7. Mai 2026 Must-Reads

07. Mai 2026

SZ: Milliarden für die Bahn – und keiner merkt’s. Knapp 20 Milliarden Euro hat die Bahn 2025 in ihre Infrastruktur gesteckt. Mit dem mäßigen Befund: Pünktlicher und zuverlässiger sind die Züge nicht geworden. Bahn-Vorstand Philipp Nagl ist schon froh, „den Zustand konstant gehalten zu haben“. Die private Konkurrenz urteilt härter: „Es sind auch die schlechten Prozesse bei der InfraGo, die buchstäblich Geld vernichten.“ („Gute Nachricht: Es wird nicht schlechter“)

Taz: Viel Kritik am Gleichstellungsgesetz. Der Entwurf, der „umfassende Barrierefreiheit“ für Menschen mit Behinderungen zum Ziel hat und am Donnerstag im Bundestag debattiert wurde, bleibt weit hinter den Erwartungen zurück. Das kritisieren nicht nur Aktivisten und Opposition; auch aus der SPD gibt es Kritik am Entwurf aus dem Arbeitsministerium. Diese richtet sich vor allem dagegen, dass Unternehmen Barrierefreiheit nur gewährleisten müssen, wenn das „zumutbar“ ist – was bei baulichen Veränderungen als nicht gegeben gilt. („Bloß nicht die Unternehmen behindern“)

Handelsblatt: Eltern drohen Einschnitte. Die in den Haushalts-Eckwerten vorgesehenen Kürzungen im Etat des Familienministeriums werden sich nur durch massive Einschnitte beim Elterngeld umsetzen lassen, warnen Experten. Um die vorgesehene Streichung von 500 Millionen Euro zu erreichen, müsste entweder die Leistungshöhe – die ohnehin seit 2007 nie erhöht worden ist, gesenkt oder die Zahl der Anspruchsberechtigten durch eine niedrigere Einkommensgrenze weiter reduziert werden. Eine ebenfalls denkbare Verkürzung der Elterngeldzeit gilt als problematisch, weil Kinderbetreuung erst nach dem ersten Lebensjahr vorgesehen ist. („Kürzungen beim Elterngeld“)

TSP: Zeitenwende in den Köpfen. Der russische Überfall auf die Ukraine hat auch die Wehrbereitschaft der Deutschen verändert. „Wir sehen eine Zeitenwende in den Köpfen“, sagt der Militärsoziologe Timo Graf. Das betreffe auch die jungen Menschen. Noch längst habe die Bundeswehr das Potenzial an Wehrwilligen nicht ausgeschöpft. („An kampfbereiten Bürgerinnen und Bürgern fehlt es absolut nicht.“)

Nicht überlesen:

ZEIT: Wie lange noch? Tiefstwerte in den Umfragen, Ärger über den Koalitionspartner, Zweifel an der eigenen Führung und die hilflose Suche nach einer sozialdemokratischen Erzählung: Die SPD hat schon viele Krisen durchlitten. Die aktuelle gehört womöglich zu den bedrohlichsten. Nüchtern beschreibt Michael Schlieben das anhaltende Elend der Partei. Es ist ein düsteres Stimmungsbild – der Partei und der Koalition. Und Licht am Ende des Tunnels ist nicht in Sicht. („In der Merz-Falle“)

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Letzte Aktualisierung: 07. Mai 2026