BIP-Wachstum: Was die Institute erwarten

14. März 2026

Der Krieg im Iran hat auch Auswirkungen auf die BIP-Prognosen der Wirtschaftsinsitute: Das ifo Institut korrigiert seine Wachstumsprognose für 2026 auf 0,8 Prozent nach unten. Grund seien vor allem steigende Energiepreise und neue Unsicherheiten auf den Weltmärkten. ifo-Präsident Clemens Fuest warnte bei der Vorstellung der neuen Konjunkturprognose vor Risiken: „Unsere Prognose beruht auf der Annahme, dass der Iran-Konflikt relativ schnell vorbei ist. Ob das so kommt, weiß natürlich niemand.“ Sollte der Ölpreisanstieg länger anhalten, könne das Wachstum sogar auf 0,6 Prozent sinken. Zugleich rechnet das Institut mit höheren Preisen. „Wir sehen eindeutig die Gefahr eines Stagflationsschocks – die Inflation wird wohl etwas höher ausfallen und das Wachstum niedriger,“ sagte Fuest. In einem Risiko-Szenario könnte die Teuerung auf bis zu drei Prozent steigen.

Auch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) sieht Belastungen für die deutsche Wirtschaft, allerdings in geringerem Ausmaß. Die Forscher gehen davon aus, dass der stärkste Energiepreisschub bereits durchlaufen ist und sich Öl‑ und Gaspreise nur moderat weiterentwickeln. Sie erwarten, dass die Inflation in diesem Jahr um 0,4 Prozentpunkte höher ausfällt und bei rund 2,4 Prozent liegt. Das Wachstum wird leicht gedämpft und erreicht 1,0 Prozent. „Wenn wir davon ausgehen, dass der Höhepunkt der Energiepreissteigerungen bereits erreicht ist, bremst der Iran‑Krieg die Erholung der deutschen Wirtschaft zwar etwas, stoppt sie aber nicht“, sagte DIW‑Konjunkturchefin Geraldine Dany‑Knedlik. Alexander Wiedmann

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Letzte Aktualisierung: 14. März 2026