Bundeswehr-Nachwuchs im Klassenzimmer: Gewerkschaft übt scharfe Kritik

Eigentlich wird die Bundeswehr bei Hochwasserkatastrophen gerufen; wenn Personal in Testzentren fehlt oder Impfstoff durchs Land transportiert werden muss. In Krisen eilen die Soldaten herbei, um Amts- oder Katastrophenhilfe zu leisten. Umso erstaunlicher, dass sich in Bayern ausgerechnet eine Schulleiterin gezwungen sah, bei der Universität der Bundeswehr anzuklopfen. Sie suchte bei der Truppe nach Personal, genauer gesagt: Hilfskräfte für Vertretungsstunden. Das sorgt nun für Kritik.

An ihrer Schule, dem Lise-Meitner-Gymnasium in Unterhaching (Lkr. München), sind im Frühjahr ungewöhnlich viele Lehrkräfte ausgefallen. Sie saßen in Quarantäne, verweilten im Mutterschutz oder mussten ihre Kinder in der Corona-Isolation betreuen. Also wurde Michaela Trinder kreativ – mit Erfolg. Die Schulleiterin konnte eine Gruppe von sieben jungen Offiziersanwärtern als Vertretungskräfte gewinnen; freiwillig, ehrenamtlich und unbezahlt, wie ihr Dienstherr auf Anfrage von Table.Media betont.

Jetzt weiterlesen

Lesen Sie diesen Text und das Bildung.Table Professional Briefing 30 Tage lang. Kostenlos und ohne Verpflichtung.

Sie sind bereits Gast am Bildung.Table? Jetzt einloggen

Mehr zum Thema

    SWK-Gutachter sehen Teilzeit als „größte Beschäftigungsreserve“
    Jedes Land kämpft für sich allein
    „Du bleibst – oder wir machen Dich arm“
    Wettlauf der KI-Tools um Schule