1. Juni 2026 Must-Reads

01. Juni 2026

FT: EU bekommt Zugang zu Claudes KI-Modell Mythos. Dies bestätigte die Kommission am Montag, nachdem Vertreter der EU in der letzten Woche mit Anthropic verhandelt hatte. Bevor mächtige Modelle wie Mythos veröffentlicht werden, müsste es stärkere Sicherheitsregeln geben, erklärte das US-Unternehmen. Bislang haben nur Unternehmen der kritischen Infrastruktur sowie die die Regierungen der USA und UKs Zugang zu Mythos. („Anthropic offers EU access to Mythos“)

SZ: Plant Peter Thiel nach Argentinien auszuwandern? Tech-Investor Peter Thiel hält sich seit Monaten häufig in Argentinien auf und hat dort offenbar ein Haus für seine Familie erworben. Beobachter verweisen auf mehrere mögliche Gründe: die politische Nähe zur Regierung von Präsident Javier Milei, eine in Kalifornien diskutierte Vermögensabgabe für Milliardäre sowie Thiels langjähriges Interesse an alternativen Wohnsitzen im Ausland. Ob hinter dem Aufenthalt tatsächlich Auswanderungspläne stehen, wollte Argentiniens Regierung auf Anfrage der New York Times nicht bestätigen. („Ein Milliardär und sein Fluchtplan“)

Handelsblatt: Verdi-Chef setzt der Koalition Grenzen. Verdi-Chef Frank Werneke zieht vor den geplanten Reformen der Koalition klare rote Linien. Im Interview warnt er vor Eingriffen beim Streikrecht, einer Anhebung des Renteneintrittsalters, Einschnitten beim Kündigungsschutz und einer Aufweichung des Acht-Stunden-Tages. Sollte die Bundesregierung Reformen in diesen Bereichen planen, schließt Werneke Proteste nicht aus. Ein Maßnahmenpaket zulasten von Beschäftigten und Sozialversicherten werde weder gesellschaftliche Akzeptanz finden noch die politischen Probleme der Koalition lösen. („Ein ‚Reformpaket des Horrors‘ gewinnt keine Wahlen“)

Taz: Treffen der Neonazi-Szene in Brandenburg. Auf einem Bauernhof in Brandenburg haben sich zahlreiche Personen getroffen, die dem völkisch-rassistischen Teil der Neonazi-Szene zugehörig sind. Viele der angereisten Familien verbindet nach taz-Recherchen eine Nähe zur „Artgemeinschaft – Germanische Glaubens-Gemeinschaft wesensgemäßer Lebensgestaltung“. Die Organisation wurde 2023 verboten – unter anderem wegen ihrer rassistischen und antisemitischen Ideologie. Das Treffen wirft nun die Frage auf, ob ehemalige Mitglieder ihre Strukturen trotz des Verbots weiter pflegen. („Trifft sich hier eine Neo­na­zi­sek­te trotz ihres Verbots?“)

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Letzte Aktualisierung: 01. Juni 2026