Wie kann die Politik der Autobranche helfen, Herr Söder?
Die deutsche Autoindustrie steckt in einer tiefen Krise. Die Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) in München ist deshalb nicht nur Schaufenster der Branche, sondern auch Krisentreffen.
Vor allem chinesische Hersteller wie BYD drängen mit hohen Zuwachsraten auf Märkte, die bislang von deutschen Autobauern beherrscht wurden. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder gibt dafür auch der deutschen und europäischen Politik eine Mitschuld. Im Gespräch mit Michael Bröcker fordert er einen Kurswechsel: „Das Verbrennerverbot ist ein schwerer Fehler und muss beseitigt werden.“
[04:53]
In Frankreich droht eine neue Regierungskrise. Premierminister François Bayrou stellt die Vertrauensfrage im Parlament. Seit Wochen warnt er, Frankreich stehe am Rand der Überschuldung: Die Staatsverschuldung liegt bei rund 3,3 Billionen Euro, die Quote bei über 113 Prozent des BIP.
Doch seine Sparpläne stoßen bei allen Oppositionsparteien auf Widerstand. Eine Niederlage in der Vertrauensabstimmung gilt daher als wahrscheinlich.
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Transkript
Sprecher: Table Today mit Michael Bröker und Helene Bubrowski. Das Auto ist doch nur eine vorübergehende Erscheinung, sagte ein gewisser Kaiser Wilhelm II. Und glaubte an das Pferd. Heute muss man sagen, ist das deutsche Auto auf den Weltmärkten tatsächlich leider oft genug eine vorübergehende Erscheinung. Die Chinesen holen dramatisch auf, gerade auch beim Thema Elektromobilität. BMW, VW und Mercedes stecken in einer richtigen Krise. Morgen vor der IAA analysieren wir die Lage und reden dazu mit einem Gastgeber dieser Autoindustrie, nämlich dem bayerischen Ministerpräsidenten, der vor Ort in Bayern immerhin Audi und BMW hat. Krise auch in Frankreich. Mal wieder, muss man sagen, steht Frankreich vor der Unregierbarkeit. Der Premierminister François Bayrou jedenfalls stellt heute Nachmittag die Vertrauensfrage im Parlament. Und am 18. September droht ein Generalstreik in unserem Nachbarland. Warum diese Regierung nach einem Jahr schon wieder vor dem Aus steht, darüber reden wir gleich. Erinnern Sie sich noch an den Problembären Bruno. In Österreich sorgt jetzt ein anderes Tier für Probleme und hat sogar am Wochenende Teile des Bahnverkehrs lahmgelegt. Unsere Nachbarn nehmen es wieder einmal sehr gelassen. Gleich dazu mehr an diesem Montag, den 8. September.The IAA Mobility, a place where people come together. Where the innovations of tomorrow are created and experienced by professionals and the public. A place where it's all about mobility. Where you meet the most innovative and forward-thinking people. With diverse approaches channeled towards one goal. A brighter mobility future. This is your place to be. It's all about mobility. Die deutsche Vorzeigebranche, das Rückgrat dieser Volkswirtschaft, wie es immer wieder heißt, trifft sich in München zur Leistungsschau. Die IAA startet morgen. Allerdings ist die Krise nie so präsent gewesen. 50.000 Jobs in der Autoindustrie sind in einem Jahr verloren gegangen. Die Produktion um minus 25 Prozent geschrumpft seit 2008. Helene, keine guten Zeiten für das deutsche Auto. Die deutschen Schwächen und die Chinesen werden immer stärker, insbesondere natürlich die chinesischen E-Hersteller. BYD verkauft im ersten Halbjahr zwar nur 6.500 Autos in Deutschland, aber ein wahnsinniger Zuwachs gegenüber dem letzten Jahr von 420 Prozent. Bis zum Jahresende wollen sie 50.000 Stück in Deutschland verkaufen und haben sich jetzt eine eigene Lieferkette organisiert mit Frachtern, also Schiff-Frachtern direkt in die europäischen und vor allem deutschen Häfen. Ja, und irgendwie merkt man auch im erweiterten Bekanntenkreis, dass es jetzt kein absolutes Tabu mehr ist bei den E-Auto-Herstellern.Vielleicht auch mal zum Chinesen zu greifen. Das ist eine wahre Bedrohung, wenn wir schon beim Verbrenner jetzt allmählich ins Hintertreffen geraten, weil eben die Welt auf Elektromobilität umsteigt. Dann aber bei Elektro jetzt sogar die chinesischen Hersteller gewinnen, dann wird es wirklich ernst für diese Industrie, die in Deutschland immer noch, Helene, je nach Studie, jeden sechsten, jeden siebten Job irgendwie direkt oder indirekt betrifft. Rund 5 Millionen Beschäftigte sind es, die im weiteren Sinne mit der Autoproduktion zusammenhängen. Das ist eine echt relevante Größe. Unter anderem deswegen macht sich Deutschland ja in der EU immer wieder stark für die deutsche Autoindustrie. Deswegen sehen auch die deutschen Autobauer die Diskussion um China durchaus anders als etwa die deutschen Maschinenbauer. Es sind die Absatzmärkte in China einerseits, es ist aber natürlich auch die Konkurrenz aus China, die das Ganze echt schwierig macht. Ja, und jetzt kommen noch die 15% Zölle auf die Exporte in die USA, der große Markt für die deutsche Autoindustrie. Also da kommt viel zusammen, aber natürlich auch eigene Managementprobleme. Zu spät hat man auf Elektro gesetzt, zu spät hat man auch innovative Ideen gefunden, wie eigentlich ja die Digitalisierung in den Autos Einzug gehalten hat. Das sind halt Smartphones, rollende Smartphones inzwischen, gerade in den asiatischen Märkten. Und bei uns, weißt du vielleicht selber, muss man immer erstmal das Apple CarPlay anstecken, wenn man irgendwie ein ordentliches Navi haben will. Also da haben die Autobauer durchaus auch was verschlafen und jetzt kommen eben hohe Kosten, hohe Tarife.beschäftigten Kosten und fehlende Absatzmärkte in China zu den eigenen innovativen Schwächen hinzu. Und all das zusammen ergibt dann eine Krise. Das alles wird natürlich Thema sein in den kommenden Tagen auf der IAA in München. Unsere Kollegin Julia Fiedler vom China Table ist dort, wird auch mit dem CEO von Mercedes, Ola Kellenius, sprechen über diese Entwicklung, über die Konkurrenz zu China, natürlich auch die Chancen in China. Und heute haben wir auch einen interessanten Gesprächspartner, der natürlich auch das Autoland Bayern immer im Blick hat. Genau, Ingolstadt ist Audi-Stadt und BMW, das sind natürlich die bayerischen Motorwerke. Also hat sich Marco Söder am Wochenende in die politische Debatte eingeschaltet. Ein Autogipfel ist ja geplant von Friedrich Merz. Er fordert jetzt... Dramatische Entlastungen eigentlich für die Autoindustrie, die alle Richtung Brüssel zielen. Ich habe ihn gestern auf einem Weg vom Termin zurück nach München im Auto erreicht. Hören wir mal rein, was er da genau gesagt hat. Einen schönen guten Tag, Herr Ministerpräsident. Hallo, Herr Söder. Hallo, Guskut. Herr Söder, morgen startet die IAA in München, die große Automobilshow. Früher eine optimistische Leistungsmesse, jetzt ein bisschen Krisentreffen, oder? Zumindest wird es eine große Wettbewerbsherausforderung. Wir freuen uns sehr, dass die IAA stattfindet, auch dass sie bestens besetzt ist. Aber wir spüren natürlich den Wettbewerbsdruck für Deutschland. Und klar ist, ohne Auto gibt es keine Zukunft in der Industrie. Und deswegen müssen wir auch mehr tun dafür. Die Jahre, wo wir Auto schlecht geredet haben, wo am Ende Bürokraten und Ideologen...über das Auto bestimmen und wenige die Ingenieure. Das muss vorbei sein und braucht jetzt einen Richtungswechsel in Europa und Deutschland pro Auto und pro Technik. Wir haben ja viele Krisen, nicht nur die Absatzmärkte brechen ein, wir haben natürlich strukturelle Krisen, aber haben wir nicht auch eine Automobilmanagement-Krise? Also hätten wir nicht längst so viel innovativer sein müssen, als dass wir teurer sind? Auf jeden Fall sind einige Marken sehr innovativ. Auch karparische Marken sind da sehr erfolgreich, aber andere eben auch. Das Entscheidende ist schon, dass wir in Europa uns das Leben selber schwer machen. Erstens, das Verbrennerverbot ist ein Fehler. Das ist ein schwerer Fehler, muss beseitigt werden. Zweitens, die Strafzahlungen, die angekündigt werden gegen unsere Unternehmen, sind falsche Wege. Wir brauchen keine Strafzahlungen, sondern Unterstützungen. Auch der Glaube, mit überforderten Klimazielen am Ende irgendwie die Welt zu verändern, sind zum Teil etwas absurd. Und drittens, wir brauchen mehr Investitionen in Technik, gerade auch in Deutschland zum Beispiel, mit mehr KI und autonomen Fahren und mehr auch Testmöglichkeiten für das autonome Fahren, wo andere viel weiter sind. Da können wir auch noch einen großen Innovationsschub schaffen. Ich habe gehört, dass die neue Präsentation beispielsweise bei BMW mächtig ankam. Ich glaube, viele andere haben auch große Ideen. Ich bin da eigentlich doch optimistischer, dass wir viel reißen können. Trotzdem sagen alle Experten weltweit, auch die chinesische und die amerikanische Automobilindustrie, die Zukunft ist elektrisch. Haben wir nicht da einfach auch vielleicht die politischen Rahmenbedingungen verschlafen? Stichwort Ladepunkte. Wir haben 20.000 Tankstellen in Deutschland. Warum haben die nicht alle auch elektrische Ladepunkte?Zunächst mal bin ich mir nicht ganz sicher, ob die Zukunft nur elektrisch ist. Ich glaube, dass sie stärker werden wird. Da hat Deutschland sich ja selber geschädigt. Der jetzt in den Ruhestand oder in den Auslandseinsatz abgewandere Robert Habeck ist da persönlich verantwortlich, denn er hat damals die E-Auto-Prämie gestrichen und dann brach der Markt mit über 70 Prozent ein. Und ich glaube auch, dass es eine absurde Vorstellung ist, dass in Amerika, in Amerika nur E-Autos fahren werden. Und gerade wir sind ja angewiesen auf den amerikanischen Markt, Klammer auf, durch die Zölle extrem herausgefordert. Ja, mehr Ladepunkte, Sie sprechen mit dem richtigen Ministerpräsidenten. Bayern hat die meisten Ladepunkte, die investieren auch mehr. National ist das auch Thema verschlafen, Mann. Welche Maßnahmen erwarten Sie von der Bundesregierung für die Elektroautoförderung? Die wurde ja immer wieder diskutiert, wohl angeblich auch im Koalitionsausschuss, aber konkrete Maßnahmen sind bisher nicht bekannt. Ja, der eine tut sich schwer. Natürlich haben wir im Rahmen des Investitionsbusters, auch an den Bundesrat, was jetzt beschlossen wurde, haben wir Förderungen für Autoreihen, auch für Elektromobilität, aber natürlich in einigen kleinen Schritten. Ich denke, Sie haben recht, wir brauchen einen massiven Ausbau der Ladeinfrastruktur, auf Dauer auch eine Förderung von E-Autos in den Markt hinein. Wir brauchen auch mehr autonomes Fahren, das ist mir ganz wichtig. Wir brauchen übrigens auch eine Transformationsförderung für Zulieferer. Denn im Moment ist es so, dass die großen Unternehmen, natürlich die großen Automobilunternehmen, dem Wettbewerbsdruck, dem Kostendruck weitergeben an die Zulieferer. Ich habe in Bayern einen eigenen Transform.Informationsfonds auf den Weg gebracht, um vielen, vielen Zulieferern zu helfen, im Rahmen von Verbrenner, Wasserstoff, aber auch Elektro, alles zu können. Herr Söder, noch mal eine Frage zum CO2-Ziel. Die Industrie sagt selber, wir halten an den europäischen Zielen fest. Sie sagen das auch. Und zugleich wollen Sie aber das Verbrennerverbot nicht mehr haben. Das heißt, wie wollen Sie die Klimaziele dann erreichen im Verkehr? Zunächst passiert es so, dass bei den Klimazielen ja auch die Zwischenziele gesehen werden müssen. Es ist, glaube ich, zwar gut gemeint, aber sehr unrealistisch, dass wir bis 2035 nahezu alle Autos CO2-frei machen können. Das ist, wie gesagt, eine gute Idee, aber wird nicht umsetzbar sein, zumal in der Welt selber, in dieser Welt, in der wir leben, immer mehr fossile Ressourcen wieder gefunden werden. Denken Sie an die Amerikaner, denken Sie auch an die Arktis, aber wir müssen es vernünftig machen. Dann technologisch machen. Der Verbrenner der Zukunft hat auch immer weniger CO2-Ausstoß und da gibt es viele Möglichkeiten, das zu fördern. Und umgekehrt, da gehen in die Chinesen mittlerweile Verbrenner oder Plug-in-Hybrid und Ähnliches zu machen, nicht mehr drinnen rein. Das heißt, der Wettbewerbstrupp wird von der anderen Seite noch viel größer werden. Was machen wir? Wir machen gar nichts und wir beschränken uns in den Möglichkeiten. Und noch einmal, der Green Deal ist eine gute Idee, aber der belastet die Wettbewerbsfähigkeit Europas in einer fundamentalen Form. Und eines muss jeder wissen. Scheitert Auto, dann scheitert auch der Industriestandort Deutschland. Und Sie würden wirklich die 2035er-Regelung ersatzlos streichen? Ich würde sie deutlich abmildern und mit längerer Zeit.Alles klar. Vielen Dank, Herr Ministerpräsident und einen schönen Tag nach Bayern. Ihnen auch alles Gute nach Berlin. Unser Land ist in Gefahr, weil wir von Überschuldung bedroht sind. Parce que nous sommes... Au bord. In den letzten zwei Jahrzehnten ist die Verschuldung unseres Landes um 2000 Milliarden Euro gestiegen. 1000 Milliarden zwischen 2005 und 2015 und 1000 Milliarden zwischen 2015 und 2025. Deshalb bedarf es in diesem Herbst einer Klärung. Die Dinge müssen geklärt werden. Besteht eine nationale Dringlichkeit, unsere öffentlichen Finanzen wieder ins Gleichgewicht zu bringen und dem Fluch der Überschuldung zu entgehen, weil es noch möglich ist? Dieser Fluch betrifft... Alle, alle die uns zusehen, alle Französinnen und Franzosen, alle Familien. Toutes les familles. Voilà la question centrale. In Frankreich bahnt sich schon wieder ein Regierungswechsel an. Heute stellt Premierminister François Bayrou, der Vorsitzende der Mitte-Partei, Mouvement démocrate, die Vertrauensfrage in der Assemblée nationale. Dort hat die Regierung keine Mehrheit. Insofern gilt es fast als ausgeschlossen, dass er diese Abstimmung übersteht. Und damit wiederholt sich das, was wir schon vor einem guten Jahr in Frankreich...beobachtet haben und die Sorge wächst, oder Michael? Ja, und vor allem scheitert auch diese Koalition auch am Geld wie damals die Ampel. Allerdings fehlt in Frankreich offenbar deutlich mehr Geld, als es bei der Ampel der Fall war. 6% des BIP, des französischen BIP, fehlen angeblich laut Berichten da im Haushalt. Das sind 180 Milliarden Euro, die jetzt als neue Schulden aufgenommen werden sollen. Dabei ist Frankreich ja schon mit 116% der nationalen Wirtschaftsleistung völlig überschuldet. Die EU-Obergrenze, nur mal daran erinnert, liegt eigentlich bei 60 Prozent. In Deutschland dagegen stehen wir ziemlich komfortabel da. Die Schuldenquote liegt bei gut 60 Prozent. Allerdings wird sich das bei uns auch ändern. Durch die Schuldenpakete, die die Regierung jetzt aufnimmt, laufen auch wir auf die 100 zu. Aber die Franzosen, auch das sei mal gesagt, haben da eine andere Tradition. Die Debatten um eine schwarze Null und die Schuldenbremse, wie wir sie in Deutschland haben, die gibt es in Frankreich nicht. Es ist ungleich schwieriger, in Frankreich zu sparen als in Deutschland. Die berühmten Gelbwesten haben Macron schon oft das Leben schwer gemacht und der Ministerpräsident hat jetzt vorgeschlagen, man könne doch mal vielleicht einen öffentlichen Dienst sparen und die Gehälter der Staatsbediensteten und der Pensionen einfrieren. Er will zwei Feiertage streichen und immerhin auch eine Solidarabgabe der Gutverdiener einführen. Aber das sind natürlich alle Maßnahmen, bei denen der gemeine Franzose gerne dann mal auf die Straße geht und sagt, so bitte nicht. Genau das steht auch jetzt am 18. September ins Haus.Wieder ein Grève General, also ein Generalstreik, den es in Deutschland ja übrigens so rechtlich gar nicht gibt. In Deutschland muss der Streik sich immer auf ein bestimmtes Ziel richten. In Frankreich kann man einfach seine Wut auf die Straße bringen. Da gibt es auch durchaus eine andere Tradition. Die Frage ist ja nun, wie es weitergeht. François Bayrou ist gerade mal ein Dreivierteljahr im Amt seit Dezember und nun wird es mutmaßlich wieder einen neuen Premierminister geben. Es wäre der vierte in drei Jahren. Daran sieht man auch, wie Emmanuel Macron innenpolitisch in Schwierigkeiten geraten ist, wo er außenpolitisch ja insgesamt eine ganz gute Figur macht. Ist es um seine Regierung wirklich schlecht bestellt? Ja, bis April 2027 ist er noch im Amt und vielleicht ernennt er einen neuen Premierminister. Im Gespräch ist Justizminister Gérald Darmanin oder der Verteidigungsminister Sébastien Lecornu, mit dem sich Boris Pistorius übrigens exzellent versteht. Beide von Macrons Bündnis Renaissance, aber sicher ist das alles noch nicht. Denn auch dieser Mensch müsste dann ja eine Mehrheit im Parlament finden und könnte dieses Programm seines Vorgängers dann wahrscheinlich so nicht einfach zur Abstimmung stellen. Macron ist eine Entscheidung aus dem letzten Frühsommer wirklich schwer auf die Füße gefallen. Schon damals war sie scharf in der Kritik. Er hatte nach der für seine Partei schlecht laufenden Europawahl im vergangenen Jahr die Assemblée Nationale aufgelöst und Neuwahlen ausgerufen und dann eben die eigene Mehrheit verloren.Und seitdem ist es noch wackeliger in Frankreich als sonst. Und ja, wahrscheinlich wird sich das auch bis April 2027 nicht ändern. Und was dann ist, da müssen wir mal abwarten. Marine Le Pen, die ehemalige Chefin vom Front National, darf, jedenfalls sieht es derzeit so aus, nicht antreten für die Präsidentschaftswahlen. Sie hat einen Stellvertreter, Jordan Bardella, der natürlich auch daran arbeitet, den Front National noch weiter zu stärken. All das eine große Bedrohung für die Stabilität in unserem Nachbarland.Helene, war noch was? Michael, es gibt Menschen, die haben einen besonderen Bezug zum Elch, habe ich mir sagen lassen. Aber gut, der Elch hat auch noch was anderes, nämlich die wichtigste Bahnstrecke in Österreich kurzzeitig lahmgelegt. Das Tier hieß Emil und ist seit Wochen in Österreich unterwegs. Man fragt sich eigentlich, wie es da hinkommt, denn ich kenne Elche nur aus dem hohen Norden und nicht aus den Alpen. Aber er ist offenbar aus Tschechien, wo es auch Elche geben soll. Oder Polen in die Berge gekommen und dort fühlt er sich wohl, erinnert sich vielleicht an seine Herkunft aus dem Norden. Ja, ich finde ihn ja ein süßes Tierchen, muss man ja wirklich sagen. Und vielleicht fühlt er sich auch einfach in den österreichischen Bergen so wohl wie wir als Urlauber. Jedenfalls hat man versucht, ihn dann, lustig eigentlich, wie ich finde, von dieser Bahnstrecke wegzulocken, indem man eine kleine Lok mit Strittempo auf ihn zugefahren ist. Aber irgendwie wollte er nicht irgendwann in der Nacht, sondern doch weitergezogen. Naja, er muss jedenfalls keine Konsequenzen fürchten, wird nicht irgendwie abgeschossen wie der Problembär oder so. Also den Problem-Elch, den gibt es noch nicht. Nein, wir mögen die Elche. Sie sehen einfach toll aus und wir freuen uns, wenn sie so wild leben können, wie es denn in unseren Landstrichen geht. Bis morgen, Table Today ab 5 Uhr. Ciao, ciao. Tschüss. Get your motor running.Looking for adventure. In whatever comes our way. Yeah, I gotta go make it happen. Take the world in a loving place. Fire all the guns across the sun. Explode into space. I like smoking nightmares. Every middle thunder. Racing with the wind.