Work-and-Stay-Agentur: Welche Optionen diskutiert werden

28. Januar 2026

Work-and-Stay-Agentur: Welche Optionen diskutiert werden. Am Freitag endet die Frist für ein Konsultationsverfahren der Bundesregierung zur Frage, wie die Work-and-Stay-Agentur (WSA) ausgestaltet werden sollte. Die Agentur soll die Einwanderung ausländischer Arbeitskräfte nach Deutschland erleichtern. Im Zentrum stehen vier Optionen zur Zentralisierung der Prozesse, für Debatten sorgt die künftige Rolle der Ausländerbehörden. Diese sind bisher für Erstaufenthaltstitel und befristete Verlängerungen zuständig, sollten diese Kompetenz aus Sicht der Bundesagentur für Arbeit aber abgeben. Die Reduzierung der beteiligten Behörden und die vollständige Digitalisierung und Zentralisierung der Prozesse „würde zu einer erheblichen Beschleunigung in den Teilprozessen führen“, heißt es in der noch unveröffentlichten Stellungnahme der BA. Für eine solche Bündelung ist auch die BDA.

Das BMI hat Bedenken. Man müsse sich fragen, was es kostet, die Zuständigkeiten aus den Ausländerbehörden „herauszuoperieren“ und dann neu entstehende Schnittstellen zu klären, sagte Staatssekretär Bernd Krösser am Dienstag bei einer BA-Konferenz zum Thema Migration. Entscheidend sei zudem der Sicherheitsaspekt. Derjenige, der den ersten Aufenthaltstitel ausstellt, sei auch zuständig für möglicherweise entstehende Probleme – inklusive der Durchsetzung einer möglichen Ausweisung. Im November hatte die Bundesregierung die Eckpunkte zur WSA verabschiedet. Für Friedrich Merz ist sie das „wahrscheinlich größte Digitalprojekt“ in dieser Wahlperiode. Okan Bellikli

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Letzte Aktualisierung: 28. Januar 2026