsdiebstahl. Du kannst Incognito jetzt 30 Tage lang ohne Risiko testen. Einfach ausprobieren und wenn du mit dem Service nicht zufrieden bist, bekommst du dein Geld zurück. Mit dem Code TABLETODAY bekommst du 60% Rabatt auf den Jahresplan. Einfach mal reinschauen über den Link in den Shownotes.

Sprecher 10: Tonight, amid the president's growing clash with Europe over the war with Iran, the Pentagon is set to pull thousands of U.S. Troops out of Germany.

Sprecher 11: President Trump is threatening an even larger withdrawal, all because of the German chancellor's criticism of the war in Iran.

Sprecher 12: We're going to cut way down, and we're cutting a lot further than 5,000. Thank you very much.

Sprecher 10: The drawdown, though, has drawn some criticism from members of Trump's own party. They are, quote, very concerned by that decision.

Sprecher 3: Ja, Donald Trump macht ernst die berühmte Aussage von Friedrich Merz in der Sauerländischen Schule, dass die USA gedemütigt worden seien durch das Müller-Regime. Die zeigen jetzt unmittelbare Wirkung. 5000 US-Soldaten sollen in den kommenden sechs bis zwölf Monaten aus Deutschland abgezogen werden. So hat es das Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten am Freitag verkündet.

Sprecher 2: Und damit wären dann nur noch knapp 30.000 Soldaten in Deutschland. 36.000 sind es derzeit. Immerhin hatte Joe Biden, der frühere Präsident, ja die Präsenz erhöht, die jetzt Trump wieder reduzieren würde. Also man könnte sagen, kein Drama. Aber die Befürchtung in der Politik, gerade bei den Transatlantikern, ist, dass das eben nur der Einstieg ist. Und dass es dann wirklich ernst wird mit einer, ja vielleicht sogar am Ende, mit einem kompletten Rückzug der Amerikaner aus Deutschland.

Sprecher 3: Ja, ich glaube, da muss man genau diese Unterscheidung machen. Das eine ist die Truppenstärke als solche. Die variiert sowieso ein bisschen durch Rotationen und Verlegungen der amerikanischen Truppen in Europa. Das ist insofern zu verschmerzen. Die andere Sache ist, was steckt dahinter für eine politische Botschaft? Und bei Donald Trump immer auch die Frage, steckt dahinter auch eine durchdachte politische Botschaft oder ist das irgendwie random heute dies rausgehauen und morgen vielleicht schon wieder my best friend Friedrich? Wir wissen es nicht, aber es gibt natürlich einiges, das darauf hindeutet, dass sich Trump... Nachhaltig aus Europa zurückziehen will, dass er die NATO offen in Frage gestellt hat und dass wir mehr und mehr befürchten müssen, dass wenn es einen Angriff zum Beispiel auf das Baltikum gibt, dass die USA dann eben nicht parat stehen und jeden Zentimeter des NATO-Gebiets auch verteidigen würden.

Sprecher 2: Zum Glück gibt es ja auch bei den Republikanern noch echte Transatlantiker. Die Senatoren Roger Wicker und Mike Rogers haben Trump ihren Unmut mitteilen lassen und gesagt, wir sind besorgt über die Entscheidung, eine US-Brigade aus Deutschland abzuziehen. Deutschland ist für die Amerikaner eben nicht nur in Rammstein das zentrale Drehkreuz für alles, was im Nahen Osten passiert, sondern in Stuttgart sitzt auch noch das Kommando für alles, was in Afrika von den Amerikanern gemacht wird. Also Deutschland ist und war immer schon das zentrale außeramerikanische Militärland. Und das wäre schon ein bedeutendes Zeichen, wenn wir diese täglichen Miteinander mit den amerikanischen Soldaten eben auch nicht mehr hätten.

Sprecher 3: Was aber, Michael, viel gefährlicher ist als die Reduzierung der Truppenstärke, ist die Frage, ob die Mittelstreckenraketen, die in Deutschland... stationiert werden sollen, nun auch kommen. Das hatte ja Joe Biden, wir erinnern uns, beschlossen oder verkündet im NATO-Kontext. Und jetzt ist die Frage, kommen diese Mittelstreckenraketen denn nun eigentlich wirklich? Eine ganz klare Aussage von der Trump-Administration gibt es dazu nicht, aber eben doch Befürchtungen, dass sie nicht kommen. Und das würde natürlich das NATO-Bündnis deutlich schwächen. Denn Deutschland hat solche Raketen schlicht nicht. Und die Russen, das sagen selbst konservative Schätzungen von Verteidigungsexperten, werden im Jahr 2029 in der Lage sein, die NATO anzugreifen. Sie werden dann militärisch so aufgerüstet sein, dass sie es mit der NATO aufnehmen könnten. Also wenn wir da militärisch noch zusätzlich geschwächt werden, weil es diese Mittelstreckenraketen, mit denen wir gerechnet haben, nicht gibt, das wäre ein ziemliches Desaster.

Sprecher 2: Aus der EU-Kommission heißt es, wir warten das erstmal ab, was Donald Trump da vorhat. Und vielleicht ist das bei diesem amerikanischen Präsidenten ja ohnehin die beste Idee.

Sprecher 3: Mein lieber Mick, außer Sonne, Wannsee und... Garten. Garten. Ich wollte beinahe sagen Bier, aber das habe ich mir jetzt nicht getraut.

Sprecher 2: Du darfst bei mir alles sagen, Helene.

Sprecher 3: War denn noch was?

Sprecher 2: Bier war auch dabei, aber ich bevorzuge ja derzeit eher den Grauburgunder, wie du weißt. Aber wir wollen gar nicht über uns reden, sondern über einen Ort, der fast so schön ist wie mein Garten im Südwesten Berlins, nämlich Rio de Janeiro. Da hat Shakira am Wochenende nicht nur das größte kostenlose Konzert ihrer Karriere umgesetzt, rund zwei Millionen Menschen wollten dabei sein. Sensationell.

Sprecher 3: Todo mundo no Rio, so ungefähr klingt das auf Portugiesisch oder auf Brasilianisch. Alle Welt in Rio, das hat die Stadtverwaltung vorgehabt und das hat auch funktioniert, nämlich in diese internationale Metropole die Stars zu holen und große Konzerte zu machen. Lady Gaga war schon da mit 2,5 Millionen Besuchern, hat sie einen Weltrekord in einem Einzelkonzert aufgestellt und 2024 performte Madonna vor 1,6 Millionen Fans. Sicherlich an der Copacabana, diesem wunderbaren langen Strand.

Sprecher 2: Die Sonne macht hier bei uns in Deutschland jetzt erstmal Pause, habe ich gelesen, Helene. Macht aber nichts, wir sind in sonnigem Gemüt wieder da am Dienstag, den 5. Mai. Table Today, 5 Uhr, bis dahin. Ciao, ciao.

Sprecher 3: Tschüss.

Sprecher 13: Oh, baby, when you talk like that.

Sprecher 14: You know you got the hypnotized So be wise and keep on Eating the size of my body Señorita, feel the conga Let me see you move like you come from Colombia Mira, en Barranquilla se baila así.

Sprecher 15: She's so sexy, I am a fantasy, a refugee like me, back with the Fugees from a third world country. I'll go back like when Pac carried crates for Humpty Hump. We need a whole club, just you. By the CIA, we're in Washington. I ain't guilty, it's a musical transaction. No more do we snatch rope. Refugees run the seas cause we on our own boat.

Sprecher 16: I'm starting to feel you, boy. And when that's done, real slow. Baby, like this is perfect. My hips don't lie and I'm starting to feel it's right. The attraction, the tension. Baby, like this is perfection.

Sprecher 17: No fighting. No fighting. No fighting.

Sprecher 16: No fighting.

Sprecher 18: Bringe deinen Tag auf Touren und arbeite intelligenter. Mit Acrobat Studio. Kombiniert Acrobat Pro Tools, KI-gestützte Arbeitsbereiche, Assistenten und Inhaltserstellung. Alles an einem Ort. Deine Daten sind damit sicher und sie werden niemals für Trainingszwecke eingesetzt. Arbeite schneller, intelligenter, erledige mehr mit Acrobat Studio. Mach es einfach mit Acrobat. Probiere es jetzt auf adobe.com slash acrobat aus.