Wirtschaft: Ein Bericht, zwei Interpretationen

28. Januar 2026

Wirtschaft: Ein Bericht, zwei Interpretationen. Die Zahlen im Jahreswirtschaftsbericht, den das Kabinett am Mittwoch gebilligt hat, sind die gleichen, doch die Botschaften, die dazu aus dem Finanz- und aus dem Wirtschaftsministerium gesendet wurden, unterscheiden sich deutlich. Die Wachstumsprognose für das Jahr 2027 wurde von 1,3 auf 1,0 Prozent gesenkt, erst für das nächste Jahr werden jetzt 1,3 Prozent erwartet. Lars Klingbeil sieht sich dennoch in seinem Kurs betätigt: „Unsere Investitionen sind ein spürbarer Wachstumsimpuls“, erklärte er.

Katherina Reiche klang dagegen bei der Vorstellung des Berichts nicht gerade euphorisch. Es gebe die „realistische Chance, dass sich das Land auf einem leichten Erholungskurs befindet“, sagte sie. Auch Reiche erklärte, die Wachstumsimpulse kämen „vor allem aus öffentlichen Investitionen“, doch anders als Klingbeil sieht sie das nicht als gute Nachricht. Ziel müsse sein, wieder zu einem „höheren selbst tragenden Wirtschaftswachstum“ zu kommen. Und dafür müsse die Regierung bei Strukturreformen schneller und entschlossener werden, lautete ihre zentrale Schlussfolgerung aus dem Bericht. Malte Kreutzfeldt

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Letzte Aktualisierung: 28. Januar 2026