Kommt jetzt die nächste Energiekrise? Mit Klaus Müller
Bundesnetzagentur-Präsident Klaus Müller: „In den letzten 48 Stunden hat sich der Preis fast verdoppelt – das ist ein harter Schlag für alle Unternehmen, die am Spotmarkt Gas beschaffen müssen." Eine Versorgungslücke sieht er trotz der nur 20 Prozent gefüllten Gasspeicher derzeit nicht – private Haushalte mit Festpreisverträgen seien vorerst geschützt. Sein Fazit: „Alles steht und fällt damit, wie lange der Krieg, die Krise andauert."
Parallel läuft eine innenpolitische Debatte über Netzanschlüsse für Erneuerbare: Die Bundesnetzagentur will im Mai erste Ergebnisse vorlegen.
[13:31]
Donald Trump hat Friedrich Merz bei dessen Besuch im Weißen Haus demonstrativ als „Great Chancellor" gelobt. Im Mittelpunkt stand der Krieg im Nahen Osten. Bei den Themen Zölle und Ukraine-Krieg gab es keine konkreten Ergebnisse.
[03:33]
Der CEO.Table erscheint ab sofort zweimal wöchentlich; Redaktionsleiter Alex Hofmann beschreibt, welche Schwerpunkt es in Zukunft geben wird.
[09:21]
Hier geht es zur Anmeldung für den Space.Table
Table Briefings - For better informed decisions.
Sie entscheiden besser, weil Sie besser informiert sind – das ist das Ziel von Table.Briefings. Wir verschaffen Ihnen mit jedem Professional Briefing, mit jeder Analyse und mit jedem Hintergrundstück einen Informationsvorsprung, am besten sogar einen Wettbewerbsvorteil. Table.Briefings bietet „Deep Journalism“, wir verbinden den Qualitätsanspruch von Leitmedien mit der Tiefenschärfe von Fachinformationen.
Professional Briefings kostenlos kennenlernen: table.media/testen
Hier geht es zu unseren Werbepartnern
Impressum: https://table.media/impressum
Datenschutz: https://table.media/datenschutzerklaerung
Bei Interesse an Audio-Werbung in diesem Podcast melden Sie sich gerne bei Laurence Donath: laurence.donath@table.media
Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Transkript
Sprecher 1: Table Today mit Michael Bröker und Helene Bubrowski.
Sprecher 2: Der Iran-Konflikt, er bringt auch Amerika und Europa wieder ein bisschen enger zusammen. Jedenfalls war es ein Bild der Geschlossenheit gestern im Weißen Haus bei Friedrich Merz und Donald Trump. Was da besprochen wurde, dazu gleich mehr.
Sprecher 3: Nicht nur die deutsche Wirtschaft strauchelt, auch die Weltwirtschaft ist in Unruhe. Kriege, Zollkonflikte und neue Technologien wirbeln alles durcheinander. Damit Sie das Ganze besser einordnen können, erscheint unser CEO-Table ab heute zweimal pro Woche. Und wir sprechen mit dem Redaktionsleiter Alex Hofmann über die Top-Themen aus der Wirtschaft.
Sprecher 2: Droht uns eine neue Energiekrise wie in den 70ern oder nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine? Die Ölpreise und auch die Gaspreise explodieren jedenfalls. Was bedeutet das eigentlich für uns? Haben wir noch genug im Gasspeicher? Das fragt Malte Kreuzfeld, der Kollege aus dem Climate Table, den Chef der Bundesnetzagentur Klaus Müller.
Sprecher 3: Und dann müssen wir noch über Sprachbarrieren reden, die natürlich insbesondere im Podcast ein Problem sein können, die zu beenden. Das plant die Telekom. Wie die Zukunft des Telefonierens aussehen könnte, auch darüber sprechen wir an diesem Mittwoch, den 4. März.
Sprecher 2: Auch in dieser Nacht gab es wieder neue Angriffe, neue Nachrichten rund um den Iran-Konflikt. Was Sie verpasst haben, weil Sie geschlafen haben, das hören Sie jetzt hier in unserem kleinen Update.
Sprecher 4: Der Kommandeur des Westzentralkommandos für den Nahen Osten hat in diesem Statement auf X in der Nacht gesagt, durch die Angriffe sei das iranische Militär deutlich geschwächt worden. Frühmorgens hat der Iran wieder Ziele in Israel angegriffen, wieder waren Sirenen im ganzen Land zu hören. Und Israel seinerseits hat etwa um Mitternacht weitere Ziele im Iran ins Visier genommen. Ein Sprecher der israelischen Armee sagte, es sei in den vergangenen Tagen auch eine unterirdische Atomanlage im Iran angegriffen worden. Der Militärgeheimdienst habe Atomwissenschaftler verfolgt und ihren Standort lokalisieren können, sodass ein so wörtlich präziser Angriff auf die geheime Anlage in der Nähe von Teheran möglich geworden sei. Der französische Präsident Emmanuel Macron hat angeordnet, den Flugzeugträger Charles de Gaulle ins Mittelmeer zu verlegen. Kampfflugzeuge, Abwehrraketen und Radar, sagte Macron, seien ebenfalls auf dem Weg. Und ist laut Macron der Angriff auf die britische Militärbasis auf Zypern. Bundeskanzler Friedrich Merz hat nach seinem Treffen mit Donald Trump am Abend in den Tagesthemen den Angriff auf den Iran verteidigt.
Sprecher 5: Der Iran ist kurz davor gewesen, in den Besitz von Atomwaffen zu gelangen. Sowohl die Trägerraketen als auch das angereicherte Material sind nachweislich vorhanden. Insofern gibt es einen Grund für diese Intervention.
Sprecher 4: Friedrich Merz ist auch nach der völkerrechtlichen Bewertung des Eingriffs gefragt worden.
Sprecher 5: Es kann auch einen Zeitpunkt geben, der zu spät ist. Und ich möchte nicht in die Mitverantwortung genommen werden für einen Zeitpunkt, der zu spät war. Dann werden wir nämlich eines Tages nicht mehr danach gefragt, habt ihr alles nach dem Recht des Völkerrechts, den Regeln des Völkerrechts gemacht, sondern dann werden wir gefragt, warum habt ihr das nicht früher verhindert.
Sprecher 6: Ich bin manchmal ein bisschen zu ehrlich, aber ganz im Ernst, ich mag es einfach klar, ohne Überraschungen. Genau deshalb bin ich bei Frank, dem einfach Mobilfunkanbieter. App runterladen, Tarif bestellen, fertig. 20 GB für 10 Euro. In bester D-Netz-Qualität. Monatlich kündbar, keine versteckten Kosten. Und das Beste ist Frank for Friends. Ich schicke einfach meinen Code an meine FreundInnen. Und jedes Mal, wenn jemand darüber startet, kriegen wir alle dauerhaft extra Datenvolumen. Kein Drama, keine Geheimnisse. Also, probier's mit Frank. Ist ehrlich einfacher.
Sprecher 3: Donald Trump hält offenbar große Stücke auf Bundeskanzler Friedrich Merz. Jedenfalls, wenn es nach seinen Gesten geht, immer wieder hat er das Knie des Kanzlers getätschelt. Immer wieder hat er ihn als Great Chancellor und so weiter bezeichnet. Ob sich Friedrich Merz davon irgendwas kaufen kann, das ist eine andere Frage. Aber das Bild war eins der Geschlossenheit zwischen Europa und Amerika. Und das ist ja immerhin schon einiges.
Sprecher 2: Der Mann in Deutschland, der Kanzler, sei ein sehr erfolgreicher Mann, so hat es Donald Trump gesagt, und er mache einen guten Job. Das aus dem Mund des mächtigsten Mannes der Welt kann am Ende für die Interessen der deutschen Volkswirtschaft, egal was sie sonst über Donald Trump denken, eigentlich nur gut sein. Und wieder einmal durfte der Kanzler auch im Blair House übernachten, im Gästehaus des US-Präsidenten. Das ist schon zum zweiten Mal der Fall. Olaf Scholz, der Kanzler damals, musste übrigens ins Hotel.
Sprecher 3: Ja, und trotzdem war der Termin für Friedrich Merz natürlich schwierig. Viele Themen auf der Agenda und gleichzeitig ein Mann, der sich nicht an Agenden hält. Die Reise war schon länger geplant. Eigentlich wollte Friedrich Merz vor allem über Zölle sprechen, über Grönland und natürlich über die Ukraine. Aber jetzt wurde das Ganze überlagert vom Krieg im Iran. Und Merz musste da schon aufpassen, was er sagt. Denn einerseits will er natürlich Trump unterstützen und sich aber nicht in den Konflikt reinziehen lassen. Er will das Völkerrecht irgendwie hochhalten und gleichzeitig muss er zugeben, dass die Ära des Völkerrechts jedenfalls mal vorübergehend, vielleicht auch darüber hinaus, beendet ist. Also ein Balanceakt.
Sprecher 2: Und zu Hause gibt es allmählich natürlich auch Druck. Der linke Flügel bei seinem Koalitionspartner SPD, der muckt auch auf. Rolf Mützenich, der SPD-Fraktionschef, forderte Merz vor der Reise auf, sich klar zum Völkerrecht zu bekennen. Das sind auch neue Töne aus der Regierung. Gerade wenn der Kanzler im Ausland ist, schließt man eigentlich zu Hause die Reihen. Trump hat aber indirekt darauf geantwortet, warum er jetzt eigentlich den Iran angegriffen hat. Hören wir mal rein.
Sprecher 7: We were having negotiations with these lunatics, and it was my opinion that they were going to attack first. They were going to attack. If we didn't do it, they were going to attack first. I felt strongly about that. And we have...
Sprecher 3: Ja, ganz interessant, dass Trump indirekt sich doch aufs Völkerrecht bezieht, indem er eben sagt, also es hätte einen Angriff des Iran gegeben, also ein Angriff stand unmittelbar bevor und dann greift ja das Recht zur Selbstverteidigung völkerrechtlich, Artikel 51 der UN-Charta. Wirklich interessant, dass Donald Trump hier jedenfalls mal dieses Argument anführt.
Sprecher 2: Viel Neues gab es jedenfalls nicht. Die NATO-Aufrüstung lobte Donald Trump, vor allem auch den Job von Mark Rutte, dem Generalsekretär und auch die deutsche Aufrüstungsspirale. Aber Spanien bekam sein Fett weg. Diesmal Pedro Sánchez, der Sozialist, der ja auch keine Lust hat, beim Iran-Konflikt irgendwie mitzumachen oder die Militärbasen den Amerikanern zu überlassen. Der sei doch völlig ungeeignet und musste den ein oder anderen Seitenhieb im Oval Office verkraften.
Sprecher 7: But some of the European, like Spain has been terrible. And now Spain actually said that we can't use their bases. And that's all right. We don't want to. We could use their bases if we want. We could just fly in and use it. Nobody's going to tell us not to use it. But we don't have to. But they were unfriendly. They don't have great leadership.
Sprecher 3: Und dann ging es natürlich um die Zölle. Das war ja eben auch Friedrich Merz'Anliegen. Da hat Donald Trump aber jetzt noch keine großen Zugeständnisse gemacht, sondern vor allem den Supreme Court kritisiert, der entschieden hat, dass diese Zölle, wie sie verhängt wurden, rechtswidrig, verfassungswidrig sind. Und dann hat er mit seiner Kritik an Spanien... fortgesetzt und gesagt, er könne morgen alle Handelsbeziehungen mit Spanien kappen und beruft sich auch da auf ein Supreme Court Urteil, dass damit keine Probleme einherging. Naja, und dann ist er eben sehr auf dem bilateralen Trip. Jedes Land möchte den Zoll-Deal, der auf dem Tisch liegt, und wir werden das ganz einfach hinbekommen. So hat es Trump gesagt. Und naja, mal sehen, wie einfach das dann wirklich wird.
Sprecher 7: And we have the right, as an example, we talked about Spain. I could tomorrow stop, or today even better, stop everything having to do with Spain. All business having to do with Spain have the right to stop it. Embargoes, do anything I want with it. And we may do that with Spain.
Sprecher 2: Fazit jedenfalls, es ist und bleibt die große Trump-Show, aber Merz hat den Zugang, Merz hat den Gesprächskanal, er kann seine Interessen immerhin bei ihm hinterlassen. Hatte danach auch noch ein Mittagessen mit Marco Rubio und dem Finanzminister Scott Besson. Das ist schon nicht schlecht für einen europäischen Führer, zumal die Amerikaner uns Europäer und die Leader hier nicht mehr wirklich in ihrer Welt zumindest für voll nehmen. Also besser als nix, aber Überraschungen waren eben doch auch nicht zu erwarten.
Sprecher 3: Und der Redeanteil von Friedrich Merz war wieder sehr gering, wie bei seinem ersten Besuch im Oval Office. Also es ging vor allem um Trump, um Trump und um Trump. Und Friedrich Merz durfte zuhören.
Sprecher 2: Der Iran-Krieg ist der neue Schockmoment für die Börsen und es geht der Weltwirtschaft ja ohnehin gerade nicht gut. Die Lieferketten sind immer noch nicht wieder intakt. Wir haben Energiepreisprobleme nach dem Ukraine-Krieg und hier in Deutschland sind wir im dritten Jahr der Rezession. Also, was kommt eigentlich noch auf die Wirtschaft zu und wann gibt es das Comeback? Das sind viele Themen, die wir besprechen in unserem Wirtschaftsbriefing, dem CEO-Table. Und der kommt jetzt nicht nur samstags, den lesen Sie ja wahrscheinlich längst, sondern auch noch mittwochs. Es gibt eben viel zu besprechen. Warum wir das machen, fragen wir doch einfach mal den Mann, der das verantwortet, Alex Hofmann. Unser Redaktionsleiter ist bei uns im Studio. Hallo Alex.
Sprecher 8: Hey, Michael.
Sprecher 2: Alex, der CEO-Table kommt jetzt auch mittwochs raus. Warum?
Sprecher 8: Weil wir eine ganze Menge Themen haben, die wir einmal in der Woche nicht abdecken können. Und wir haben gemerkt, dass insbesondere im Bereich KI, im Bereich HR und noch ganz viele andere operative Themen ganz viel Nachfrage da ist. Und die wollen wir mit dem zweiten Briefing in der Woche abdecken.
Sprecher 2: Ihr richtet euch ja ausschließlich an die Entscheiderinnen und Entscheider in der deutschen Wirtschaft. Welche Schwerpunkte willst du mittwochs setzen und welche samstags?
Sprecher 8: Samstags bleibt weiterhin ein bisschen strategisch. Da gucken wir auch ein bisschen volkswirtschaftlich drauf. Die größeren Themen sprechen wir am Samstag an.
Sprecher 2: Was treibt die deutsche Wirtschaftselite derzeit am meisten um, Kai?
Sprecher 8: KI ist sicherlich eines der ganz, ganz großen Themen, aber natürlich auch das, was gerade in der Weltpolitik ist. passiert, wenn wir mal zurückgucken. Es gibt eigentlich kaum einen Zeitraum, wo es so viel Veränderung gab wie in den letzten Monaten und Jahren. Da muss man sich immer wieder neu drauf einstellen. Jetzt gerade zum Beispiel mit der Blockade der Straße von Hormuz, das hat einen Einfluss auf die Lieferketten. Das gucken wir uns heute im Briefing auch an. Und da gibt es ganz, ganz, ganz viele operative Themen, auch in der Feinaussteuerung. Die wird immer wichtiger für Firmen.
Sprecher 2: Die Wirtschaft wird vor allem auch politischer, habe ich das Gefühl. Man kann gar nicht mehr anders, als sich auch öffentlich zu melden, zu geopolitischen Herausforderungen, auch zum Aufstieg der Rechtspopulisten in Europa. Wie politisch ist die deutsche Wirtschaft?
Sprecher 8: In der Politik wird immer von Rahmenbedingungen geredet, aber es geht natürlich viel, viel weiter darüber raus. Wir haben den Begriff der Bürokratie, den haben wir so oft gehört. Ich finde schon, dass wir jetzt auch erste Schritte sehen, die Bürokratie in Deutschland wirklich abzubauen und das natürlich mit der Hoffnung, wettbewerbsfähiger zu sein. Aber das kommt da nicht von ungefähr. Deutsche CEOs wissen, dass man mit der Politik im Austausch sein muss, wenn man international wettbewerbsfähig bleiben will.
Sprecher 2: Wir sind im dritten Jahr der Rezession. Wo siehst du Anzeichen für ein Comeback-Jahr der deutschen Wirtschaft?
Sprecher 8: Es gibt da, glaube ich, einige Bereiche, wo wir deutliches Wachstum sehen. Das eine ist der Bereich Defense, das andere ist auch der Bereich KI. Nicht jetzt unbedingt, was die großen Sprachmodelle angeht. Das ist aber auch, glaube ich, gar nicht so relevant, sondern da kann man auch schon dem Narrativ der Wirtschaft so ein bisschen folgen. Die Umsetzung, also wie können wir KI nutzen, um profitabel zu sein? Habler zu werden. Da steckt ganz viel Potenzial noch drin.
Sprecher 2: Das werden wir im CEO-Table lesen, gerade wie und wer am besten KI einsetzt, ist ja auch Teil einer neuen Rubrik, die wir nennen sollten, dem CEO-Index. Was habt ihr da vor?
Sprecher 8: Ja genau, es gibt eine Neuauflage des CEO-Index. Den machen wir jetzt mit KI und zwar stellen wir den gängigen Suchmaschinen Fragen zu aktuellen Themen und gucken, welche DAX-CEOs oder welche bekannten deutschen CEOs sich da besonders gut etabliert haben.
Sprecher 2: Gib uns doch mal Einblicke in den Prompt, den ihr da aufgesetzt habt. Was sind denn zum Beispiel die Fragen, die ihr stellt?
Sprecher 8: Wir fragen zum Beispiel, welcher DAX-CEO eine schlüssige Strategie für sein Unternehmen vorgestellt hat, welcher DAX-CEO vielleicht auch über die generellen Einflüsse von KI auf Wirtschaftsunternehmen was gesagt hat. Das sind so die Fragen.
Sprecher 2: Wir sind gespannt über die Ergebnisse, die wir heute lesen. Wenn Sie sich noch nicht angemeldet haben und noch nicht zu den 300.000 Leserinnen und Lesern dieses CEO-Table gehören, dann sollten Sie das schleunigst heute nachholen. Table.media slash CEO
Sprecher 6: Ich bin manchmal ein bisschen zu ehrlich, aber ganz im Ernst, ich mag es einfach klar, ohne Überraschungen. Genau deshalb bin ich bei Frank, dem einfach Mobilfunkanbieter. App runterladen, Tarif bestellen, fertig. 20 GB für 10 Euro. In bester D-Netz-Qualität. Monatlich kündbar, keine versteckten Kosten. Und das Beste ist Frank for Friends. Ich schicke einfach meinen Kurs. Oder meine FreundInnen. Und jedes Mal, wenn jemand darüber startet, kriegen wir alle dauerhaft extra Datenvolumen. Kein Drama, keine Geheimnisse. Also, probier's mit Frank. Ist ehrlich einfacher.
Sprecher 3: Der Iran blockiert die Straße von Hormuz und das ist eine der wichtigsten Handelsrouten für Öl- und Gastransporte. Katar verschifft fast sein gesamtes Flüssiggas über diese Route. Und der Iran-Krieg macht sich für uns vor allem bei den Energiepreisen bemerkbar, jedenfalls bislang. Innerhalb weniger Tage sind die Preise für Rohöl und Gas stark gestiegen. Bei Rohöl sind es von 58 auf 72 Dollar in nur sieben Tagen. Und wo das Ganze mal enden wird, das kann heute noch niemand sagen. Droht uns also eine neue Energiekrise. Immerhin waren auch die deutschen Gassprecher zuletzt deutlich leerer, als man das eigentlich vorgehabt hatte. Malte Kreuzfeld, unser Energie- und Umweltexperte vom Berlin Table, hat mit Klaus Müller gesprochen, dem Chef der Bundesnetzagentur. Und es geht um die deutsche Gasversorgung und den Ausbau des Stromnetzes.
Sprecher 9: Bei uns bei Table Today ist heute Klaus Müller, Chef der Bundesnetzagentur. Schönen guten Tag.
Sprecher 10: Seien Sie gegrüßt.
Sprecher 9: Droht uns jetzt eine neue Gaskrise?
Sprecher 10: Nein, das ist überhaupt nicht abzusehen. Warum? Erstens, weil Deutschland und auch Nordeuropa aus Katar kein Gas bezieht. Das ist vor allem... eine Region, die Richtung Asien exportiert, teilweise auch nach Südeuropa. Zweitens, richtig, die Gasspeicher sind eher niedrig befüllt bei 20 Prozent. Andererseits, Petrus ist gerade gnädig, heißt das Wetter ist gerade gut. Seit vier Tagen speichern wir ein, sehr wenig auf niedrigem Niveau, aber wir speichern nicht mehr aus. Und wir sehen, dass für den nächsten Winter wir bei zwei Drittel Buchungsstand sind. Das ist zumindest mehr als im Vorjahr. Also damit ist das Problem nicht klein. Es ist teuer, gerade Gas einzukaufen. Der Weltmarkt schlägt seinen Preisen heftig zu. Aber eine Gasmangellage sehen wir nicht.
Sprecher 9: Ja, aber auf die Preise geguckt, wenn jetzt das Gas nicht nach Asien geht, werden die in Asien ja anderes Gas brauchen, was sonst zu uns gekommen wäre vielleicht. Also erwarten Sie, dass die Preise steigen? Wie hoch und wie wird sich das für die Verbraucher auswirken?
Sprecher 10: Ja, wenn wir das genau sagen könnten, dann ging es uns allen an der Stelle deutlich besser. Was wir sehen können, ist in den letzten 48 Stunden hat sich der Preis fast verdoppelt im Vergleich zu Freitagabend. Das ist ein harter Schlag für alle Unternehmen, die am Spotmarkt Gas beschaffen müssen, auch für Gashändler. Andererseits, wir hatten heute eine Call mit den relevanten Akteuren auf dem Gasmarkt. Die haben nochmal deutlich gemacht, dass für eine gewisse Zeit sind auch diese Preisspitzen auszuhalten. Für private Haushalte gilt, dass die allermeisten einen länger laufenden Vertrag mit einer 12- oder sogar 24-monatigen Preisgarantie haben. kann sich natürlich ein lang anhaltender Gaspreis in der nächsten Runde auswirken. Das ist richtig. Aber aktuell sind sie von den Ausflügen geschützt. Alles steht und fällt damit, wie lange der Krieg die Krise andauert.
Sprecher 9: War es denn aus der jetzigen Sicht im Nachhinein ein Fehler, dass wir schon mit vergleichsweise niedrigen Speicherständen in den Winter gestartet sind?
Sprecher 10: Das war ja eine Entscheidung der Gashändler. Das entscheidet weder die Bundesregierung noch die Bundesnetzagentur und auch nicht die Politik. Ich finde auch aus guten Gründen.
Sprecher 9: Die Bundesnetzagentur, die Politik hat die Vorgaben abgesenkt von 95 Prozent auf 75 Prozent vor diesem Winter.
Sprecher 10: Das ist richtig, weil wir im letzten Jahr gesehen haben, dass die Füllstandsvorgaben dazu genutzt wurden, ihn nicht einzuspeichern, sich darauf zu verlassen, dass das der Staat, der Netzkunde, der Steuerzahler an der Stelle tut. Darum hat ja nach dem Absenken der Füllstandsvorgaben es tatsächlich funktioniert. Dann sind die Speicher spät befüllt worden. Richtig ist, dass wir sicherlich über einen neuen Absicherungsmechanismus nachdenken müssen. Da sind sich, glaube ich, auch sehr viele Akteure einig an der Stelle. Aber erstmal ist es eine Verantwortung der Gashändler, die Speicher zu befüllen. Das können sie auch. Ja, momentan sehen wir einen negativen, wie es so schön heißt, Sommer-Winter-Spread. Darum ist die aktuelle Situation alles andere als einfach. Das soll man auch nicht schönreden.
Sprecher 9: Und folgt daraus jetzt, dass wir für künftige Krisen uns besser wappnen müssen? Wie könnte das aussehen? Es wird ja über eine nationale Gasreserve gesprochen. Was halten Sie davon?
Sprecher 10: Das ist eine Diskussion, die begonnen wurde schon im letzten Herbst. Das Bundeswirtschaftsministerium hat ein Gutachten aufzugeben. verschiedene Absicherungsmodelle miteinander zu vergleiten. Die Österreicher haben ein Modell, was ihrer Frage nachkommt, die Franzosen ein anderes. Wir haben bisher diese Füllstandsvorgaben umgesetzt. Das heißt, momentan muss man die jetzt schnell miteinander vergleichen und dann abwägen, was entlässt die Marktakteure nicht aus ihrer Verantwortung. Aber das gewährleistet gleichzeitig Versorgungssicherheit, wenn eben externe Schocks drohen, die eben nicht sozusagen privat einzupreisen an der Stelle. Und die Diskussion läuft jetzt. Ich gehe davon aus, dass sie sehr zeitnah entschieden wird.
Sprecher 9: Anderes wichtiges Thema sind die Stromnetze, wo das Wirtschaftsministerium ja plant, den Neuanschluss für Wind- und Solaranlagen deutlich zu erschweren, weil die Betreiber mit dem Ausbau der Stromnetze nicht hinterherkommen. Ist das aus Ihrer Sicht der richtige Ansatz?
Sprecher 10: Also ich glaube, unbestreitbar ist, und das höre ich auch bei den Kolleginnen und Kollegen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien nicht anders, dass die aktuelle Situation unbefriedigend ist. Und bisher gibt es ja nur einen Leak, wie das immer so schön heißt, also ein durchgestochenes Papier, was weder ein Beschluss des Bundeskabinetts noch des Deutschen Bundestages ist. Insofern ist die Diskussion aktuell noch ein wenig unstrukturiert.
Sprecher 9: Das ist nicht nur Papier, es ist schon ein Referentenentwurf, fix und fertig aus dem Ministerium und wird von dort ja auch nicht dementiert. Also das ist schon das, was das Wirtschaftsministerium will. Soweit können wir, glaube ich, auf jeden Fall gehen.
Sprecher 10: Was aber kein Kabinettsbeschluss ist an der Stelle. Aber zurück zum objektiven Problem. Also wie man das synchronisiert, darüber gibt es jetzt gerade eine intensive Debatte. Das ist richtig und die muss eben auch leidenschaftlich und kontrovers geführt werden. Ich verstehe alle Sorgen, die es gerade gibt. Die Bekenntnisse und ich glaube auch der Wille, Klimaziele zu erreichen, ist unbestritten. Dafür brauchen wir einen Ausbau der Erneuerbaren. Gerade als jemand, der die Energiewende will, von immer wollte, glaube ich, wir werden sie nur dann erreichen, wenn wir sie kosteneffizienter erreichen. Und da muss man jetzt um den richtigen Weg ringen.
Sprecher 9: Ja, es gibt weitere Punkte, wo es die Befürchtung gibt, dass das den Ausbau der Erneuerbaren stark bremsen könnte. Eins davon ist, dass sich die Betreiber von erneuerbaren Anlagen pflichtig an den Kosten für den Netzanschluss beteiligen sollen. Ist das eine gute Idee oder kann das auch dazu führen, dass sich viele Projekte nicht mehr rechnen?
Sprecher 10: Das ist auf jeden Fall eine gute Idee. Und warum sage ich das aus voller Überzeugung? Den Prozess haben wir im letzten Jahr begonnen. Mit dem Hinweis, dass in der Vergangenheit es praktisch ja kaum oder keine Rolle gespielt hat, wo ich erneuerbare Energien ausgebaut habe, weil die Kosten für den Netzanschluss hatte jemand anders. Also die Allgemeinheit getragen. Die Verbraucherin, der Verbraucher, der Handwerker, die Industrie etc. Und das ist natürlich ein Zustand, wenn jemand Kosten produzieren darf, ohne dafür letztendlich verantwortlich zu sein. Das funktioniert im privaten Leben nicht und es funktioniert eben auch in der Energiewirtschaft nicht. Und die Bundesnetzagentur hat im Sommer letzten Jahres begonnen, mit allen Branchenakteuren zu diskutieren. Und wir haben gesagt, zum einen wollen wir eine regionale Steuerung über... ein differenziertes Baukostenzuschusssystem haben. Der Begriff ist unglücklich, weil Baukostenzuschüsse bedeutet in dem Fall, Ein erneuerbarer Investor zahlt etwas dafür und er zahlt das unterschiedlich, je nachdem, welche Netzausbaukosten er verursacht.
Sprecher 9: Es steht denn schon fest, für wen das gelten soll. Es gibt jetzt ja Sorge, dass das auch dann wiederum für private Solaranlagen auf Dächern gilt. Oder ist schon klar, dass Kleinanlagen davon ausgenommen sein werden?
Sprecher 10: Das ist einer der Punkte, die gerade in der Konsultation tatsächlich eine wichtige Rolle spielen. Für uns werden wahrscheinlich zwei Punkte da behandlungsleitend sein. Das eine, es geht auch immer um Praktikabilität. Also jedes System muss eben auch umsetzbar sein an der Stelle. Und die zweite Frage ist natürlich, wie habe ich einen Impact, also eine Wirkung? Wenn wir die Energiewende wollen, wollen wir ja mehr Menschen haben, die heizen, mobil sind, Industrieanlagen betreiben, indem sie erneuerbaren Strom nutzen. Und darum müssen hier die Netzentgelte im Griff gehalten werden. Das werden wir gegeneinander abwägen. Ziel ist es, im Mai mit einer Art erster Zusammenfassung auch zu zeigen, da geht die Behörde hin. Das hat sie aus den Konsultationen mitgenommen. Und Ende des Jahres wollen wir sogar fertig sein.
Sprecher 9: Nun gibt es im Moment, glaube ich, bei einigen Leuten oder bei vielen, die es beobachten, so die Sorge, dass da in der nächsten Zeit ganz schön was wegbrechen könnte. Gebäudeenergiegesetz, die wichtigsten Vorgaben gestrichen, beim Solarausbau neue Hürden, die den verlangsamen könnten, insgesamt beim erneuerbaren Ausbau. die neuen Begrenzungen, dass es immer fragwürdiger wird, ob Deutschland seine Klimaziele mit der derzeitigen Politik erreichen kann. Teilen Sie diese Sorgen und was müsste passieren, damit die geringer werden?
Sprecher 10: Also der ehemalige Verbraucherschützer in mir sagt, wir werden nur dann eine wirklich erfolgreiche Energiewende erreichen, wenn die Menschen und auch die Unternehmen in der Lage sind, sie zu bezahlen und wenn sie ihr mit Blick auf Versorgungssicherheit vertrauen. Und darum in vielen Diskussionen, die wir haben mit Investoren in erneuerbare Energien, mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, NGOs, werbe ich sehr stark dafür, dass Kosteneffizienz ein immanentes Anliegen der Freunde der Energiewende sein muss. Nur wenn man das sozusagen immer als Prämisse auch mit zugrunde legt, dann wird die Energiewende einen Erfolg haben. Daran arbeitet die Bundesnetzagentur in ihrem Kompetenzbereich und berät auch gerne die Akteure in der Energiewende, wenn es darum geht, wie man das wirklich gut und sinnvoll und effizient umsetzen kann.
Sprecher 9: Das war jetzt nur eine Teilantwort. Also glauben Sie, dass es gelingen wird, mit der aktuellen Politik die Klimaziele, die man sich gesetzt hat, noch zu erreichen?
Sprecher 10: Die Bundesnetzagentur wird dazu ihren Beitrag auf jeden Fall leisten.
Sprecher 9: Okay, das nehme ich dann mal so als offene Antwort hin und bedanke mich ganz herzlich für das Gespräch. Das war Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur.
Sprecher 10: Ich danke Ihnen.
Sprecher 3: Mit Chi war noch was.
Sprecher 2: Das ist eigentlich die KI-Revolution, auf die wir alle gewartet haben. Wenn wir normal miteinander telefonieren und sich ein KI-Bot dazwischen schalten würde, dann könnten wir auf allen Sprachen quasi simultan übersetzt miteinander reden. Ist das nicht genau das, was alle irgendwie wollten?
Sprecher 3: Ja, verrückt. Man fragt sich, ob man dann überhaupt noch Fremdsprachen lernen muss. Das werden sicherlich die Kinder in den Schulen fragen. Die sagen, es ist doch alles die KI übersetzt doch. Und wenn man ihnen dann sagt, dass Latein lernen oder auch andere Sprachen lernen, das Gehirn schult, gucken sie einen vielleicht komisch an. Ich weiß nicht ganz genau, ob wir wirklich uns da so hundertprozentig auf die KI verlassen sollten, Michael.
Sprecher 2: Ich finde es toll, dass wir einfach jedem Menschen auf der ganzen Welt in jeder Sprache jetzt einfach sagen können, ich liebe dich. Ist das nicht herrlich?
Sprecher 3: Möchtest du das allen Menschen in allen Sprachen sagen? Ich finde, man muss das sehr wohl wägen, gerade diese Worte.
Sprecher 2: Ich liebe den Podcast mit dir. Ihr hört uns hier wieder, wenn ihr mögt. Morgen 5 Uhr Table Today.
Sprecher 3: Tschüss.
Sprecher 6: Ich bin manchmal ein bisschen zu ehrlich, aber ganz im Ernst, ich mag es einfach klar, ohne Überraschungen. Genau deshalb bin ich bei Frank, dem einfach Mobilfunkanbieter. App runterladen, Tarif bestellen, fertig. 20 GB für 10 Euro. In bester D-Netz-Qualität. Monatlich kündbar, keine versteckten Kosten. Und das Beste ist Frank for Friends. Ich schicke einfach meinen Code an meine FreundInnen. Und jedes Mal, wenn jemand darüber startet, kriegen wir alle dauerhaft extra Datenvolumen. Kein Drama, keine Geheimnisse. Also, probier's mit Frank. Ist ehrlich einfacher.