Zerbricht das Verhältnis von Merz und Trump?
Dauer: 21:10

Zerbricht das Verhältnis von Merz und Trump?

Ein Satz reicht für eine Krise. Bundeskanzler Friedrich Merz sagte in einer Schulveranstaltung im Sauerland, die USA hätten im Iran-Konflikt „offensichtlich keine Strategie" – und Trump schlug auf Truth Social zurück, drohte mit dem Abzug von US-Truppen aus Deutschland. [06:08]

Rheinland-Pfalz bekommt eine GroKo. CDU und SPD einigen sich auf die erste große Koalition in der Geschichte des Landes. Gordon Schnieder wird Ministerpräsident – nach 35 Jahren SPD-Dominanz. Die Verhandlungen sind geräuschlos verlaufen, kein Leak, kein Drama – ein stiller Kontrast zur mühsamen Berliner GroKo. [01:45]

Häfen, Seewege, Verteidigung: Die Maritime Konferenz in Emden diskutierte, wie kriegstauglich Deutschland auf dem Wasser ist. Dr. Martin Kröger, Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Reeder, macht die Bedeutung von maritimer Resilienz klar: „Wenn man nur mal auf den Persischen Golf guckt – da liegen im Moment 50 deutsche Schiffe fest." [12:01]


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Transkript

Sprecher 1: Table Today mit Michael Bröker und Helene Bubrowski.

Sprecher 2: Premiere in Rheinland-Pfalz. Zum ersten Mal wird hier eine große Koalition das Land führen. Hier sage ich als Mann, der unmittelbar in der Sackeifel aufgewachsen ist, also an der Grenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Die SPD jedenfalls rettet sich trotz verlorener Wahl in die Landesregierung unter CDU-Ministerpräsident Gordon Schneider. Was diese Koalition vorhat, dazu gleich mehr.

Sprecher 3: Friedrich Merz hat sich so bemüht um ein gutes Verhältnis zu Donald Trump, ist an die Schmerzgrenze gegangen. Aber jetzt könnte es sein, dass es eben doch den Bruch gibt. Nachdem der Kanzler den Präsidenten in einer sauerländischen Schule kritisiert hat, droht der jetzt damit, Teile der US-Truppen aus Deutschland abzuziehen. Was ist da los und was würde das bedeuten? Wir versuchen es für Sie zu ordnen.

Sprecher 2: Jetzt standen Themen wie Resilienz, Souveränität und Verteidigungsfähigkeit im Mittelpunkt der Maritim-Konferenz in Emden. Der Bundeskanzler war vor Ort und hatte versprochen, dass die deutschen Häfen wettbewerbsfähig bleiben sollen. Da gibt es allerdings Zweifel. Wir sprechen mit Martin Kröger, dem Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Räder.

Sprecher 3: Es soll ja Hörerinnen und Hörer geben, die vor allem die letzte Minute unseres Podcasts mögen, nämlich die Musik. Da sei Ihnen verziehen und insgesamt ist natürlich Musik eine schöne Sache. Auch mir hilft sie zur Steigerung der Laune und auch beim Sport. Und was Musik beim Sport. Genau besorgt, das haben jetzt Forscher herausgefunden. Und auch das sagen wir Ihnen an diesem wunderschönen Freitag, den sonnigen 1. Mai. Wir freuen uns sehr, dass Sie dabei sind.

Sprecher 4: Bringe deinen Tag auf Touren und arbeite intelligenter mit Acrobat Studio. Kombiniert Acrobat Pro Tools, KI-gestützte Arbeitsbereiche, Assistenten und Inhaltserstellung. Alles an einem Ort. Deine Daten sind damit sicher und sie werden niemals für Trainingszwecke eingesetzt. Arbeite schneller, intelligenter, erledige mehr mit Acrobat Studio. Mach es einfach mit Acrobat. Probiere es jetzt auf adobe.com slash acrobat aus.

Sprecher 2: Helene, in Berlin kommt die Große Koalition nicht auf einen gemeinsamen Nenner. In Rheinland-Pfalz, in Mainz wird sie jetzt erstmals gebildet.

Sprecher 3: Ja, es ist interessant. Rheinland-Pfalz galt ja auch als Labor für die Ampel. Die hat dort funktioniert, im Bund nicht. Jetzt scheint es umgekehrt zu sein. Im Bund tut sich Schwarz-Rot sehr schwer. Aber in Rheinland-Pfalz jedenfalls liefen die Sondierungen und Koalitionsgespräche so, dass man sagen kann, scheint doch zu funktionieren. Also Rheinland-Pfalz ist nicht der Nukleus Deutschlands, sondern das bessere Deutschland.

Sprecher 2: Ja, und die CDU dominiert diese neue Regierung durchaus auch inhaltlich und auch bei der Besetzung der Ressorts. Ähnlich wie in Brandenburg will sie das Bildungs- und das Innenministerium übernehmen, die innere Sicherheit als Kernthema, aber eben neuerdings auch die Schulpolitik. Mehr Polizisten sollen eingestellt werden, 500 neue Stellen, mehr Geld für die Kommunen und das letzte Kita-Jahr soll in Rheinland-Pfalz verbindlich werden.

Sprecher 3: Wir erinnern uns, in Baden-Württemberg ging es viel um Augenhöhe zwischen Schwarz und Grün und Augenhöhe, so hat man den Eindruck, soll es auch hier geben zwischen den beiden Parteien. Sie stellen jeweils fünf Ressorts, wobei, und das ist der Unterschied zu Baden-Württemberg, die Staatskanzlei kommt für die CDU eben noch obendrauf. Also die CDU, die die Wahl ja gewonnen hatte nach 35 Jahren. Hat nun eine stärkere Stellung, aber die SPD trotzdem noch stark dabei mit eben auch wichtigen Ressorts, wie zum Beispiel das Finanzministerium, das Arbeits- und Sozialministerium und ein neues Ministerium für Kommunen, Bauen, Wohnen und Und Kultur, da macht man sich natürlich direkt Sorgen um die Kultur, die dann nur noch ein Anhängsel ist von Kommunen bauen und wohnen.

Sprecher 2: Im Bundesrat hat damit natürlich dann auch, wenn es dazu jetzt kommt, Schwarz-Rot durchaus eine solide Mehrheit, was bei der Bundespräsidentenwahl durchaus nochmal relevant werden könnte. Man blickt zurück auf 1991, als damals ein gewisser Rudolf Scharping der erste SPD-Ministerpräsident im Land wurde, nach langen Jahren der Dominanz der CDU, vor allem unter Helmut Kohl. Und er hatte sich am Abend seines Sieges fast prophetisch nicht kategorisch gegen eine große Koalition ausgesprochen, die jetzt viele Jahre später kommt. Hören wir mal, was er damals gesagt hat.

Sprecher 5: Aber einen Koalitionspartner brauchen sie auch.

Sprecher 6: Den, denke ich, werden wir auch finden. Es gibt dann zwei Maßstäbe, wie viel sozialdemokratische Politik setzen wir durch und wie zuverlässig ist die Regierungsarbeit. Wir haben fünf Jahre vor uns, nicht nur fünf Wochen.

Sprecher 5: Und mit wem Sie koalieren, wollen Sie heute Abend noch nicht sagen.

Sprecher 6: Nein, das wird Ergebnis von Gesprächen sein und nicht von Wünschen.

Sprecher 3: Ja, 2018 war Scharping sogar für eine GroKo im Bund und warnt die Genossen damals vor einem Nein und bezeichnete das als existenzbedrohend für die Partei. Also jemand mit guten Erfahrungen, was die GroKo angeht.

Sprecher 2: Ganz im Gegensatz zu Helmut Kohl, der war Zeit seines Lebens kein besonders enger Freund der Großen Koalition. Wenn schon Koalition, dann galt bei ihm lieber mit der FDP. 2009 sagte er nach kurz vor der Bundestagswahl, Eine Fortsetzung der Großen Koalition wäre der größtmögliche Kompromiss, sagte damals der Ex-Kanzler. Und mit einem solchen großen Kompromiss könne man doch nicht das Potenzial eines Landes so ausschöpfen, wie es möglich ist, wenn man in einer kleinen Koalition regiert. Das sehen die Rheinland-Pfälzer jetzt offenbar anders.

Sprecher 3: Tja, Helmut Kohl sah den Kompromiss kritisch. Gibt es auch heute einige, die Kompromiss immer als Verwässerung, möglicherweise sogar als Verrat der eigenen Überzeugung ansehen. Anders erinnern uns Dennis Rappke, der kürzlich sagte, Kompromiss sei der Wesenskern der CDU. Man kann auch sagen, Kompromiss ist das Wesensmerkmal der Demokratie, jedenfalls mal der parlamentarischen Demokratie und der Koalitionsbildung, wie sie in Deutschland nun mal üblich ist. Jedenfalls, Michael, das müssen wir doch sagen, die Bundes-CDU, auch die Bundes-SPD kann von den Kollegen im Südwesten, und damit meine ich jetzt Rheinland-Pfalz, viel lernen, wie man ganz geräuschlos und sauber solche Koalitionsverhandlungen führt, nichts nach außen dringt und dann ist alles fertig und man macht sich ans Regieren. Das Personal ist noch nicht bekannt, es wird auch nicht wild spekuliert, da sagt man abwarten. Also wir wünschen Rheinland-Pfalz alles Gute.

Sprecher 2: Am Ende gilt der Mainzer Karneval-Slogan. Mainz, wie ist leicht abgewandelt, regiert und lacht. Wenn das gut geht, dann ist die GroKo vielleicht auch im Bund wieder mit neuen positiven Vorzeichen versehen.

Sprecher 7: President Trump is now threatening to pull U.S. Troops out of Germany as NATO nations continue to fall short on helping with Iran. More than one-fifth of U.S. Active-duty troops that are based overseas are based in Germany. And now the president is threatening a drawdown after sparring with German Chancellor Friedrich Merz over Iran. He posted this. The United States is studying and reviewing a possible reduction of troops in Germany with a determination to be made over the next short period of time. Thank you for your attention to this matter.

Sprecher 3: Friedrich Merz, der sogenannte Außenkanzler, jetzt scheint er den Bogen doch überspannt zu haben, wobei man nicht genau weiß, ob er das wissentlich und willentlich getan hat oder ob es eher wieder so ein Merzscher Verholperer war. Denn er hat ja keine große Rede gehalten, in der er Trumps Politik frontal angegriffen hatte, sondern er war am Europatag in einer Europaschule. Im Sauerland, genauer gesagt in Marsberg und sprach dort vor Schülerinnen und Schülern über die Schwierigkeiten mit dem Iran und wie das alles sich entwickelt hat mit den Mullahs und so weiter und so weiter. Und dann rutschte ihm auch dieser Satz raus.

Sprecher 8: Die Amerikaner haben offensichtlich keine Strategie. Und das Problem bei solchen Konflikten ist immer, da muss man ja nicht nur rein, da muss man auch wieder raus. Diese Geschichte ist zumindest unüberlegt. im Augenblick nicht, welchen strategischen Exit die Amerikaner jetzt wählen. Zumal die Iraner offensichtlich sehr geschickt verhandeln oder eben sehr geschickt nicht verhandeln. Und die Amerikaner da nach Islamabad reisen lassen und ohne Ergebnis wieder abreißen lassen. Da wird eine ganze Nation gedemütigt durch die iranische Staatsführung. Vor allem durch diese sogenannten Revolutionsgarden.

Sprecher 2: Ja, ob das Trump-Lager diesen Satz genauso gehört hat, aber jedenfalls ist das Verhältnis leicht angespannt über den Iran-Krieg. Donald Trump hat bei Through Social, seinem Lieblingsnetzwerk, geschrieben, The Chancellor of Germany, Friedrich Merz, thinks it's okay for Iran to have a nuclear weapon. He doesn't know what he's talking about. Also Trump ist sauer auf Merz, was jetzt angesichts der jüngsten Entwicklungen durchaus ein Problem sein könnte, denn Trump hat gleichzeitig angekündigt, er werde amerikanische Soldaten aus Deutschland abziehen.

Sprecher 3: Diese Drohung, die kennen wir, aber man weiß bei Trump eben nie, ob er sie vielleicht doch eines Tages wahr macht. Aktuell sind nach Angaben des US-Militärs 86.000 Soldaten in Europa stationiert und davon 39.000 in Deutschland. Die Zahl verändert sich regelmäßig wegen Rotation und Übung, aber trotzdem ist gesetzlich festgelegt in den USA, dass es eine Untergrenze von 67.000 Männern und Frauen des amerikanischen Militärs in Europa geben soll. Tja, aber für Trump sind solche Gesetze eben auch... höchstens mal ein Orientierungspunkt und vielleicht noch nicht mal mehr das. Also wir wissen einfach nicht, was passiert.

Sprecher 2: Für manche Regionen bei uns in Deutschland hat das wirklich auch wirtschaftliche Auswirkungen. Rammstein in Rheinland-Pfalz ist ein riesiges Luftrekreuz mit großer Wirtschaftskraft, auch durch den amerikanischen Standort Landstuhl, das größte amerikanische Militärkrankenhaus außerhalb der USA. Und wie man jetzt hört, in Diplomatenkreisen stehen jetzt auch Generalkonsulate, wie zum Beispiel in Hamburg oder Düsseldorf, auf der Streichliste der US-Administration. Das könnte durchaus auch das transatlantische Verhältnis von unten heraus, aus der Region heraus aushöhlen.

Sprecher 3: Für Merz ist die Sache natürlich fatal, denn das wollte er auf gar keinen Fall, so eine Reaktion provozieren. Wir kennen das von Friedrich Merz, manchmal sagt er unüberlegt eben solche Worte, macht sich in dem Moment nicht der Tragweite bewusst, weil er dann denkt, ich spreche doch zu Schülern und nicht auf dem Schirm hat genügend, auf dem Schirm hat das Kameras mitlaufen oder zumindest ein Audioton mitläuft, dass in dieser Welt eben... Nichts mehr geheim bleibt, außer das, was in abhörsicheren Räumen gesagt wird. Und noch nicht mal dann kann man sicher sein. Also jetzt hat er eine Krise provoziert und genau das hat er in den vergangenen Monaten versucht zu verhindern. Er ist bis an die Grenze dessen gegangen, was noch mit der Würde vereinbar ist, hat Trump umschmeichelt, hat ihm Geschenke gemacht, hat sich mit Kritik an den Völkerrechtsverstößen der USA zurückgehalten. Hat versucht, alles richtig zu machen. In den vergangenen Wochen merkte man, wie es ihm schwerer und schwerer fiel, natürlich auch durch die schmerzhaften Auswirkungen, die der Iran-Krieg auf Deutschland und die deutsche Wirtschaft hat. So, und jetzt, Michael, könnte es sein, dass... Das Verhältnis nachhaltig gestört ist, siehe das Verhältnis zu Angela Merkel. Aber bei Trump kann es natürlich auch sein, dass er sich morgen erinnert und sagt, oh my friend Friedrich.

Sprecher 2: Friedrich Merz ist da in guter Gesellschaft. Auch Meloni, die einstige Lieblingsfreundin von Donald Trump in Europa und Keir Starmer sind in den letzten Tagen und Wochen auf Distanz zum amerikanischen Präsidenten gegangen. Und ob der Mann jetzt nun, womit wir wieder bei Rheinland-Pfalz werden, doch noch seine Wurzeln in Rheinland-Pfalz besucht, die Einladung steht ja aus, ist offener denn je. Friedrich Merz hat aber vielleicht auch die Umfragen im Blick, auch die hier in Deutschland, denn der Unmut über den US-amerikanischen Präsidenten, er war noch nie so hoch wie in diesen Zeiten.

Sprecher 3: Aber Merz hofft natürlich, dass das Ganze jetzt glimpflich ausgeht. Er selber sagt, das Verhältnis zwischen ihm und Donald Trump sei weiterhin intakt.

Sprecher 8: Zu all diesen Fragen stehen wir in einem engen und vertrauensvollen Kontakt mit unseren Partnern, auch und gerade in Washington. Wir tun das im gemeinsamen transatlantischen Interesse. Wir tun es mit gegenseitigem Respekt und fairer Lastenteilung. Uns und auch mir persönlich, das wissen Sie, liegt diese transatlantische Partnerschaft besonders am Herzen.

Sprecher 9: Cyberkriminalität beginnt oft viel früher als man denkt, nämlich genau da, wo deine persönlichen Daten im Netz frei zugänglich sind. In Datenbanken von Datenbrokern, in Verzeichnissen, Suchergebnissen oder in KI-Antworten. Und genau diese Daten werden dann gesammelt, verkauft und im schlimmsten Fall für Identitätsdiebstahl oder Betrug genutzt. Das Problem, diese Daten selbst löschen zu lassen, kostet dich schnell hunderte Stunden und sie tauchen einfach immer wieder auf. Und genau hier kommt Incogni ins Spiel. Incogni spürt deine persönlichen Daten im Internet auf und löscht sie automatisiert bei hunderten von Datenbrokern. Also genau den Unternehmen, die deine Daten ohne deine Zustimmung sammeln und weiterverkaufen. Und weil diese Daten immer wieder neu auftauchen können, arbeitet Incogni kontinuierlich im Hintergrund weiter für dich. Das Besondere, mit der Custom Removal Funktion kannst du sogar gezielt einzelne Inhalte entfernen lassen. Einfach einen Link einreichen und echte Privatsphäre-Experten kümmern sich darum. Kurz gesagt, du holst dir die Kontrolle über deine persönlichen Daten zurück und reduzierst aktiv das Risiko von Betrug und Identitätsdiebstahl. Du kannst Incognito jetzt 30 Tage lang ohne Risiko testen. Einfach ausprobieren und wenn du mit dem Service nicht zufrieden bist, bekommst du dein Geld zurück. Mit dem Code TABLETODAY bekommst du 60% Rabatt auf den Jahresplan. Einfach mal reinschauen über den Link in den Shownotes.

Sprecher 2: Selten hatte die maritime Wirtschaft, die Häfen, die Seewege, die Reedereien so viel Aufmerksamkeit wie in diesen Tagen. Die Straße von Hormuz, die blockierte Straße von Hormuz, zeigt, wie relevant, wie systemrelevant auch die internationale Seeschifffahrt für uns ist. Und als Teil der nationalen Souveränität und der Verteidigungsfähigkeit werden Häfen und Seewege immer wichtiger. Das wurde auf den Panels und Diskussionen auf der Maritimkonferenz vielfach diskutiert. Der Bundeskanzler wertete diese Konferenz auf mit seinem Besuch in Emden und setzte sich für einen schnellen Ausbau der Häfen ein. Aber finanziell tut die Bundesregierung relativ wenig. Das war zumindest der Eindruck bei den Rädern und bei den Vertretern der maritimen Wirtschaft. Trotzdem, bis zu 400.000 Stellen hängen laut Bundesregierung direkt oder indirekt von der Maritimwirtschaft ab. Und es werden in Zukunft immer mehr. Zum Beispiel soll in Emden der bisherige Handelshafen ausgebaut werden zu einem militärischen Hafen. Auch das wurde gestern auf der Konferenz diskutiert. Wir sprachen zum Abschluss mit Martin Kröger, dem Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Räder, über das, was er von der Politik erwartet. Schön, dass Sie bei uns sind. Guten Tag, lieber Herr Dr. Kröger. Ich grüße Sie, Herr Brücker. Die maritime Konferenz hatte eine andere Tagesordnung als die letzte. Schlagworte wie Resilienz, Souveränität, Verteidigungsfähigkeit stehen im Mittelpunkt. Wie kriegstauglich sind eigentlich unsere Häfen und Seewege?

Sprecher 10: Ich denke, wir sind schon sehr resilient, aber es gibt trotzdem noch viel zu tun. Wir sehen es an den vielen Krisen und Kriegen in der Welt, die alle die Handelsschifffahrt betreffen und auch die Seewege und natürlich indirekt auch die Häfen. Da ist noch viel zu tun, denn wenn man nur mal auf den Persischen Golf guckt, da liegen im Moment 50 deutsche Schiffe fest. Da zeigt sich schon, es bleibt noch einiges an Maßnahmen, die wir hier ergreifen müssen, um unsere Schifffahrt sicher zu halten.

Sprecher 2: Was verlangen denn die Räder, die deutschen Räder von der Politik, von der Bundesregierung, um diese Resilienz zu leisten oder zu gewährleisten?

Sprecher 10: Ja, wissen Sie, Resilienz kann man ja nun leider nicht verordnen. Man kann niemandem sagen, ab morgen seid ihr jetzt mal resilient. So funktioniert es leider nicht. Das muss schon betriebswirtschaftlich tragfähig, personell unterlegt und sicherheitspolitisch abgesichert sein. Und da zählen wir natürlich auf die Bundesregierung, gerade bei dem sicherheitspolitischen Teil. Den Rest können wir machen, aber Unterstützung brauchen wir schon.

Sprecher 2: Was heißt das? Finanzielle Unterstützung?

Sprecher 10: Das heißt finanzielle und natürlich wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen, denn einer der wichtigsten Bestandteile der Resilienz heutzutage ist die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie, die man in eine resiliente Industrie wandeln möchte. Und dafür muss sie erstmal wettbewerbsfähig sein und dafür brauchen wir richtige Rahmenbedingungen, insbesondere steuerliche Rahmenbedingungen, damit wir hier die Schiffe am Standort halten können.

Sprecher 2: Aber wo ist unsere Wettbewerbsfähigkeit unter Druck oder wo leidet sie im Vergleich zu anderen europäischen Ländern oder Hafenstandorten?

Sprecher 10: Also wenn man mal guckt, was die anderen Länder so tun, insbesondere in Europa, da gucken wir mal auf Dänemark, Frankreich, Belgien, Niederlande, alle investieren massiv in ihre... maritime Wirtschaft und insbesondere in ihre Handelsflotten, weil Schiffe an sich ein Asset sind, wenn man über Resilienz spricht. Je mehr Schiffe man im Land hat, desto resilienter wird man. Und das ist das Ziel auch für Deutschland. Nicht möglichst viele Reedereien mit ihren Schiffen hier am Standort halten. Und das kriege ich hin, indem ich hier steuerliche Rahmenbedingungen ersetze, die zumindest wettbewerbsfähig sind und vergleichbar mit denen in anderen Staaten.

Sprecher 2: Wenn man sich mal in den Bundeshaushalt anschaut, die knapp 40 Millionen Euro für die Häfen alleine, ist natürlich eine unfassbar geringe Zahl im Vergleich zu dem Geld, was zum Beispiel im Sondervermögen für Straßen oder auch für die Bahn ausgegeben wird. Ist es so, dass die Politik die Seewege, die Häfen immer noch stiefmütterlich behandelt?

Sprecher 10: Ich glaube nicht, ehrlich gesagt. Also die Seeschifffahrt rückt immer mehr in den Fokus der politischen Aufmerksamkeit. Jetzt zuletzt natürlich sehr extrem durch den Persischen Golf und die durchbrochene Versorgungskette, die wir in der Region gesehen haben. Da konzentriert sich die Politik schon drauf und stellt zunehmend fest, dass hier Notwendigkeiten bestehen, Schifffahrt zu stärken, Häfen zu stärken und einfach eine gesamtmaritime Resilienz herzustellen. Ich bin mir sicher, dass auch die Bundesregierung und der Bundestag hier ganz klare Fokussierungen haben auf die Stärkung der Maritimwirtschaft in Deutschland.

Sprecher 2: Auch der Besuch des Kanzlers dürfte ja da durchaus geholfen haben. Zum Schluss noch die Frage, in Emden findet diese maritime Konferenz statt und dort soll ein großer neuer Militärhafen entstehen. Wie reagieren die Menschen eigentlich auf die Situation? Einen militärischen Ausbau Ihrer Stadt und kommt es dazu eigentlich?

Sprecher 10: Ich vermute, es kommt. Jedenfalls sagt uns das die Bundesmarine, mit der wir hier intensiv gesprochen haben. Es ist doch auch für eine Region sehr vorteilhaft, wenn man also einen neuen Partner findet, der sich in der Stadt engagiert und der hier neue Infrastruktur bringt. Insofern, also ich sehe das Ganze sehr positiv. Der Verband Deutscher Räder hat eine enge Beziehung mit der deutschen Marine und je mehr hier Schutz gewährt werden kann, auch für die Handelsschifffahrt, desto besser fühlen wir uns natürlich und desto mehr stärkt man die Resilienz insgesamt.

Sprecher 2: Vielen Dank für Ihre Einschätzung von der Maritimkonferenz, lieber Dr. Kröger, und viel Erfolg noch.

Sprecher 10: Herzlichen Dank, Herr Bröker. Auf bald.

Sprecher 2: Eline, war noch was?

Sprecher 3: Michael, Forscher aus Finnland haben rausgefunden, was ich schon lange weiß und praktiziere, nämlich wenn man beim Sport seine Lieblingsmusik hört, dann hält man länger durch und ich höre überhaupt nicht irgendwas dann, wenn ich beim Joggen nicht mehr kann, was besonderer Rhythmus ist oder so, sondern ich höre wirklich einfach die Lieder, die ich am liebsten höre und die tragen mich dann immer über die letzten, naja, ich will nicht sagen Kilometer, aber sagen wir mal hunderte Meter.

Sprecher 2: Helene's Playlist, das will man eigentlich wissen, was da alles drauf ist.

Sprecher 3: Ein wirklich gehütetes Geheimnis.

Sprecher 2: Ach so. Wie lang ist denn deine Playlist? Sind die in zwölf Minuten oder joggst du doch ein bisschen länger?

Sprecher 3: Ich höre immer die erste Stunde, Michael, einen Deep Dive Podcast. Oft den von Dagmar Rosenfeld und Robin Alexander, aber auch andere. Und wenn ich dann, manchmal muss ich sagen, halte ich nicht ganz durch. Nämlich wenn ich anfange zu schwächeln, dann muss ich Musik hören. Und so, dass die letzten, sagen wir mal, 15 Minuten von meiner Runde der Musik gehören.

Sprecher 2: Sie dürfen selbstverständlich weiterhin, wo Sie jetzt gerade durch den Wald joggen, auch Table Today hören. Zum Beispiel Samstag in der CEO Edition, da wird es auch ein paar Minuten länger als unter der Woche. Bleiben Sie also gerne auch bei uns. Zwischen den Musiksongs braucht man ja auch immer wieder ein bisschen Food for Thought. Bis dahin, morgen Samstag, also die CEO Edition und Montag sind dann Helene und ich wieder für Sie da. Bis dann, ciao, ciao.

Sprecher 3: Tschüss, schönes Wochenende.

Sprecher 11: Halfway there. Take my hand. Well, baby, I swear. Time has got his six string in high. Now he's opening in. When he used to make it talk so true. It's true. She cries in the night, turning whispers. Baby, it's like a game. We gotta hold on to what we've got. It doesn't make a difference if we're making or not. We got each other and that's a lot for love. We're giving it a shot. Halfway there. I'm gonna pray, take my hand, we'll make it, I swear. Baby, I'm a dreamer.

Sprecher 4: Bringe deinen Tag auf Touren und arbeite intelligenter. Mit Acrobat Studio. Kombiniert Acrobat Pro Tools, KI-gestützte Arbeitsbereiche, Assistenten und Inhaltserstellung. Alles an einem Ort. Deine Daten sind damit sicher und sie werden niemals für Trainingszwecke eingesetzt. Arbeite schneller, intelligenter, erledige mehr mit Acrobat Studio. Mach es einfach mit Acrobat. Probiere es jetzt auf adobe.com.

Sprecher 1: com slash acrobat aus.