Wire-Messenger: Behörden dürfen Signal-Alternative für vertrauliche Kommunikation nutzen

27. April 2026

Wire-Messenger: Behörden dürfen Signal-Alternative für vertrauliche Kommunikation nutzen. Der deutsch-schweizerische Messenger-Dienst Wire hat vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik die entsprechende Zulassung erhalten. Damit können nun auch Informationen mit der Geheimhaltungsstufe „Verschlusssache – Nur für den Dienstgebrauch“ ausgetauscht werden. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner hatte den Messengerdienst in einem Schreiben an die Bundestagsabgeordneten empfohlen. Darin heißt es, dass auf Wire potenzielle Phishing-Versuche schwieriger seien, weil man für die Anmeldung keine Telefonnummer, sondern nur eine Emailadresse benötigt, die für niemand sichtbar sei.

Tatsächlich ist jedoch auch bei Wire ein Phishing-Versuch nicht auszuschließen. Mit dem Umweg über die leicht zu erratenden Emailadressen der Abgeordneten und Ministerialbeamten könnten Angreifer versuchen, an die Login-Daten für den Messengerdienst zu kommen und dann dort denselben Versuch wie bei der Signal-Attacke starten. Leonard Schulz

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Letzte Aktualisierung: 27. April 2026