Konsum-Studie: Deutsche sehen US‑Marken kritischer – Boykott bleibt selten

11. März 2026
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Katharina Gangl, Direktorin Studien am NIM, ordnet die Ergebnisse zur Wahrnehmung von US‑Marken ein.

Die aktuelle US‑Politik verschlechtert das Image amerikanischer Marken in Deutschland, ohne jedoch eine breite Boykottbewegung auszulösen. Laut einer repräsentativen Umfrage des Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) geben 35 Prozent der Befragten an, ihre Haltung gegenüber US‑Produkten habe sich zuletzt negativ verändert. Dennoch meiden nur 17 Prozent US‑Waren bewusst, weitere 16 Prozent würden ihren Konsum zwar gern reduzieren, tun es aber bislang nicht. 19 Prozent informieren sich inzwischen verstärkt über europäische Alternativen. Im Digitalbereich gelten vor allem die große US‑Techmarken wie Google, Amazon oder Microsoft als schwer ersetzbar.

Gleichzeitig wächst der Wunsch nach Transparenz: 55 Prozent der Befragten fordern bei physischen Waren klarere Herkunftskennzeichnungen, idealerweise direkt auf der Verpackung oder am Regal. Studienautorin Dr. Katharina Gangl betont: „Die Politik der amerikanischen Regierung wirkt sich negativ auf die Wahrnehmung von US‑Marken aus. Für eine breite Boykottbewegung reicht das aber noch nicht aus.“ Europäische Anbieter hätten dort Chancen, wo US‑Marken als ersetzbar gelten – etwa im Fall von Tesla, das von vielen als austauschbar eingestuft wird. Alexander Wiedmann

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Letzte Aktualisierung: 11. März 2026