Meta darf Manus nicht kaufen: Wie KI für Peking zur roten Linie wird

29. April 2026

China hat den US-Konzern Meta gezwungen, seine rund zwei Milliarden Dollar schwere Übernahme des KI-Start-ups Manus rückabzuwickeln. Die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission (NDRC) ordnete den Schritt am Montag an und machte damit deutlich, dass Peking Künstliche Intelligenz zunehmend als strategisches nationales Gut betrachtet, das nicht in ausländische Hände gelangen soll.

Manus, ein auf KI-Agenten spezialisiertes Unternehmen, war ursprünglich in China gegründet worden und 2025 nach Singapur umgezogen, um geopolitischem Druck zu entgehen. Nach der Ankündigung des Deals im Dezember leiteten die Behörden jedoch eine Untersuchung ein; Mitgründer Xiao Hong und Chefwissenschaftler Ji Yichao, die sich in China aufhielten, erhielten zeitweise Ausreiseverbot. Der Vorgang ist auch anderen chinesischen Unternehmen ein Warnschuss, dass eine Verlagerung ins Ausland nicht vor Zugriffen des chinesischen Staates schützt. Fabian Peltsch

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Letzte Aktualisierung: 29. April 2026