4. Mai 2026 Nachttisch

04. Mai 2026

Unser Tipp führt Sie heute an einen Ort, zu dem die Öffentlichkeit keinen Zugang hat. Weil sie sich für die Rechte iranischer Frauen eingesetzt hatte, wird die Lehrerin Roya in dem für seine grausamen Haftbedingungen berüchtigten Teheraner Gefängnis Evin inhaftiert. Der Film „Roya“ zeige laut Regisseurin Mahnaz Mohammadi zwar nur eine abgeschwächte Version dessen, was in dem Gefängnis wirklich geschehe, trotzdem sind manche der Szenen schwer zu ertragen: Die Isolationshaft der Lehrerin wird nur von brutalen Verhören unterbrochen, in denen Vertreter des Regimes ein öffentliches Geständnis von ihr erzwingen wollen. Es gehe ihr jedoch nicht darum, das Publikum zu verstören, sagt Regisseurin Mohammadi, die selbst mehrfach im Iran inhaftiert war. Ihr Film lässt einen erahnen, was das mit einem Menschen macht. Sarah Schaefer

Mahnaz Mohammadi: „Roya“ | ab Donnerstag im Kino

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Letzte Aktualisierung: 04. Mai 2026