X-Austritt: Warum prominente SPD-, Linken- und Grünenpolitiker nicht mitmachen

X-Austritt: Warum prominente SPD-, Linken- und Grünenpolitiker nicht mitmachen. Karl Lauterbach (1,2 Mio. Follower), Hubertus Heil (116.000), Ricarda Lang (190.000), Omid Nouripour (59.000), Cem Özdemir (367.000), Sören Pellmann (10.000), Bodo Ramelow (78.000) und Janine Wissler (45.000) haben den gemeinsamen Austritt ihrer Parteien anscheinend nicht mit vollzogen und posteten heute teilweise unbeirrt weiter auf X. Damit bestätigt sich eine schon am Sonntag intern geäußerte Annahme, dass viele reichweitenstarke Politiker, die ihre X-Kommunikation nicht schon zuvor ruhend gestellt oder deutlich eingeschränkt hatten, die Plattform auch mit dem erneuten Aufruf nicht verlassen würden.

Im Hintergrund gibt es Kritik an der von Grünen-Geschäftsführerin Pegah Edalatian angeregten Initiative. Es sei falsch, sich aus dem „Diskursraum“ zurückzuziehen. X habe sich zwar durch den Abbau der Moderationen nach der Übernahme durch Elon Musk zu einer Plattform für extremistische Positionen und Verschwörungserzählungen und vor allem bei den Kommentaren zu einem „Hellhole“ entwickelt. Dennoch seien nicht nur Extremisten dort aktiv. Man könne nicht einerseits für die Regulierung von Social Media kämpfen und sich andererseits zurückziehen. Am Montag hatten Partei- und Fraktionsführungen von Grünen, SPD und Linken mitgeteilt, ihre X-Accounts nicht länger nutzen zu wollen. Damit war die Empfehlung an die Mitglieder der Partei verbunden ebenso zu verfahren. Sven Siebert, Leonard Schulz

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Letzte Aktualisierung: 04. Mai 2026