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Gesundheitsstandort Deutschland: Mehr Innovationen wagen

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Von Dr. Remo Gujer, Geschäftsführer Bristol Myers Squibb in Deutschland

Die Bundesregierung macht Tempo: Noch vor der Sommerpause soll das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz durch das Parlament gebracht werden. Das macht Sinn; schließlich droht für 2027 bereits ein 15 Milliarden Euro
tiefes Budgetloch. Doch der Entwurf birgt große Risiken; der Fokus auf Einsparungen bei innovativen Medikamenten kann Deutschland teuer zu stehen kommen – gesundheitlich wie finanziell.

Deutschland hat einige Reform-Baustellen – eine davon ist das Gesundheitswesen, eine andere die Wirtschaft. Beide sind miteinander verwoben, denn Wachstum und Wohlstand können nur erhalten werden, wenn die Menschen gesund altern, und das Land auf Zukunftstechnologien setzt.

Dr. Remo Gujer, Geschäftsführer Bristol Myers Squibb in Deutschland

Die industrielle Gesundheitswirtschaft ist ein Standbein, auf das gebaut werden kann – und eine der wenigen verbleibenden Wachstumsbranchen. Die Politik weiß das: Die Nationale Pharmastrategie aus dem Jahr 2024 und der Koalitionsvertrag haben die Stärkung der Pharmaunternehmen auf die politische Agenda gesetzt. Zu Recht: Es gibt kaum eine Branche, die so auf Zukunft setzt, so viele Mittel in Forschung und Entwicklung steckt, qualifizierte Arbeitsplätze mit hoher Wertschöpfung schafft und wichtiger Impulsgeber mit vielfältigen Spill-Over-Effekten für andere Branchen ist.

Deutschland soll der weltweit innovativste Chemie-, Pharma- und Biotechnologiestandort werden, heißt es im Koalitionsvertrag. Der Anspruch passt.

GKV-Spargesetz: Sparkurs, der Innovationen verhindern wird

Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz spricht allerdings eine ganz andere Sprache, wenn es um die forschende Pharmaindustrie geht: Es setzt auf Sparkurs und wird deshalb nicht nur die medizinische Versorgung verschlechtern, sondern auch der Wirtschaft schaden. Dem Entwurf fehlt der Mut, auf Innovationen zu setzen. Denn die sind nicht ein Kostenproblem, sondern eine Investition in die Zukunft.

So zeigt eine Studie des Verbands der forschenden Pharma-Unternehmen, vfa, dass Arzneimittelinnovationen zu signifikanten gesamtgesellschaftlichen Produktivitätseffekten führen. Gesundheit ist längst einer der wichtigsten Standortfaktoren. Einer, den man stärken sollte.

Doch das neue Gesetz bringt für die forschenden Pharmaunternehmen Einschnitte, die das Geschäftsmodell der Branche empfindlich stören:

  • Der Herstellerrabatt sollte ursprünglich bei 7 Prozent stabilisiert werden. Jetzt wird er „dynamisiert“, kann also jährlich neu bestimmt werden und erschwert damit unternehmerische Planung erheblich.

  • Die geplanten Selektivverträge auf Arzneimittelinnovationen werden Mittel binden, die andernfalls für Forschung zur Verfügung stünden. Außerdem schränken sie die ärztliche Therapiefreiheit ein: Nicht mehr die beste Therapie könnte dann unter Umständen entscheidend sein, sondern der günstigste Preis.

Besonders deutlich wird die Schieflage dieses Gesetzes, wenn man die Zahlen betrachtet: Innovative Arzneimittel machen rund 50 Prozent der GKV-Arzneimittelkosten aus – also rund 9 Prozent aller GKV-Ausgaben. Dennoch sollen sie bis 2030 über 21 Prozent aller Einsparungen erbringen. Das ist keine faire Lastenverteilung, das ist eine überproportionale Belastung genau jener Produkte, in die am meisten investiert werden müsste.

Die Folgen dieser Politik zeigen sich bereits heute. Deutschland verliert im internationalen Vergleich an Innovationsdynamik: Schon jetzt ist jedes dritte neue Medikament, das in den USA eine Zulassung erhält, hierzulande nicht oder noch nicht verfügbar. Wer auf reinen Sparkurs setzt, statt auf echte Reformen, wird diese Lücke weiter vergrößern.

Was ist uns Gesundheit wert?

Zur Begründung des Entwurfs heißt es: Jeder muss angesichts der desolaten GKV-Finanzen einen Beitrag leisten. Sicher. Doch der Finanzdruck ist nicht allein der demographischen Entwicklung einer älter werdenden Bevölkerung zuzuschreiben. Er ist auch eine Folge von Ineffizienzen, Fehlanreizen und Doppelstrukturen im Gesundheitswesen – ebenso wie von zu wenig Digitalisierung und zu viel Bürokratie. Doch statt hier anzusetzen, werden nun die forschenden Pharmaunternehmen als Sparpotenzial behandelt, die aber bereits einen großen Beitrag leisten: Schon jetzt regulieren rund 30 verschiedene Instrumente die Arzneimittelpreise. Im Jahr 2025 summierten sich die Beiträge der Branche zugunsten der GKV auf 29 Milliarden Euro. Geld, das nicht in Forschung fließt.

Wir müssen uns entscheiden, was uns Gesundheit wert ist. Denn medizinischer Fortschritt ist nicht abstrakt. Es ist der Vater, der mit seinem Sohn Geburtstag feiert, weil die Therapie wirkt. Es ist die Oma, die Zeit mit ihren Enkeln gewinnt. In neue Therapien zu investieren, lohnt sich: Für eine bessere Gesundheit. Und eine Wirtschaft, die weiterhin ganz vorne mitspielt.

Fazit: Investitionen statt Einsparungen

Beispiele wie das Vereinigte Königreich, wo derzeit gezielt Ausgaben für innovative Arzneimittel erhöht werden, zeigen: Investitionen in neue Therapien stärken Gesundheit und Wirtschaft zugleich. Nötig sind deshalb auch in Deutschland Reformen, die Innovation als Zukunftsinvestition begreifen – nicht als Kostenfaktor.



bms.com/de/

V.i.S.d.P.:
Eszter Viragh
Corporate Affairs
Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA
Arnulfstr. 29
80636 München

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